Tour 5: Italien

Die fünfte grosse Tour erlebten wir vom 21. April bis 4. Juli 2018 durch das wunderbare Reiseland Italien. Bei herrlichem Frühsommerwetter sahen wir wunderschöne Landschaften, konnten bereits im April im Meer baden und wir genossen das feine Essen und die italienische Kultur.

Unsere Route:

Wil – Gotthard – Locarno – Cannobio – Verbania – Genua – Rapallo – Portofino –  Levanto – Cinque Terre – Livorno – San Gimignano – Montalcino – Cipressi di San Quirico d'Orcia – Pienza – Montepulciano – Chianciano Terme – Castiglione del Lago –  Perugia – Assisi – Orvieto – Bolsena – Pitigliano  – Saturnia – Rom – Neapel  – Pompei – Sorrento – Insel Capri – Vesuv – Massa Lubrense – Marina del Cantone – Positano – Amalfi – Salerno – Paestum – Potenza – Matera – Alberobello – Ostuni – Vieste – Ancona – San Marino – Rimini – Ravenna – Lido di Spina – Po-Delta – Iseo (Lago di Iseo) – San Bernardino – Wil 

Reisedauer:  total 11 Wochen

zurückgelegte Strecke:  5'650 km

 

Reisestart:  7. April 2018

Die Frühjahrs-Schulferien beginnen mit diesem Datum und somit starten wir zusammen mit Martins Familie für 2 Wochen nach Sardinien.

Überfahrt von Livorno nach Golfo Aranci mit der Nachtfähre. Abfahrt in Livorno: 21 Uhr – Ankunft in Golfo Aranci: 08 Uhr

Nach der Ankunft am frühen Morgen fahren wir der Ostküste entlang nach Cala Gonone. Die Reise führt über unzählige Kurven und Hügel – teilweise bei Nebel und herbstlich anmutender Witterung – unserem ersten Etappenziel entgegen. Kurz vor unserem Ziel stehen wir vor einer Strassensperre: Heute findet ein lokales Autorennen statt! – Was nun? – Mitten im sardischen Hügelland bleibt uns nur eine lange, kurvige Weiterfahrt übrig. Unser nächstes erklärtes Ziel: Arbatax

Auf dem Campingplatz Telis in Arbatax: Ausblick von unserem Stellplatz

Unsere Enkelinnen spielen liebend gerne UNO

Die bekannten roten Felsen von Arbatax

Die Felsen animieren Martin, Alina und Luana zum Klettern

Am folgenden Tag unternahmen wir einen Ausflug nach Lanusai – Gairo – Ulassai – Jerzu – Arbatax

Gairo: unten das verlassene Dorf Gairo Vecchio und oben das neue Gairo

Ulassai

Die sardischen Orte sind teilweise spektakulär in die Hügellandschaft gebaut. Die Durchfahrt durch die engen Gassen sind mit einem Wohnmobil sehr anspruchsvoll und können schon Schweisstropfen auf der Stirn verursachen.

Auf Sardinien gibt es auch viele Grotten. Eine der grössten, die Grotte «Su Marmuri» in Ulassai haben wir besucht.

Eingang zur Grotte «Su Marmuri»

Die Tropfsteinhöhle imponiert durch ihre Grösse: über 850 m lang und bis zu 70 m hoch

Typische Hügellandschaft auf Sardinien

Reiseabbruch: Bedingt durch einen Todesfall in der Familie mussten wir unsere Reise abbrechen und fuhren am 10./11. April nach Hause.

 

Neustart:

Am Sonntag, 22. April starteten wir unsere Italienreise erneut. Bei schönem Frühlingswetter fuhren wir über die Gotthardroute (durch den Tunnel, da der Pass noch gesperrt war) nach Locarno und entlang dem Lago Maggiore bis nach Cannobio. Direkt am See gibt es hier einige schöne Campingplätze. Wir entschieden uns für den Camping Campagna und stellten unser Womo auf einen schönen Platz mit Seeblick. Da am Sonntag in Cannobio jeweils Markt ist, spazierten wir ins Dorf und schlenderten den vielen Marktständen entlang – wir hatten noch selten einen so schönen Markt gesehen. Den Tag liessen wir bei einem feinen Essen im Campingrestaurant ausklingen.

Am Montag fuhren wir 25 km weiter nach Verbania auf den gemeindeeigenen Stellplatz mitten im Ort. Mit den Fahrrädern radelten wir zum heutigen Tagesziel, den Gärten der Villa Taranto.

Die wunderschöne Parkanlage präsentierte sich in voller Pracht: die Tulpen standen noch in voller Blüte, ebenso die Azaleen und viele blühende Bäume – die Narzissen und Kamelien waren bereits verblüht.

Im Park blühen die Bäume und auf den entfernten Berggipfeln liegt noch Schnee

Blick vom Park auf Verbania

Am Abend begann es zu regnen und wir verbrachten eine ruhige Nacht auf dem Stellplatz. Nach dem Frühstück fuhren wir Richtung Genua weiter. Wie am Sonntag herrschte auch heute wenig Verkehr und so kamen wir zügig voran. Unser heutiges Ziel: Camping Miraflores in Rapallo.

Ligurien

Bei unserer Ankunft in Rapallo waren nur wenige Stellplätze belegt, die gegen Abend jedoch gut gebucht wurden. Ins Zentrum ist es mit dem Fahrrad nicht weit, aber nicht ohne, bei diesen italienischen Verkehrsverhältnissen.

Rapallo: Strandpromenade mit Burg

Am Folgetag lösten wir Schiffstickets nach Santa Margherita und Portofino. Es herrschte wechselhaftes Wetter – einmal bewölkt, dann wieder beinahe sommerlich heiss und schön.

Der rege Schiffsverkehr brachte viele Leute nach Portofino – kaum auszudenken, was hier in der Hochsaison los ist! Der wunderschön gelegene Ort hat sich vom Fischerdorf zur Tourismushochburg entwickelt – Restaurants und Boutiquen en Masse. Die Preise sind entsprechend hoch.

 

Wir verlassen Rapallo mit dem Schiff

Zwischenhalt in Santa Margherita mit der imposanten Kirche Di S. Giacomo

Portofino

Esther getraut sich zu einem Meer-Fussbad in Rapallo

 

Cinque Terre

Zur Erkundung der Cinque Terre wählen wir den Campingplatz www.campingacquadolce.com in Levanto. Dieser Platz ist landschaftlich wunderschön – aber stark terrassiert und für grosse Fahrzeuge eher nicht geeignet – und direkt im Zentrum von Levanto gelegen. Bahn und Schiff sind gut erreichbar und die Cinque Terre Dörfer ausgezeichnet an den öffentlichen Verkehr angebunden. Auch für Wanderer ist das Gebiet gut zu erkunden – mit der Bahn kann man den Ausgangspunkt nach Belieben wählen.

