• Clos Vougeot (Burgund)

  • Palais des Ducs in Dijon (Burgund)

  • Hôtel-Dieu in Beaune (Burgund)

  • Schloss Monbazillac (Périgord)

  • Bergerac (Périgord)

  • Abtei Cluny (Burgund)

Frankreichtour: Burgund, Périgord und Provence

Unsere aktuelle Reise führt uns in die Gebiete Burgund, das Périgord Noir und die Provence in Frankreich. Wir sind gespannt, was uns auf dieser Tour erwartet und wir werden möglichst zeitnah darüber berichten.

geplante Route:

Am 3. Mai 2022 starteten wir zu unserer 14. Wohnmobiltour. Unser Ziel war eine Tour durch Frankreich mit den Schwerpunkten: Burgund, Périgord und Provence.

Dijon

Wir fuhren 400 km auf der Autobahn über Basel, Belfort und Vesoul nach Dijon. Die Fahrt war problemlos und entlang der französischen Autobahn gibt es viele wunderbare, grosszügige Rastplätze, um sich eine Pause zu gönnen.

Wir installierten uns auf dem stadtnahen und schönen Camping du Lac Kir. Gegen Abend füllte sich der Platz recht gut. Den Nachmittag verbrachten wir auf unserer Parzelle.

Am anderen Morgen fuhren wir nach dem Frühstück mit unseren Velos ins etwa 3 km entfernte Stadtzentrum. Der Campingplatz liegt direkt am sehr schönen Fahrradweg entlang des Lac Kir, welcher bis ins Zentrum von Dijon führt.

Der Campingplatz du Lac Kir liegt wunderbar im Grünen

Kathedrale Saint-Bénigne

Auf dem Asphalt führen Eulen zu den Sehenswürdigkeiten Dijons

Alte, charmante Plätze und Strassen prägen das Stadtbild

Ein uraltes Fachwerkhaus

Der riesige Place de la Libération mit dem imposanten Palais des Ducs

Im Tour Philippe le Bon führen 316 Stufen auf eine Aussichtsplattform – wir genossen die Sicht von unten

Kirche Saint-Michel

Kathedrale Notre-Dame

In Dijon gibt es natürlich auch viele Geschäfte, welche Burgunder Spezialitäten, wie Wein, Dijon-Senf, Kuchen und weitere Leckereien anbieten

Die Markthalle war leider bei unserem Besuch geschlossen

Torbogen am Place Darcy – leider zog am Nachmittag ein heftiges Gewitter auf

Kleiner, hübscher Jardin Darcy

Am späteren Nachmittag zeigte sich nochmals die Sonne und so fuhren wir mit den Velos durch die herrliche Parklandschaft entlang des Lac Kir

Der See lädt zu allerlei Wassersportarten ein

Durch die Côte de Nuits von Dijon nach Beaune

Nach zwei Nächten in Dijon fuhren wir entlang der Weinstrasse ins 40 km entfernte Beaune. Hier installierten wir uns auf dem Camping Municipal Les Cent Vignes – auch hier war der Platz sehr gut belegt. Die Lage des Campings ist hervorragend und fussläufig vom Stadtzentrum entfernt, doch ruhig und sehr gut ausgestattet.

Entlang der Weinstrasse durchfuhren wir Ortschaften wie Gevrey-Chambertin, Chambolle-Musigny, Vosne-Romanée oder Nuits-Saint-Georges, allesamt weltbekannt durch die Cru-Weine des Burgunds.

Reben, soweit das Auge reicht

Dorf Vougeot mit Abzweigung zum Chateau

Einer der vielen Winzer

Schloss Vougeot

Übersicht über das Weinbaugebiet der Côte de Nuits

In Nuits-Saint-Georges genossen wir eine Café au lait

Beaune

Der Himmel war heute wiederum mehrheitlich bewölkt und lud gerade zu einer Stadtbesichtigung ein. Beaune mit seinen 22'000 Einwohnern ist das eigentliche Zentrum des Burgunds. Die Stadt wird durch unzählige Weinhandlungen und Restaurants geprägt. Der markanteste Bau ist das Hôtel-Dieu, ein ehemaliges Krankenhaus aus dem 15. Jahrhundert. Hier findet auch die jährliche Weinauktion statt.

Durch die Porte St. Nicolas gelangt man in die Altstadt

Das imposante Rathaus von Beaune

Bummel durch die Fussgängerzone

Collégiale Notre-Dame

Das Hôtel-Dieu mit seinem charakteristischen Dach aus farbenfrohen, geometrisch angeordneten Ziegeln beherbergt heute ein Museum

Hier wird eine ehemaliger Krankheitssaal und ein Arztzimmer dargestellt

Eine ehemalige Grossküche

Das Meisterwerk «Das Jüngste Gericht» von Rogier van der Weyden

Ausschnitt aus einem herrlichen Webteppich

Seit 1840 existiert die Senffabrik «La Moutarderie Fallot»

Kleine Grünzonen lockern das Stadtbild auf – ein herrlicher Kastanienbaum

Grosser Samstagsmarkt in Beaune

Auf dem Place de la Hall mitten im Stadtzentrum schlenderten wir durch den verführerischen Markt. Es wurden ausserordentlich viele Spezialitäten angeboten, ganz anders als in Italien, wo vor allem billige Textilien verkauft werden. Ein schönes Erlebnis!

Grosser Samstagsmarkt in Beaune

Feinste Oliven

Frische Erdbeeren

Verschiedene Käsespezialitäten

Schmackhafte Brote

Frische Kräuter

Die einheimische Bevölkerung kaufte rege ein

Radtour durch die Weinberge der Côte d’Or:    Beaune  –  Pommard  –  Volnay  –  Meursault  –  Santenay  – Beaune  (50 km)

Ein herrlich schöner und warmer Tag erwartete uns, der förmlich zu einer Radtour einlud. Dank Velo-Navi fanden wir den Radweg sofort und genossen die Fahrt durch die Weinberge und die verschlafenen Ortschaften. Meursault ist ein sehr hübscher Ort, wo wir einen Halt machten und auch in einer Gaststätte etwas zu Trinken bekamen.

Ein wunderbarer Radweg führt durch die Weinberge

Der kleine Ort Volnay war wie ausgestorben

Das hübsche Ortszentrum von Meursault mit dem Rathaus und der romanischen Kirche Saint Nicolas aus dem 15. Jhdt.

Meursault im Rückblick

Kurz vor Santenay entdeckten wir diese Windmühle

Eingang zum Schloss Santenay

Das Schloss liegt in einem schönen Garten

Beaune – Lyon

Nach drei schönen Tagen in Beaune fuhren wir weiter in Richtung Lyon. Vorher machten wir noch einen Abstecher nach La Rocheport zum gleichnamigen Schloss. Leider ist das Schloss recht gut hinter Bäumen versteckt, so dass mir keine gute Aufnahme möglich war.

La Rocheport mit dem gleichnamigen Schloss

Da es Sonntag war herrschte sehr flüssiger Verkehr auf der Autobahn. Nach etwa der Hälfte unserer Strecke von 140 km fuhren wir ab der Autobahn nach Cluny, um die Abtei zu besuchen.

In Cluny fand am 8. Mai ein riesiges Pferdesportereignis statt, so dass wir kaum einen Parkplatz fanden.

Spaziergang durch das Ortszentrum von Cluny zur Abtei

Die Abtei von Cluny und seine 1’000jährige Geschichte

Blick auf die Kirche

Cluny war einst das religiöse Zentrum und wurde im Jahre 910 durch Wilhelm dem Frommen, Herzog von Aquitanien und Graf von Maçon gegründet. In seiner Blütezeit war das Kloster Heimat von mehr als 1'000 Mönchen und der Cluny-Orden übte Einfluss auf ganz Europa.