Fünf malerische, verträumte Dörfer (Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore) an der ligurischen Küste bilden die Cinque Terre, welche zum UNESCO-Kulturerbe ernannt wurde. Uralte Pfade führen hoch über dem Meer durch Weinberge und Olivenhaine von einem Dorf zum anderen. Sie bieten oberhalb eindrücklicher Steilhänge eine grossartige Aussicht auf die ligurische Küste und das Meer. Die Cinque Terre bildet eine der schönsten Landschaften Italiens, welche leider auch Massen von Touristen anzieht – wir erlebten im April unglaubliche Menschenmassen, welche sich auf Schiffe drängten und durch die den engen Gassen der Dörfer wälzten.

Anfahrt nach Riomaggiore: Hektik bricht auf dem Schiff aus, die Smartphones werden gezückt

Riomaggiore

Die einzelnen Dörfer sind mit schönen Wanderwegen verbunden

Manarola konnte wegen Bauarbeiten leider nicht mit dem Schiff angefahren werden

Corniglia im Vordergrund

Vernazza

Monterosso

Am Strand von Monterosso herrschte bereits im April reger Badebetrieb

Heute war ein Badetag in Bonassola angesagt. Mit unseren Velos pedalten wir zum 6 km entfernten Ort mit seinen vielen Badebuchten. Die Strecke erwies sich als sehr steil und vom Kulminationspunkt nach 3 km führten viele steile Serpentinen hinab zum Ort (ohne E-Bikes eine schweisstreibende Angelegenheit). Im kleinen Ort genossen wir zuerst einen Kaffee und dann suchten wir uns ein Plätzchen am grossen Badestrand direkt im Ortszentrum. An diesem Samstag war wohl die ganze Einwohnerschaft von Bonassola am Strand und dies Ende April!

Als wir so am Strand lagen, wunderten wir uns ab dem regen Fussgängerbetrieb durch den einige hundert Meter entfernten Tunnel – wo kamen denn all diese Leute her?

Als wir zum Heimweg aufbrachen fuhren wir durch diesen Tunnel und siehe da: es gibt einen wunderschönen, kurzen und ebenen Fussgänger- und Fahrradweg durch einige Tunnels der Küste entlang von Bonassola nach Levanto (so kann man sich die anstrengende Fahrt über den Berg ersparen).

In Levanto angekommen genossen wir noch einen Apéro in einer der vielen Strassenbars und schauten dem regen Treiben auf der Strasse und im Park zu.

Unser Fazit zur Cinque Terre: wunderschöne Gegend, aber bereits im April touristisch überlaufen – wir waren erstaunt, ab den Massen von Leuten.

 

Toskana

Nach drei schönen Tagen in der Cinque Terre (Ligurien) verliessen wir Levanto und fuhren weiter in die Toskana nach San Gimignano. Hier gibt es einen grossen Stellplatz und einen Camping www.boschettodipiemma.it – wir entschieden uns für letzteren (beide sind etwa 2 km von San Gimignano entfernt). Mit Roller oder E-Bikes kein Problem, die hügelige Strecke zu bewältigen.

Herrlicher Blick vom Camping Boschetto di Piemma nach San Gimignano

San Gimignano mit seinen berühmten Geschlechtertürmen

Wunderbare Spezialitäten, wie Proschutto, Salami, Wein und Käse werden feil geboten

Das von Kanada hergereiste Canterbury High School Orchester und dessen Chor gaben ein Konzert mitten in San Gimignano

Das Konzert lockte die Touristen zusätzlich an

Wir sind es zwischenzeitlich gewohnt: immer wieder viele Leute an den Hotspots

Blick in die Hügellandschaft der Toskana

Weinstöcke, Olivenbäume und Zypressen prägen die Landschaft

Hinweis: Da wir bereits mehrmals die Toskana bereisten, haben wir die kulturellen Höhepunkte, wie z.B. Pisa, Lucca, Volterra, Florenz, Siena usw. nicht mehr besucht.

Am 1. Mai verliessen wir San Gimignano bei sehr kühler Witterung, nach den warmen, sommerlichen Tagen. Über Siena erreichten wir das schön gelegene Montalcino – Zentrum des Brunello-Weines. In der Altstadt war wenig los, nur Vinotheken hatten ein wenig Betrieb. Nach dem Stadtbummel fuhren wir weiter nach San Qurico d’Orcia. Hier steht mitten im Feld die wohl meistfotografierte Zypressengruppe Italiens, was sich sogleich an den wenigen, überfüllten Parkplätzen und im Feld pirschender Fotografen zeigte. Ab hier begann es auch zu regnen und in Pienza hatten wir bezüglich Parkmöglichkeit wiederum keine Chance. So fuhren wir weiter nach Montepulciano und da erwartete uns das totale Chaos: 1. Mai und gleichzeitig Markt! Viele Zufahrtsstrassen waren gesperrt; entlang den Strassen Kolonnen parkierter Autos, der städtische Stellplatz für 50 Wohnmobile mit Jahrmarktbuden überstellt und an eine Parkmöglichkeit für unser Womo nicht zu denken. So ging es notgedrungen weiter bis Chianciano Terme, wo es neben der Terme einen Stellplatz geben soll. Im Ort angelangt ging die Suche los, da es verschiedene Termen gibt und die im Führer angegebene Adresse nicht zu finden war. Schlussendlich wurden wir fündig und parkierten neben einigen anderen Wohnmobilisten auf dem etwas heruntergekommenen Platz. Am Abend wollten wir in einem Restaurant in der Nähe unseres Stellplatzes Essen gehen. Es gab ein einziges Restaurant, welches erst um 19.30 Uhr öffnete und viele, teilweise beinahe verfallene und geschlossene Hotels aus besseren Zeiten, als Badekuren noch salonfähig waren.

Das schön gelegene Montalcino – Zentrum des Brunello-Weines

Altstadtzentrum Montalcino

Eine Auswahl köstlicher Brunellos

Schöner Blick durch eine Altstadtgasse

In der letzten Nacht regnete es häufig und die Temperaturen wurden sehr kühl. Nach der morgendlichen Dusche und dem Frühstück im geheizten Wohmo verliessen wir Chianciano Terme Richtung Lago di Trasimeno (zwischen Montepulciano und Perugia). In Castiglione del Lago fanden wir auf dem Camping Listro www.listro.it einen schönen Platz für eine Nacht. Leider war das Wetter bewölkt und teilweise regnerisch und kühl. Mit den Fahrrädern pedalten wir zu schönen Altstadt auf dem Hügel und genossen das Mittagessen in einem schönen Garten-Ristorante.

Unsere frechen Zaungäste beim Mittagessen

Zwischen Chianciano Terme und Castiglione del Lago sahen wir viel blühenden Mohn

Altstadt von Castigliano del Lago

Die beeindruckende Kuppel und der schöne Innenraum der Kirche S.M.Maddalena von Castigliano del Lago

In den Altstadtgassen von Castiglione del Lago

Hier werden die Suppenbohnen noch offen angeboten

Esthers Lieblingsbaum

Mit einem besonders schön hergerichteten Fiat Cinquecento wird das Brautpaar vorgefahren

Der Lago di Trasimeno zeigte sich uns leider nicht von der schönsten Seite

 

Umbrien

Am 3. Mai verliessen wir die Toskana bei wiederum kühlem und windigem Wetter. Unser Womo stellten wir auf dem grossen Stellplatz in Perugia ab und fuhren mit dem Bus zur Piazza d’Italia mitten in die Altstadt.Leider war der heutige Tag sehr regnerisch, so dass wir Perugia mit Regenjacke und Schirm erkundeten.

Schöner Blick auf die Altstadt von Perugia

Das Zentrum von Perugia bildet die Piazza IV Novembre mit dem Palazzo dei Priori

 

Assisi

Nach einer unruhigen Nacht auf dem von Verkehrslärm geprägten Stellplatz in Perugia empfängt uns ein stark bewölkter und regnerischer Tag. Nach dem Frühstück fahren wir ins 30 km entfernte Assis über Autobahnen, die nur so von Schlaglöchern übersäht sind. Ein wunderschöner Blick auf Assisi mit der Basilica di San Francesco, welche das Stadtbild prägt.

Assisi, welches auf Terrassen des Monte Subasio angelegt ist

Es führen einige Serpentinen zur Stadt hinauf – unser Campingplatz Fontemaggio www.fontemaggio.it liegt zuoberst auf der Kuppe und unser Womo kommt recht ins Schnaufen und in den engsten Kehren an die Grenzen des Vorderradantriebes. Der Camping ist sehr idyllisch und erstaunlicherweise kaum belegt.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, fuhren wir mit den Velos etwa 1,5 km bis zum obersten Stadttor und schlenderten durch die sehr schöne Altstadt, welche durch 10 Kirchen mit teilweise imposanten Ausmassen geprägt ist.

Cattedrale di San Rufo – hier versammelten sich gerade Trommler für ein Fest

Blick auf die Burg Rocca Maggiore

Dem Heilige Francesco – diese Statue steht in der Cattedrale di San Rufo – verdankt die Stadt seine Berühmtheit

Innenraum der Cattedrale di San Rufo

Beim Altstadtbummel entdeckten wir nebst unzähligen Souvenirläden auch einiges für den Gaumen.

Süssigkeiten gelten ebenfalls als italienische Spezialitäten (bis anhin hatten wir diesen widerstanden)

Auf dem Weg zur Basilica di San Francesco begegneten wir riesigen Menschenmassen, wie z.B. musizierende, singende und anbetende Gruppen aus Asien, US-Amerikanern und Lateinamerikanern.

Blick auf die Basilica di San Francesco

Blick in den Innenraum der Oberkirche der Basilica di San Francesco

In der Unterkirche der Basilica di San Francesco

Basilica di Santa Chiara

Blick von der Terrasse bei der Basilica di Santa Chiara auf die Altstadt von Asssisi

Der Frühling ist eine wunderbare Jahreszeit!

Basilica di S. Maria degli Angeli (in der Ebene, kurz vor Assisi)

Nach zwei interessanten Tagen in Assisi fuhren wir bei herbstlichem Nebel (im Frühling) Richtung Orvieto. Leider sahen wir von der Landschaft bei diesem Wetter nicht viel. In Orvieto stellten wir unser Womo auf dem grosszügigen und gut eingerichteten Stellplatz direkt neben der Funicolare-Station ab. So war die Altstadt sehr bequem zu erreichen – einziger Nachteil: es donnern viele Intercitys nach Rom am Platz vorbei. In der Altstadt gibt es unzählige Sehenswürdigkeiten zu bestaunen, die imposanteste ist der Dom. Dieser gilt als eines der schönsten gotischen Gotteshäuser Italiens – es wurde über 500 Jahre daran gebaut. Die Stadt steht auf einem Tuffstein-Block und dieser poröse Stein war relativ einfach zu bearbeiten. So entstand bereits durch die Etrusker ein weitverzweigtes Labyrinth, welches immer weiter ausgebaut wurde und noch teilweise besichtigt werden kann. Ursprünglich wurde so Wasservorrat gespeichert und Keramik gebrannt; ebenso dienten diese Hohlräume zur Verteidigung und Sicherheit. Später wurde in grossen Mengen Pozzolan abgebaut, welches eine gute Grundlage für eine Art Zement bildete.

Die wunderbare Fassade des Doms von Orvieto

Der mächtige Dom

Filigrane Details der Fassade

Das Innere des Doms imponiert durch seine Dimensionen

Der relativ schlichte Innenraum besticht durch seine Malereien

Vom Torre del Moro herab wirken die Dimensionen des Doms noch gigantischer

Im Untergrund der Stadt gibt es ein weitverzweigtes Höhlenwerk zu bestaunen

Blick in das Gangsystem (es durfte maximal 3 m hoch gegraben werden, sonst stürzten die Tuffstein-Gänge ein)

Hier wurde in Frühzeiten Keramik gebrannt

Toskana (wiederum)

Obwohl der Stellplatz von Orvieto zwischen zwei stark befahrenen Bahnlinien liegt verbrachten wir eine sehr ruhige Nacht. Am Morgen hatten wir blauen Himmel und es versprach ein schöner Tag zu werden. Über gute Strassen erreichten wir Pitigliano, ein pittoreskes Städtchen in der Toskana. Dieser Ort ist, wie Orvieto, auf Tuffstein gebaut – es wirkt hier jedoch alles kleinräumiger, enger und verschachtelter. Wir bummelten durch die verschlafen wirkende Altstadt und fuhren nach einem Cappuccino weiter nach Saturnia. Auf dem grosszügigen Stellplatz unweit der Schwefelquellen waren wir rasch eingerichtet und genossen das Dolcefarniente. Wir wollten später noch zum Baden zu den Quellen fahren, was ein langanhaltendes Gewitter dann jedoch verhinderte. Mit Spielen und Lesen im Womo verbrachten wir den restlichen Tag.

Das sehenswerte Toskana-Städtchen Pitigliano – ganz auf Tuffstein gebaut

In den engen Gassen von Pitigliano wirkt der Tuffstein feucht und modrig

Zwei Täubchen geniessen die Ruhe

Sieht aus wie eine genmanipulierte Riesen-Zitrone

Die Schwefelquellen von Saturnia

Cascate del Mulino – die etwa 27 Grad warmen Schwefelquellen haben freien Zutritt und locken entsprechend Badende an

Auch wir genossen ein ausgiebiges Bad, bis sich das nächste Gewitter ankündigte

 

 

Rom (Latium)

Über die Auffahrt verbrachten wir fünf Tage in der Ewigen Stadt. Wir logierten auf dem Camping Roma www.humancompany.com, welcher über schöne und ruhige Plätze und gute Sanitäranlagen verfügt – die meisten Touristen logieren hier in den über 200 Bungalows. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist leider mässig (Bus und Metro), wobei vor allem die Busverbindungen ohne verbindlichen Fahrplan und langen Wartezeiten funktionieren – mindestens eine Stunde Fahrzeit ins Zentrum muss einkalkuliert werden.