Nachher folgte im Mittelalter ein langwieriger Niedergang. Im 16. Jahrhundert brachte der Abt Jean de Bourbon wieder Ordnung in die Abläufe der Abtei. Dann kamen die Religionskriege und im 18. Jahrhundert begann der Wiederaufbau. Während der Französischen Revolution wurden die Mönchsorden aufgelöst und die grössten Zerstörungen begannen im 19. Jahrhundert.

Nachdem 1794 die letzten Mönche das Kloster verlassen hatten, wurde in den Räumen eine Schule eingerichtet. Heute werden hier Ingenieure ausgebildet.

Auf dem riesigen Parkgelände gibt es einige schöne schattige Ecken

Teilansicht des wundervollen Kreuzganges

Ein wunderbar harmonisch geformtes Entrée

Saal mit interessanter Holzdeckenkonstruktion

Der weitläufige Palais du Pape Gélase

Lyon

Wir hatten uns auf dem städtischen Camping de Lyon für drei Nächte installiert. Der Platz ist gross, hat viele Bäume, moderne Sanitärgebäude und ein kleines Restaurant. Zudem ist er gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angeschlossen (Bus 89 bis Gare de Vaise, auf die Metro umsteigen bis Vieux Lion und in 30 Minuten ist man Mitten im Zentrum). Lyon mit über 500'000 Einwohnern, seiner Kultur und Geschichte hat sehr viel zu bieten. Den ersten Tag widmeten wir uns der Altstadt und den eindrücklichen sakralen Bauten.

Pont Bonaparte über die Saône

Blick von der Brücke auf die Kathedrale St-Jean und die Basilika Notre-Dame de Fourvière auf dem Hügel

Die riesige Kathedrale St-Jean am gleichnamigen Platz

Im Rücken ist der Blick frei zur Basilika Notre-Dame

Bummel durch das Saint-Jean-Quartier

Im Quartier gibt es unzählige Restaurants und schmucke Geschäfte, wie Macarons und andere Süssigkeiten, Produkte aus Seide und Vieles mehr

Musée Cinéma et Miniature

Die Basilika Notre-Dame thront über der Stadt. Sie ist bequem mit der Funiculaire ab der Metrostation Vieux Lyon erreichbar oder anstrengend zu Fuss über 400 steile Treppenstufen.

Im Inneren der Basilika wird man vom Prunk überwältigt, unglaublich die herrlichen Mosaike

Von der Basilika geniesst man eine wunderbare Sicht auf die Stadt

Nach den überwältigenden Eindrücken beim Rundgang durch die Basilika nahmen wir die 400 Treppenstufen unter die Füsse und spazierten durch den Rosengarten und Baumalleen in die Stadt hinunter.

Ein anderer Blick auf die Kathedrale Saint-Jean

Das moderne Lyon

Am zweiten Tag besuchten wir den neuen und modernen Teil der Stadt. Bei einer Schifffahrt auf der Saône hatten wir einen guten Überblick auf die moderne Architektur.

Zwischen Vieux Lyon und dem Platz Bellecour liegt der kleine Anlegesteg für die Ausflugsschiffe

Während des Einschiffens konnten wir Arbeiter beobachten, die in luftiger Höhe am Masten und an den Seilen der Hängebrücke arbeiteten

Das Musée des Confluences ist ein Museum, das «globales Wissen mit Schwerpunkt Naturwissenschaften» vermitteln will. Der Neubau wurde von dem österreichischen Architekten Wolf D. Prix entworfen und am 21. Dezember 2014 eröffnet. 

Kurz nach der Passage des Museums fliesst die Saône in die Rhône und das Ausflugsschiff wendete

Der Saône entlang stehen allerlei eigenwillige Bauten

Zwischen den Neubauquartieren und der Altstadt sind einige Wohnschiffe vertäut

Die zwei Besichtigungstage in Lyon machten müde und wir waren froh, als wir die Fussmärsche und Fahrten mit Schiff, Tram, Metro und Bus hinter uns hatten und die Tage auf dem Campingplatz ausklingen lassen konnten.