Unsere erste Stadttour: Vatikan-Museum, Petersdom und Engelsburg

Eingang zum Vatikan-Museum: Es wälzten sich Menschenmassen durch das Museum und die Sixtinische Kapelle. Leider musste ich meinen Rucksack deponieren, deshalb gibt es keine Bilder.

Auf dem Petersplatz

Auch die stramme Schweizer Garde war anzutreffen

Im Petersdom

Altar im Petersdom

Beeindruckendes, farbenprächtiges Deckengewölbe

In der Seitenkapelle des Petersdom

Auf der Brücke zur Engelsburg

 

Unsere zweite Stadttour: Kolosseum, Palatino, Forum Romanum, Trevi-Brunnen und Spanische Treppe

Wir haben es geschafft: nach etwa eineinhalb Stunden standen wir vor dem Kolosseum

Kolosseum – im Hintergrund das Forum Romanum

Trotz Tickets in den Händen: Wartezeit im Minimum 1 Stunde zum Eintritt in das Kolosseum

Im Vordergrund Palatino und im Hintergrund das Forum Romanum

Blick durch den Zaun in das Forum Romanum (auch hier gab es enorme Wartezeiten, so dass wir auf den Eintritt verzichteten)

Trevi-Brunnen

An der Spanischen Treppe

 

Unsere dritte Stadttour: Platz Navona, Platz dei Fiori und Pantheon

Berittene Polizei auf dem Weg zum Platz Navona

Blick vom Ponte Umberto zum Petersdom (der Tiber führt trübes Wasser)

Der Neptunbrunnen am Platz Navona

Platz Navona

Markt am Platz dei Fiori

Ein kurioses Mannli sorgt für Unterhaltung

Das optimale Allzweckfahrzeug in Italien (diese jedoch in fraglichem Zustand)

Das Pantheon

 

Die riesige Kuppel als architektonisches Meisterwerk mit offener Öffnung

Die Stadtspaziergänge machten müde, deshalb genossen wir einen wunderbaren, italienischen Apéro mit Begleitmusik!

Der letzte Aufenthaltstag in Rom galt – nach getaner Arbeit: Wäschetag – der Ruhe.

Unser Stellplatz auf dem Camping Roma

 

Kampanien

Nach fünf anstrengenden Tagen verliessen wir das pulsierende Rom Richtung Neapel. Auf dem Stellplatz in Caserta fanden wir rasch einen Platz. Wir luden die Bikes aus und fuhren zum nahen Königspalast der Bourbonen. Der von aussen schlichte Palast verfügt über 1'200 Zimmer – diese wollten wir nicht alle begutachten. So entschieden wir uns, mit den Fahrrädern den riesigen Park abzufahren. Der Park macht vor allem durch seine riesige Grösse Eindruck,

Königspalast in Caserta

Teil der riesigen Parkanlage mit seinen vielen Brunnenskulpturen

Die letzte Kaskade des Wasserlaufs durch die Parkanlage des Königspalastes in Caserta

Nach einer sehr ruhigen Nacht auf dem Stellplatz in Caserta fuhren wir in knapp 30 km nach Neapel. In Mitten der Stadt fuhren wir auf den einfachen Stellplatz Colli Aminei und warteten auf den Bus R4 – in Italien scheint es normal zu sein, dass man einfach bei einer Haltestelle wartet und irgendwann kommt dann vielleicht der richtige Bus (Fahrpläne oder Leitsysteme gibt es einfach nicht). Die Fahrt bis zur Piazza Dante dauert etwa 20 Minuten, die begleitet wird von Hupkonzert und links und rechts überholenden Rollerfahrer. Das Wetter war heute sehr kühl und gewittrig – wir wurden von einigen Platzregen überrascht.

Blick auf Neapel (aufgenommen, in der Nähe der Bushaltestelle Colli Aminei)

Mitten in der Stadt (die Strassenbaustelle scheint schon länger stillgelegt zu sein)

Das Castel Nuovo in der Nähe des Hafens

Typische Innenstadtgasse – hier fahren auch Autos durch

Auf der Piazza Dante

In der Innenstadt von Neapel gibt es eine Gasse, wo vor allem Weihnachtskrippen und die typischen Hörnchen-Glücksbringer angeboten werden

Eine Auswahl Weihnachtskrippen

Ein für Neapel typischer Hörnchen-Glücksbringer (diese gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Grössen)

Hier wird fleissig geschnitzt und gemalt

Der aussen schlichte Dom von Neapel

Innen ist der Dom umso prächtiger

Altar in der Seitenkapelle

Die wunderbare Kuppeldecke in der Seitenkapelle

 

Antikes Pompeji

Nach dem Regentag in Neapel fuhren wir zur nahen Stadt Pompei auf den Campingplatz Zeus www.campingzeus.it, der direkt vor dem Eingang der antiken Ruinenstätte von Pompeji liegt. Mit etwas Geschick sind die eher kleinen Stellplätze zwischen den vielen Orangenbäumen auch mit grösseren Womos gut anzufahren. Da die Stromabsicherung auf dem Stellplatz Colli Aminei so gering war, dass beim Einschalten der Kaffeemaschine jeweils die Sicherung heraussprang, genossen wir in Pompei zuerst einen Kaffee. Nachher liefen wir gemütlich zum Eingang Porta Marina, lösten ein Ticket und waren – trotz sehr vieler Leute – ohne Warten, Mitten in der Ruinenstätte.

Kaum zu glauben, dass im Jahre 79 n. Chr. der über 10 km entfernte Vesuv die Römerstadt mit 7 Meter glühend heisser Lavaasche zudeckte. Seit dem 18. Jahrhundert wurde und wird immer noch in mühseliger Arbeit ausgegraben.

Hier stand einst eine grosse Basilika – die Dimensionen lassen sich anhand der Säulenreste abschätzen

Auf diesem Platz stehen noch einige Tempelsäulen

Die Säulen sind immer noch standfest

Die Hauptstrasse der ehemaligen Siedlung

Die Römer legten Wert auf Schönheit, z.B. auf wunderschöne Mosaikböden

Detail eines Mosaikbodens

Teilweise sind auch noch schöne Fresken erhalten geblieben

Eingangsgewölbe zu einer Badeanstalt und die entsprechenden Bäder

Aus der Ferne: der Verursacher der Katastrophe, der Vesuv

In der neuen, modernen Stadt Pompei gibt es vor allem etwa 2 Millionen Touristen jährlich, welche die Ruinen von Pompeji besuchen und täglich ein unsägliches Verkehrschaos. Eine grosse Attraktion gibt es jedoch: die wunderbare Basilika Santurnio della Madonna. Vor allem das Innere der Basilika lässt staunen: wunderschöne, üppige Malereien und ein harmonisches Gesamtbild beeindrucken.

Im Innern der Basilika Santurnio della Madonna von Pompei kann man sich kaum an den Malereien sattsehen

Heute fuhren wir vom Campingplatz Zeus mit dem EAV-Bus auf den Vesuv. Vom Parkplatz ist noch ein etwa 20minütiger Fussmarsch bis zum Krater zu bewältigen. Wir hatten Wetterglück, so dass wir die herrliche Sicht auf Neapel gerade noch geniessen konnten. Auf dem Kraterrand kann etwa die Hälfte begangen werden und Blicke in den Schlund sind möglich – eindrücklich und unheimlich zugleich. Auf dem Rückmarsch zogen rasch dunkle Nebelschwaden auf und es wurde sehr kühl. Für die nachfolgenden Touristen war das grosses Wetterpech.

Blick vom Vesuv auf Neapel, die drittgrösste Stadt Italiens

Blick nach Süden in Richtung Sorrento

Auf dem Fussmarsch zum Vesuv-Krater

Blick in den Schlund (eine Drohnenaufnahme würde die ganze Dimension besser ermöglichen)

Der Vulkan ist immer noch aktiv – es steigen auch immer wieder Schwaden auf

Der Vesuv-Gipfel

Nach den beiden erlebnisreichen und schönen Tagen in Pompei verlassen wir den Ort Richtung Amalfiküste. Die gut 50 km lange Fahrt führt der Küste entlang über hügelige, enge und kurvenreiche Strassen Richtung Sorrento und Massa Lubrense zum Camping Nettuno www.villaggionettuno.it. Die letzten Kilometer zum Ortsteil Marina del Cantone und die Zufahrt zum Camping sind sehr eng und steil. Wir konnten noch den letzten Stellplatz mit guter Zufahrt belegen – wunderbarer Blick auf das Meer.

 

Bootsfahrt zur Insel Capri

Für den folgenden Tag hatten wir eine Bootsfahrt zur Insel Capri gebucht. Wir staunten nicht schlecht, als wir unser Boot an den Steg anlegen sahen – eine Luxusjacht für 14 Personen empfing uns! Nach der Inselumrundung legten wir in Marina Piccola an und konnten während sechs Stunden die Insel erkunden. Mit dem Bus fuhren wir hoch zur Hauptstadt Capri und marschierten zu den schönsten Punkten der Insel. So genossen wir einen wunderschönen Tag.

Rückblick vom Boot auf den Camping Nettuno (rechts, versteckt neben der Burg)

Anfahrt zur Insel Capri mit vollem Schub

Vor der vielgelobten Blauen Grotte: Umsteigen auf kleine Ruderboote – wir verzichten (grosser Andrang, schlechte Lichtverhältnisse)

Der Leuchtturm auf Capri

Marina Piccola: hier legte unser Boot an

An den Steilhängen von Capri

Beim Bummel durch Capri gab es allerlei zu entdecken

Üppige Vegetation auf der Insel

Aus den Zitronen werden Säfte, z.B. der bekannte Limoncello-Likör angeboten

Im schönen Giardino di Augusto – Keramikplatten, wie auf dieser Bank waren überall anzutreffen

Schöner Ausblick auf dem Marsch zum Arco Naturale

Esther nimmt sich unserem Gepäck an, dass ich noch zum «Grossen Bogen» gehen konnte

Der «Grosse Bogen» im Arco Naturale

Eine weitere der vielen Kalksteinformationen

Warten auf das Mittagessen mit herrlicher Aussicht – ein doppelter Genuss!

Vor der Grünen Grotte

zur Weissen Grotte auf Capri

Auch rote Korallen gab es in einer Grotte zu sehen

Die berühmte Faraglione-Felsformation

Auf der Heimfahrt: Blick zum Vesuv und Sorrento

Kurz vor Marina del Cantone, wo unser schöner Tagesausflug auf die Insel Capri endete

 

Ruhetag auf dem Campingplatz

Schöne Sicht von unserem Stellplatz auf dem Camping Nettuno in Marina del Cantone

Die dazugehörige kleine Badebucht hatten wir am Pfingstsonntag genossen

 

Tagesausflug zur Amalfiküste

Leider war das Wetter am Pfingstmontag nicht mehr so klar und schön, wie am Vortag – trotzdem entschlossen wir uns für eine Bootsfahrt der Amalfiküste entlang.

Anfahrt nach Amalfi

Ausstieg im Hafen von Amalfi – die Häuser scheinen an die Felsen geklebt zu sein

Dom von Amalfi

Zwischen Amalfi und Positano machten wir Halt in der Grotta dello Smeraldo

Positano

In Positano gibt es nur eine Richtung: steil bergwärts! Auf dem Weg entdeckten wir diese stilvolle Terrasse

Auf der Anhöhe entschädigte der schöne Blick auf Positano, den Strand und den Hafen

 

Paestum

Die schönen Pfingsttage auf dem Camping Nettuno in Marina del Cantone waren schnell vorbei. Leider lässt es sich nicht vermeiden, wiederum die gleiche Strecke bis Pompei zurückzufahren, da die Strasse der Amalfiküste entlang für Wohnmobile gesperrt ist. Insbesondere von Marina del Cantone bis Vico Equense ist die Strasse vielfach steil, kurvig, sehr eng und ein Kreuzen von zwei Fahrzeugen schwierig. Vor allem sind für Wohnmobilfahrer die vielen Reisebusse ein Hindernis. Ab Pompei führen die restlichen Kilometer über die Autobahn nach Salerno bis Paestum. Hier fuhren wir zum Camping Dei Pini www.campingvillaggiodeipini.com und fanden rasch einen schönen Platz. Der erste Eindruck war gut und in wenigen Schritten liefen wir zum langen, schönen und noch menschenleeren Sandstrand.

Paestum wird vor allem von Badegästen und Kulturliebhabern besucht. Die Ausgrabungen der ehemaligen griechischen Stadt im 18. Jh. zeigt erstaunlich gut erhaltene Tempel.

Blick auf die beiden besterhaltenen Tempel aus dem 6. Jh.v.Chr. von Paestum

Der Haupttempel von Paestum, der Neptun-Tempel (480–470 v.Chr.)

Auch der älteste Basilica-Tempel (500 v.Chr.) ist noch recht gut erhalten

Und noch der dritte im Bunde, der Ceres-Tempel

Der folgende Tag war ein Regentag – die Laune war allerdings nicht so schlecht, wie auf dem Bild.