Überfahrt von Lyon ins Périgord (Nouvelle-Aquitaine)

Wir erlebten den ersten Hitzetag (30 Grad) des laufenden Jahres und vor uns lagen über 400 km Autobahnfahrt. Eines muss man den Franzosen lassen, sie bauen die schönsten Strassen und Rastplätze. Das Befahren der Autobahn ist jedoch sehr teuer – wir zahlten an diesem Tag 70 Euro Gebühr. Wir kamen zügig voran und fuhren auf den Stellplatz in Périgieux. Dieser liegt fussläufig von der Altstadt und ist sehr gut gemacht, hat jedoch keinen Strom (eine Übernachtung kostete 6 Euro).

Périgieux

Périgord mit etwa 30'000 Einwohner ist die grösste Stadt des Departements Dordogne und wird geprägt von der riesigen Kathedrale. Wir bummelten durch die Altstadt und genossen ein feines Abendessen.

Die Kathedrale Saint-Front in Périgieux gehört zum Unesco-Kulturerbe

Eine grosse kulinarische Spezialität des Périgord ist Foie gras (Stopfleber). An diesem Stand wurde diese in allen Variationen angeboten.

Am anderen Morgen erwachten wir bei einem Regenschauer, welcher Kontrast zum Vortag (Temperatursturz um 15 Grad). So fielen die geplanten Fotoaufnahmen bei Morgenlicht leider aus.

Bergerac

Auf der kurzen, gut 40 km langen Fahrt von Périgieux nach Bergerac (26'000 Einwohner) war Regen unser ständiger Begleiter. Wir checkten auf dem einfachen, aber gut gelegenen Camping La Pelouse ein. Am späteren Nachmittag hellte es auf und so besichtigten wir die hübsche Altstadt.

Bergerac mit der alten Brücke über die Dordogne

Typische, alte Riegelhäuser in Bergerac

Die alte Kirche «St Jacques le Majeur» und eine der vielen Gassen von Bergerac

Foie gras gehört im Périgord zur Nationalspeise, obwohl Stopfleber einen zweifelhaften Ruf geniesst

Blick über die Dordogne auf die Altstadt Bergerac

Ausflug zum Schloss Monbazillac

Das Schloss liegt etwa sechs Kilometer von Bergerac entfernt und ist somit mit dem Fahrrad problemlos zu erreichen. Weitere vier Kilometer entfernt liegt das Schloss Bridoire, welches wir aber nicht besuchten. Leider war die Schlossanlage von Monbazillac nicht geöffnet, da Umbauarbeiten im Gange waren. So mussten wir uns für ein Foto begnügen und wieder nach Bergerac zurückfahren.

Schon von Weitem war das Schloss Monbazillac gut sichtbar

Ausser dieser Kirche, einer Vinothek und einer Bar und einem Restaurant ist im Ort Monbazillac nichts zu sehen.

Le Bugue

Unsere Tour durch das Périgord führte uns weiter nach Le Bugue auf den Camping du Bournat. Dieser Camping liegt direkt neben dem gleichnamigen Parc Le Bournat, einem Vergnügungspark und Aquarium.

Le Bugue mit 2'500 Einwohnern liegt am Fluss Vézère

Strassenbrücke über die Vézère in Le Bugue

Die Dordogne und die Vézère waren teilweise voller blühender Algen belegt

Ortszentrum von Le Bugue

Besichtigung Grotte Préhistorique du Sorcier in Saint-Cirq

Auf einem schönen Fahrradweg war die Grotte nach 3,5 km erreicht. Das kleine Museum und die Höhlen waren frei zugänglich. Die Grotte mit den noch erkennbaren Höhlenritzungen konnte nur unter Führung besichtigt werden und das Fotografieren war nicht erlaubt.