Die Gegend um Paestum ist nebst der Kultur und dem Bade-Tourismus der Landwirtschaft gewidmet. Hier wird der in Kampanien so berühmte Büffel-Mozzarella hergestellt. Leider ist die Tierhaltung nicht über alle Zweifel erhaben: die männlichen Tiere sind weitgehend überflüssig, da sie keine Milch produzieren. Die Haltung der Herden ist auch nicht gerade tierfreundlich (siehe Bild).

Stimmungsvoller Strand am Camping dei Pini in Paestum

 

Matera (Basilikata)

Nach fast fünf Wochen fuhren wir durch eine sehr hügelige Landschaft Richtung Kalabrien und verliessen das Tyrrhenische Meer Richtung Adria. Unser Ziel: Matera, die Europäische Kulturhauptstadt 2019. Diese Stadt zeichnet sich durch seine Ursprünglichkeit und deren Sassi (Höhlenbehausungen) aus. Diese Sassi waren von rund 15'000 Menschen bewohnt, welche vor allem als Selbstversorger lebten. Die Familien waren sehr kinderreich und beinahe die Hälfte der Kinder starben durch die hohe Feuchtigkeit in den Behausungen. Diesem Elend griff die italienische Regierung zwischen 1953 – 1968 entgegen, indem sie die Bewohner umsiedelte. Heute sind etwa 70 Prozent dieser ehemaligen Behausungen Staatseigentum. Im Rahmen der UNESCO-Kulturhauptstadt sind nun grössere Restaurierungen im Gange.

Für Matera-Besucher empfiehlt sich der stadtnahe Platz Agriturismo Masseria del Pantaleone (eigenes Restaurant, nur 2 km bis zur Altstadt).

Blick auf Matera

Ein beinahe unübersichtliches Geflecht von Bauten im hügeligen Matera

Blick über die Karstschlucht La Gravina zu den Muriga (ursprüngliche Höhlenbehausungen)

Ältester Teil von Matera mit vielen stillgelegten Sassi

Wir sind hier nicht in Thailand; mit diesen italienischen Tuc-Tuc werden Touristen herumgefahren

Typische Hühner-Tonpfeifen gibt es in unzähligen Versionen (ohne/mit Wasser)

Ehemalige Höhlen-Kirche (die Wandbemalungen sind durch die hohe Feuchtigkeit nicht mehr sichtbar)

Das für Matera typische Brot

Diese Küche war bis 1953 in Betrieb (an und für sich nichts Aussergewöhnliches, wenn sie nicht in einer Höhlenbehausung stünde)

Bettstatt: links das mobile Klo

Die Betten standen hoch, damit unter dem Bett Vorräte Platz fanden oder Hühner liegen konnten. Tiere, wie Maulesel waren ebenfalls Mitbewohner – man stelle sich dies vor mit kinderreichen Familien und einem einzigen kleinen Fenster in einer feuchten Höhlenbehausung

 

Alberobello (Apulien)

Nach Matera zog es uns weiter nach Alberobello, der Trulli-Stadt. Dieser Ort ist geprägt von Hunderten solcher Rundbauten, welche ursprünglich ohne Mörtel, nur durch Aufschichten der Steine gebaut wurden. Heute werden viele dieser für Apulient typischen Bauten zu Touristenzwecken genutzt (Ferienhäuser, Souvenirshops, Restaurants). In der Anhöhe von Alberobello, im Bosco Selva (Waldpark) gibt es einen gleichnamigen, einfachen Campingplatz – sehr naturnah.

Blick auf einen Teil der Trullis im Zentrum von Alberobello

Chiesa di Santi Medici im neueren Zentrum von Alberobello

Das Hauptschiff der Chiesa die Santi Medici (es gibt noch zwei beinahe gleich grosse Seitenschiffe)

Chiesa di Sant’Antonio – Trulli-Kirche

Hauptgasse im Trulli-Zentrum

Es gibt unglaublich viele, solche schöne Trulli-Kompositionen

Auf den Dächern werden oft mit Kalkmilch Zeichen zum Schutz von bösen Mächten aufgetragen

Trullo Sovrano: ein altes, zweistöckiges Trulli

Ursprüngliche Trulli (ohne weissen Kalk)

Diese Frau formt die für Apulien so typischen Orecchiette (Öhrchen-Teigwaren)

 

Ostuni

Auf der Weiterfahrt von Alberobello nach Ostuni sahen wir unzählige Trullis und Olivenhaine. In Ostuni – der «weissen» Stadt – machten wir einen Halt und schlenderten durch die engen Gassen zur Kathedrale. Nach diesem Zwischenhalt fuhren wir an die Küste von Ostuni zum Camping Il Pilone. Dieser Platz war eine Enttäuschung – er ist geprägt von ineinandergeschachtelten Dauercamperplätzen.

Ostuni

In Ostuni gibt es viele solche engen Gassen

Prachtsexemplare von Olivenbäumen, die viel Arbeit verursachen und wenig Ertrag bringen

Blühender Feigenkaktus

 

Vieste (Gargano, Apulien)

Trotz Buchung von drei Nächten verliessen wir den Camping Il Pilone in Ostuni nach einer Nacht wieder und fuhren weiter bis Vieste (Gargano). Die Fahrt war geprägt durch das Überwinden einiger Hügelzüge, d.h. wieder enge kurvige Strecken hinauf und hinunter mit schönem Blick auf das Meer. Vor Vieste sahen wir schöne Felsformationen im Meer und lange Sandstrände – Strand an Strand; hier muss in der Hochsaison wohl viel Betrieb sein.

Der schöne Arco di San Felice bei Vieste

Unsere Badebucht auf dem Camping Punta Lunga www.puntalunga.it/de in Vieste

Sehr schöner Campingplatz mit ausgezeichneter Infrastruktur, wunderschönen und ruhigen Stellplätzen mit toller Sicht nach Vieste.

Mit dieser aufwendigen Einrichtung, dem sogenannten Trabucco, wird mit grossen Netzen Fischfang betrieben (v.a. in Apulien und den Abruzzen)

Apéro nach italienischer Art – Verwöhnung durch reichhaltiges Gebäck

Das Gegenteil von unserem Camping – auf der gegenüberliegenden Seite von Vieste (kilometerlanger Sandstrand)

Wunderbarer Sonnenaufgang in Vieste (Sonntag, 3. Juni, 05.26 Uhr)

Imposanter Kalksteinfelsen vor Vieste

Vieste steht auf einem Kalksteinhügel (wie die beiden Aufnahmen zeigen, kann das Wetter innert Minuten umschlagen)

Auch beim Eindunkeln bietet Vieste einen hübschen Anblick

Der Gargano an Italiens Stiefelabsatz ist eine landschaftlich reizvolle Gegend, welche den Touristen für jeden Geschmack grosse Attraktivität bietet, sei es beim Wandern in den Naturparks, beim Baden an den wunderbaren Sandstränden, beim Windsurfen (der Wind bläst vielfach recht stark) oder Wassersport jeglicher Art. Zudem bieten die hübschen Orte auch Kulturelles oder Geschichtliches zu erfahren und nicht zuletzt die kulinarischen Genüsse. Besonders reizvoll sind Bootstouren zu den Termiti-Inseln oder der Küste von Vieste entlang, die vielen Grotten zu entdecken.