Hinter diesee Häusergruppe im kleinen Ort Saint-Cirq verbirgt sich die Grotte du Sorcier

Vor dem Eingang versammelten sich bereits einige Besucher – zur Führung waren wir gerade sechs Personen

Das kleine Museum

Die Höhlenbesichtigung verlangte Schwindelfreiheit und eine robuste Kondition

Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil

Der kleine Ort ist unter einer markanten Felswand gebaut und es gibt einige prähistorische Stätten zu besichtigen. Wir schlenderten jedoch nur durch den Ort und genossen ein feines Mittagessen.

Die Häuser sind teilweise direkt an die Felsengruppe «geklebt»

Die Häuser und ihre Vorgärten werden liebevoll gepflegt

Die Felsformation ist imposant – wir möchten unser Haus trotzdem nicht direkt darunter stehen haben

Ein Tag im Parc Le Bournat

Der Parc Le Burnat widmet sich dem Dorfleben des 19. Jahrhunderts und stellt verschiedene Berufe in deren Umfeld dar und der Park ist zudem ein Vergnügungspark (Kirmesplatz und Restaurants). Der Park spricht vor allem Familien und Schulklassen an.

Eingang zum Parc Le Bournat

Der nebenanliegende Vergnügungspark mit Klettergarten, Labyrinth und Aquarium

Ein Sattler stellte verschiedene Gürtel her

Eine Klöpplerin bei der diffizilen Arbeit

Eine kleine Brauerei, dessen Bier degustiert und gekauft werden konnte

Hier wurden schmackhafte Konfitüren hergestellt

Eine kleine Autowerkstatt war auch dabei mit einem schmucken Wägelchen

Ein Klassenzimmer von anno dazumal durfte nicht fehlen

Eine Mühle, in der noch Mehl gemahlen und verarbeitet wurde

Ein hübscher Bauerngarten

Eine Kirche

Zwischendurch wurden Schafherden oder Gänse durch den Park getrieben

Und für Kinder oder auch grosse Kinder gibt es einen kleinen Vergnügungspark – auch von anno dazumal – der nach Herzenslust genutzt werden konnte.

In der Schifflischaukel

Auf der Bergundtalbahn

Besonders originell: Pferderennen auf dem Hypodrom

Auch für die Kleinsten waren Karussels dabei

Im Park wird auch die Landwirtschaft eingehend dargestellt mit allerhand Gerätschaften und vor allem auch vielen Tieren.

Wir sahen unter vielen Kleintieren auch diese Pfaue – der weisse Pfau zeigte uns sogar das Rad

Im Parc Le Bournat liess sich völlig entspannt einen Tag verbringen. Es gab hier keine Hektik, alle waren freundlich und freuten sich, wenn Interesse an ihrer Tätigkeit bekundet wurde. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen.

La Roque Saint-Christophe in Peyzac-le-Moustier

Der beeindruckende Felshang zieht sich über einen Kilometer Länge und überragt die Strasse um einige hundert Meter. Der Hang zählt fünf Terrassen, wobei nur noch ein kleiner Teil zugänglich ist. Diese Höhlenanlage ist die grösste Europas und zählt zum Unesco-Kulturerbe.

Diese Felswand diente zunächst als Unterschlupf für Jäger und Sammler. Hier lebten seit Jahrtausenden Menschen. Die wichtigste Besiedlungszeit war jedoch das Mittelalter

Es sind verschiedene Höhlen zu besichtigen

Zur Illustration sind viele Gerätschaften nachgebaut worden, wie z.B. diese Hebezüge

In diesem Bereich war einmal eine Grossküche

Das war einmal die grösste monolithische Treppe Europas. Über 32 Stufen gelangt man zur fünften Ebene auf derer Wurfwaffenstände entdeckt wurden.

Ein Modell, welches zeigt, wie die Siedlung ursprünglich ausgesehen haben könnte

Im Périgord gibt es unzählige prähistorische Grotten, welche besichtigt werden könnten. Wir hatten uns für die Grösste entschieden – es war beeindruckend.

Höhlen von Lascaux

Im Jahr 2016 wurde das moderne Museum «Lascaux» in Montignac eröffnet. Hier werden eindrückliche Führungen in verschiedenen Sprachen gehalten, wo in Nachbildungen die Höhlenzeichnungen und dessen Geschichte eingehend erläutert werden.

Das eindrückliche Museum Lascaux

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen eindrückliche Wandmalereien, welche in den Farben Schwarz und Ocker ausgeführt wurden. Es werden vor allem Pferde, Kühe und Hirsche dargestellt.

In den nachgebauten Höhlen darf nicht fotografiert werden, hier herrscht auch eine konstante Raumtemperatur von frischen 13 Grad – es ist empfehlenswert eine Jacke mitzunehmen.

Nach dem Höhlenrundgang werden die Malereien nochmals in einer Halle eingehend gezeigt. Hier darf auch fotografiert werden (die Aufnahmen habe ich hier gemacht).

Auch die Raumgestaltung des Museums ist architektonisch interessant. Ich bin kein begnadeter Museumsbesucher, hier war ich aber begeistert!

Sarlat-la-Canéda

Nach den beiden Besichtigungen fuhren wir in die Hauptstadt des Périgord Noir. Wir konnten im stadtnahen Huttopia-Camping noch den letzten Stellplatz für unser Wohnmobil ergattern. Das hat uns doch überrascht, da auf den bisher besuchten Campingplätzen immer einige Plätze frei waren.

Sarlat (9'000 Einwohner), zwischen Dordogne und Vézère gelegen, ist eines der schönsten mittelalterlichen Ensembles in Europa. Geschützt vor der Moderne durch das Gesetz Malraux, hat Sarlat das Malerische seiner Gassen und die Schönheit seiner Denkmäler bewahrt. Die Stadt hält den Rekord der Dichte in historischen Denkmälern, die mit 65 Denkmälern und denkmalgeschützten Gebäuden klassifiziert oder im nationalen Inventar aufgeführt sind.

Blick vom Place de la Liberté zur Cathédrale Saint Saceros

Überall gibt es schöne malerische Winkel

Die alte, ehemalige Kirche Sainte-Marie. Hier ist heute die Markthalle untergebracht, welche mit einem riesigen Eingangstor auffällt und im Innern gibt es einen Glaslift zur Aussichtsterrasse. Jeweils mittwochs und samstags findet der grosse Markt Mitten im Zentrum statt.

Le Présidial aus dem 17. Jhdt.

Der eigenartige Turm «Lanterne des Morts»

Stadtrundgänge machen müde und durstig, besonders in hochsommerlicher Hitze und das im Mai. So genossen wir einen feinen Aperitif und lauschten den begnadeten Strassenmusikanten.

Radtour von Sarlat nach Montfort und Carsac-Aillac (27 km)

Die Landschaft ist sehr hügelig und dementsprechend geht es einmal bergauf und dann wieder bergab, leider gibt es wenige Radwege und so benutzten wir die normale Autostrasse. Zum Glück herrschte sehr wenig Verkehr. Der Weiler ist sehr hübsch und wird vom gleichnamigen Schloss dominiert, dieses ist leider nicht zugänglich.

Der hübsche Weiler Monfort

Schloss Monfort, leider hinter Bäumen, Mauern und Häusern versteckt

Der Weg nach Carsac-Aillac gibt die Sicht frei auf die Dordogne und das Schloss Montfort

Kirche Saint-Caprais in Carsac ist ein wunderbares Kleinod aus dem 12. Jhdt.

Detail aus dem Deckengewölbe

Unmittelbar neben der Kirche stehen Überreste eines ehemaligen Kastells

Der kleine Ort Carsac-Aillac bot sonst keine besonderen Sehenswürdigkeiten, deshalb fuhren wir wieder nach Sarlat zurück.

Da viele Sehenswürdigkeiten mehr als zehn Kilometer von Sarlat entfernt sind und es keine vernünftigen Radwege gibt, haben wir beschlossen umzuziehen. Wir suchten uns den Campingplatz La Plage in Vézac aus, der herrlich zwischen Vézac und La Roque-Gageac direkt an der Dordogne liegt.