Der Küstenstreifen südlich von Vieste mit seinen unzähligen Grotten

Auf unserer Bootstour sahen wir über ein Dutzend Grotten. Einige davon, wie diese hier, wurden mit dem Boot befahren – hier reichte die Öffnung ganz knapp!

Eine weitere Grotte – diesesmal der Blick von Innen nach Aussen

In dieser Grotte war das Lichtspiel besonders schön

Während der dreistündigen Bootsfahrt von Vieste bis Baia delle Zagare bieten sich unglaublich viele, schöne Kalksteinformationen an

 

Molise

Molise ist die zweitkleinste Region nach dem Aostatal. Wir haben diese Region auf der Autobahn, als wir Vieste verliessen durchfahren. Trémoli wäre wahrscheinlich einen Halt wert gewesen – von hier verkehren Schiffe nach den Termiti-Inseln.

 

Abruzzen

Der Wetterbericht sagte für den heutigen Tag Bewölkung und Regen vor, so dass wir nach einer Woche den Camping Punta Luna in Vieste verliessen und weiter Richtung Pescara fuhren. Der Tag zeigte sich – entgegen der Prognose – von seiner schönsten Seite. Nach dem Studium des Campingführers entschieden wir uns für den Camping Stork www.storkcampingvillage.com in Cologna Spiaggia bei Roseto, nördlich von Pescara. Dieser Platz war das pure Gegenteil vom letzten Platz – viel Betrieb und Animation bis gegen Mitternacht. Der Platz an und für sich ist sehr schön, ebenso der Strand – unser WoMo stand in der ersten Reihe, nur von einem kleinen Damm vom Strand getrennt.

Standplatz in der vordersten Reihe auf dem Camping Stork

Blick vom Fischerhafen in Gulianova (Nachbarort von Cologna Spiaggia) Richtung Strand von Roseto

In Reih und Glied stehen sie, die Fischerboote für den Muschelfang

Einlauf eines Fischerbootes mit seiner reichen Beute am späten Nachmittag

Darunter war auch ein Prachtskerl von einem Fisch

Die reiche Beute wurde in Styroporboxen ausgeladen, gewässert, mit Eis bedeckt, gestapelt und in den Kühlwagen geladen – natürlich beobachtet von Zuschauern und interessierten Privatkäufern

In den Abruzzen gäbe es noch viel zu sehen, zum Beispiel das Bergmassiv Gran Sasso oder L’Aquila, die im 2009 vom grossen Erdbeben stark verschüttete Hauptstadt der Abruzzen. Wir beschlossen jedoch, die über 100 km lange Fahrt durchs Gebirge und wieder zurück zu meiden.

 

Marken

Für die Marche gilt das Gleiche, wie für die Abruzzen – wir waren nur durchgefahren. Die bekannte Hafenstadt Ancona haben wir rechts liegen gelassen, ebenso wie die sehr sehenswerte Grotte Frasassi von Genga, unweit von Ancona. Diese Grotte wurde erst 1971 entdeckt und sie gehört zu den Schönsten von ganz Italien. Auf der Autobahn, welche der Küste entlang führt, hatten wir wunderbare Blicke auf das türkisblaue Meer. Die hügelige Landschaft der Marche war ebenso reizvoll, vor allem auch, die auf den Hügeln liegenden Ortschaften gaben ein zauberhaftes Bild ab.

 

San Marino

Etwa 20 km von Rimini entfernt liegt der Kleinstaat San Marino mit der gleichnamigen Stadt. Wir verbrachten zwei Nächte auf dem einzigen Camping von San Marino www.centrovacanzesanmarino.com. Vom Camping führt eine Buslinie direkt in die Altstadt von San Marino. Die Stadt liegt wunderbar auf einem Hügelzug und zieht sehr viele Touristen an.

Öffentlicher Palast in der Altstadt von San Marino

Die Basilika des Heiligen Marinus

Der wunderschöne Innenraum der Basilika – mit der prächtigen Stuckdecke

Cesta o Fratta – Zweiter Turm

Rocca o Guaita – Erster Turm, mit Blick auf die Hügellandschaft zur Emilia-Romagna

Was sich am Vortag bereits angekündigt hatte, wurde am nächsten Tag Tatsache: Temperatursturz um 20 Grad, starke Bewölkung und Regen, wie Ende Oktober. Trotzdem fuhren wir nochmals mit dem Bus vom Camping zur Altstadt von San Marino. Wir bummelten in der Stadt, sahen uns die vielen Auslagen von Parfümerie, Lederwaren, Alkoholika sowie Waffenarsenalen an und marschierten von Turm zu Turm. Kaum vorstellbar, welche grandiose Sicht in die Hügellandschaft und zur Adria bei schönem Wetter möglich wäre.

Vor dem dritten Turm: Die letzten blauen Flecken am Himmel für heute, dann zogen Regenwolken und Nebelschwaden auf

Der Nebel verbarg die Sicht in die schöne Landschaft

Ein kurzer lichter Moment erlaubte noch eine letzte Aufnahme vom zweiten Turm

 

Rimini (Emilia-Romagna)

Nach zwei Tagen – bei leider schlechter Witterung – in San Marino fuhren wir zum 20 km entfernten Rimini. Wir machten einen Stadtbummel und stellten schnell fest, dass diese Stadt eher untypisch für Italien eine sehr fahrradfreundliche Stadt ist. Es gibt viele schöne Parks und ausgezeichnete Fahrradwege ausserhalb und innerhalb der Stadt. Das Zentrum zeigt sich überraschend von einer charmanten Seite mit einigen sehenswerten Zeitzeugen.

Arco d’Augusto (dieser ist nur 300 m vom grossen Rimini Parking entfernt)

Piazza Tre Martiri – Hauptplatz im Zentrum

Piazza Cavour

Ponte di Tiberio

Das Castel Sismondo

Durch die heutige grosse Hitze liessen wir den Bummel zum Meer sein und fuhren weiter zum Happy Camping www.happycamping.it im 15 km entfernten Bellaria. Der Platz bietet alle Annehmlichkeiten und ist nicht allzu gross. Eine Enttäuschung für uns war jedoch der Strand – hunderte von Sonnenschirmen und Liegestühlen in Reih und Glied, so wie im bekannteren Rimini. Es gibt keine freien Strandabschnitte, nur kilometerlange Sonnenschirmkolonnen – das gefiel uns nicht.

Unser Strandabschnitt beim Happy Camping – da waren wir nicht so happy

 

Am dritten Tag in Bellaria entschieden wir uns, einen neuen Campingplatz zu suchen, wo es auch zu einem freien Badestrand Zugang gibt – diese Art von Badeurlaub, wie sie in Rimini und Umgebung geboten wird, entspricht gar nicht unseren Bedürfnissen.