La Roque-Gageac

Dieses kleine Dorf gehört zu den schönsten Ortschaften Frankreichs. Das liegt sicher an der besonderen Lage zwischen einer Felswand und dem Fluss Dordogne.

Das hübsche Schloss La Malartrie westlich von La Roque-Gageac, gehört bereits zur Gemeinde Vézac

Häuser, zwischen Autostrasse und Felswand eingeklemmt

La Roque-Gageac – dieser Ort zieht unglaublich viele Touristen an. Zusätzlich ist die Dordogne ein Magnet für eine Boots- oder Kanutour.

Campingplatz La Plage an der Dordogne

Ruhig, idyllisch und für Erkundungen aller Art ausgezeichnet gelegen

Wir genossen die hervorragende Lage unseres Campingplatzes La Plage be La Roque-Gageac. Alle Sehenswürdigkeiten liegen im Umkreis von knapp zehn Kilometern: Castelnaud-la-Chapelle, Die Gärten von Marqueyssac, Schloss Beynac, Domme usw. – alles mit dem Fahrrad in Kürze erreichbar.

Die Gärten von Marqueyssac – ein Paradies für Buchsbaumliebhaber!

Dieser Park steht unter Denkmalschutz und ist in Privatbesitz. Der Park wurde 1997 öffentlich. Im Park lässt es sich gut verweilen und es gibt verschiedene Spazierwege, so dass mit mindestens zweieinhalb Stunden Verweildauer gerechnet werden muss.

Dieser Pfau spielte das Empfangskomitee und er zeigte auch gleich das Rad

Herrlich, diese Formschnitte in der Buchsbaumanlage

Bertrand Vernet de Marqueyssac erwirbt 1692 das Anwesen und lässt die Terrassen anlegen. Zwischen 1830 und 1840 lässt Julien Bessière, ein Berufsoffizier, für seine Ausritte die Grosse Allee anlegen und die später umgestaltete Kapelle bauen. 1861 erwirbt der leidenschaftliche Gartenliebhaber Julien de Cerval die Domäne und widmet die letzten 30 Jahre seines Lebens der Verschönerung des Parks.

Der Buchsbaum ist allgegenwärtig in der Parkanlage. Zu allen Jahreszeiten ist das dichte, immergrüne Blattwerk Ausdruck der fortwährenden Dauer und bietet stets einen angenehmen Anblick. Ausserdem verträgt Buchs Schnitt sehr gut und eignet sich sehr gut zur Verwirklichung komplexer, pflanzlicher Formen.

Der Garten muss zweimal jährlich geschnitten werden. Der Schnitt der 150’000Buchsbäume wird von Hand getätigt und es sind fünf Gärtner das ganze Jahr fest angestellt.

Diese Bogenallee leuchtet abends im Kerzenschein

Das kleine Schloss ist in Anbetracht der Buchsbaumskulpturen beinahe bedeutungslos

Schloss Castelnaud in Castelnaud-la-Chapelle

Im 13. Jahrhundert wird die Burg wiedererichtet und ihr Platz gehört weiterhin zu den mächtigsten im Périgord. Es besteht eine gewisse Rivalität mit dem nahe gelegenen Beynac.

Das Schloss Castelnaud ist von Weitem sichtbar

Es gibt noch einige Gegenstände und Einrichtungen zu bestaunen

Die Sicht vom Schloss auf die Dordogne ist herrlich

Am Abend sahen wir einige Heissluftballone über den Campingplatz schweben. Es gibt verschiedene Veranstalter, welche abends Heissluftballonfahrten für Touristen anbieten.

Schloss Beynac

Dieses Schloss thront exponiert auf einem Felsen. Unterhalb liegt das kleine Dorf Beynac-et-Cazenac. Vom Dorf führt ein steiler Fussweg zum Schloss. Bei einer Hitze von über 30 Grad war das Zurücklegen dieses Weges ein schweisstreibender Kraftakt.

Beynac-et-Carzenac mit dem Schloss Beynac ist von Weitem ein imposanter Anblick

Das Schloss Beynac thront über dem pittoresken Ort Beynac-et-Cazenac

Im Hof des Schlosses

Rittersaal

Kleine Kapelle mit Freskenmalereien (nicht zugänglich)

Mit einem in allen Sprachen verfügbaren Audioguide wird der Rundgang gut erklärt

Küche

Architektonisch harmonisch gestalteter Vorhof

Blick vom Schloss auf die Dordogne

Domme, mit herrlicher Aussichtsterrasse auf das Dordognetal

Die Wetterprognosen waren miserabel, umso mehr waren wir angenehm überrascht, dass es wenigstens trocken blieb und wir mit den Velos ins nahe gelegene Domme fahren konnten. Die letzten 1,5 km zum Dorf hinauf sind recht steil, aber mit E-Bikes problemlos zu bewältigen. Domme gehört auch, wie so manch anderer Ort zu den schönsten Dörfern Frankreichs.

Das mächtige Eingangstor «Porte des Tours» aus dem 18. Jhdt.

An der Grand’Rue gibt es viele schöne Läden und die Strasse führt direkt zur Aussichtsterrasse hinauf

Wie im Périgord an allen Ecken anzutreffen: Foie gras-Produkte, Weine, Schnäpse und Speiseöle, sowie Baumnuss-Spezialitäten

Wir besuchten das Hutspezialgeschäft und schlussendlich erstand ich mir eine neue Kopfbedeckung – chic, oder?

In Domme gibt es auch eine sehenswerte Grotte zu besichtigen

Rathaus und Kirche

Die Kirche hat eine besondere Ausstattung

Die Aussicht von der Terrasse ist wirklich einmalig

Rocamadour

Das Dorf Rocamadour, hängend an seinen Kalkfelsen, überragt majestätisch den Cañon des Alzou. Der Ort ist berühmt für seine Wallfahrtskirche und seine Heiligtümer, besonders für seine Schwarze Madonna. Rocamadour zieht jedes Jahr unzählige Besucher und Pilger an. Das Dorf ist die zweitmeistbesuchte Stätte Frankreichs, nach dem Mont Saint-Michel. Nach dem Hinaufgehen der 216 Treppenstufen des «Grand Escalier» die zum Vorplatz der Kirchen führen, entdecken die Besucher die sieben Heiligtümer von Rocamadour. Wer es bequemer mag, nimmt die beiden Lifte, die zur Kirche, bzw. hinauf zum Chàteau führen.

Rocamadour

Das Chàteau thront oberhalb des Dorfes

Blick zurück nach L’Hospitalet, wo auch der Campingplatz «Le Paradis Du Camper» liegt

«Les Escalier», 216 Treppenstufen zur Kirche

Kirchenvorplatz – alles direkt an die Felsmauer gebaut

Die berühmte Schwarze Madonna

Blick vom Dorf zur Kirche hoch

Die Dorfgasse mit vielen Souvenierläden und Restaurants

Grotte des Carbonnières

Besuch der etwa 8 km entfernten Grotte. Wir fuhren mit den Velos über Land und unverhofft zeigte uns ein Schild zur Grotte (unscheinbar). Neben dem Eingang zur Grotte gibt es einen Dinosaurier-Park.

Zum Grotteneingang führt ein schöner, kurzer Spazierweg, gesäumt von Hinweisschildern und Saurierskulpturen.

Ein Mégalosaurier, begleitet von T-Rex-Sauriern (die Saurier bewegen sich und geben Laute von sich)

Der mächtige Diplodocus-Saurier

Und noch ein Brachiosaurus zum Schluss

Die Grotte kann man alleine oder unter Führung besuchen. Der Rundgang dauert etwa 45 Minuten und die Grotte ist wirklich sehenswert.

Und zum Schluss wurde die Grotte noch illuminert