Nach etwa 50 km Fahrt in nördliche Richtung erreichten wir Marina di Ravenna. Da es Sonntag war, sahen wir kilometerlange Kolonnen von parkierten Autos und Rollern der Strasse entlang – offensichtlich suchten alle das Wasser. Am Camping Piomboni https://www.campingpiomboni.it/de/ wurden wir äusserst freundlich empfangen und herumgeführt. Wir erhielten einen schönen Platz und richteten uns ein.

Eingang zum 3 Sterne-Camping Piomboni im schönen Pinienwald

Die Stellplätze sind schön schattig und grosszügig

Abends einen Blick zum Himmel im Mondschein durch die Baumwipfel im Pinienwald 

Beim ersten Strandspaziergang waren wir überrascht, wie viele Muscheln herumlagen

Der Yachthafen von Marina di Ravenna

Hier wurde ein Frachter vom Hafen von Ravenna aufs offene Meer begleitet ,,,

... während dieser Frachter in den Hafen einläuft

... und dieses Ungetüm mit Schleppern (vorne und hinten angeseilt) zum Hafen gezogen wurde – es war viel Betrieb!

 

Ravenna

Ein Besuch der wunderbaren byzantinischen Kunststadt (UNESCO Weltkulturerbe) lohnt sich sehr. Die Stadt ist übersichtlich und die grossen Sehenswürdigkeiten können gut zu Fuss erreicht werden.

Ravenna kann vom Campingplatz (Haltestelle direkt beim Eingang) mit dem Bus sehr komfortabel erreicht werden (ca. 8 km).

Für Familien liegt der Vergnügungspark Mirabilandia www.mirabilandia.it auch nicht weit entfernt – es gibt eine Vielzahl von Angeboten für jeden Geschmack.

 

Basilica di San Vitale

Von aussen ist dem Bau der innere Reichtum nicht anzusehen

Der Innenraum ist ein mehrstöckiger Rundbau

mit wundervollen Deckengemälden

und einmalig schönen Mosaiken – kaum zu glauben, dass die Darstellungen alle durch das Versetzen von kleinen Steinen entstanden sind (da ist nichts gemalt, es sind alles Mosaike)

Die bildliche Hauptdarstellung des Mosaiks

Auch der Boden besteht aus Mosaik

 

Mausoleo di Galla Placidia

Der kleine unscheinbare Bau direkt neben der Basilica di San Vitale

Auch im Mausoleo ist die Gewölbedecke aus Mosaik gestaltet

 

Battistero Neoniano

Das Baptisterium des Neon oder der Orthodoxen wurde im Jahre 452 als Taufkapelle gebaut

Auch hier wird man in Staunen versetzt, ab der grossen Mosaikpracht

 

Basilica S. Apollinare Nuovo

Zum Abschluss unseres Rundganges besuchten wir diese Basilica

Auch in diesem Langschiff sind die seitlichen Wände ausschlieeslich in Mosaik gestaltet

Einfach nur wunderbar

Ravenna selbst ist auch sonst recht hübsch, es gibt schöne Plätze und viele Kleiderläden, sowie Bars und Restaurants.

An der Piazza del Popolo

Das Museo Arcivescovile e Capella di S. Andrea

Auch in Italien gibt es ab und zu Regentage und das Meer zeigt sich von einer wenig einladenden Seite.

Zufällig haben wir mitbekommen dass am Wochenende ein Fest in Marina di Ravenna stattfindet, wo die berühmte Tricolore-Flugstaffel ihren Auftritt hat. Wir fuhren zum Strand und warteten etwa zwei Stunden, bis es endlich soweit war. Die Flugstaffel zeigte über zwanzig Minuten eine eindrückliche Show.

Endlich war der lang ersehnte Auftritt der italienischen Flugstaffel soweit

Es war zum Staunen, mit welcher Präzision geflogen wurde

 

Mit dem Traghetto (Fähre über den Kanal) fuhren wir auf die gegenüberliegende Seite von Marina di Ravenna, um mit den Fahrrädern Richtung Po-Delta zu radeln. In Casal Borsetti hatten wir dann ein Einsehen, dass das Unterfangen eine zu weite Strecke bedeutete und wir wieder umkehrten. Die Fahrradtour war trotzdem schön.

Nach einer wunderschönen und interessanten Woche in Marina di Ravenna, entschieden wir uns weiter nordwärts zu fahren. Wir entschieden uns, in der Nähe des Po-Deltas einen Campingplatz zu suchen und fuhren dann zum www.campingmarepineta.com in Lido di Spina – wir buchten für vier Nächte. Am nächsten Tag wurde eine geführte Fahrradtour nach Comacchio angeboten, an der wir teilnahmen. Es gibt schöne Radwege in die Valli di Comacchio und bis Comacchio-Centro.

Comacchio war in den 40er-/50er-Jahren das Zentrum der Aalfischerei und als Überbleibsel der ehemaligen Fabrik, wo die Aale verarbeitet wurden, ist heute in dessen Räumlichkeiten ein sehr interessantes Museum.

In diesen Dosen wurden und werden noch heute geräuchte Aale als grosse Spezialität der Gegend angepriesen

In dieser Fabrikhalle arbeiteten früher viele Frauen und Männer: die Männer hackten mit dem Beil die Aale in drei Teile; die Frauen stecken sie auf lange Eisenspiesse und drehten diese am offenen Kaminfeuer; fleissige Hände verpackten sie dann in die Dosen

Direkt neben der ehemaligen Aalfabrik liegt der 300 m lange Kreuzgang zur Wallfahrtskirche Santa Maria

Die Trepponti-Brücke von Comacchio

Das hübsche Altstadtzentrum von Comacchio – hier genossen wir ein feines Mittagessen (es war fein, sehr gemütlich und ruhig)

Die Altstadt von Comacchio erinnert ein wenig an Venedig (die Weihnachtsbeleuchtung hängt das ganze Jahr über)

Dieser Kirchenbau beheimatet ein Museum

Nebst dem Erkunden des hübschen Ortes sind vor allem die Valli di Comacchio zu erwähnen. Dieses Gebiet ist Naturschutzreservat und bietet vielen Vogelarten, wie Seidenreihern, Flamingos, Löfflern, Purpurreihern, Brandgänsen, Rostgänsen, Raubseeschwalben, Fischadlern, Bartmeisen und vielen anderen Heimat in einem geschützten Rahmen. Hier existierten in früheren Jahren auch Salzsalinen.

Wir machten eine Bootsrundfahrt um einen kleinen Eindruck zu erhalten.

Naturschutzgebiet im Gebiet der Valli di Comacchio

Eine Gruppe Flamingos

Ein scheuer Seidenreiher (deshalb etwas undeutlich)

Für diese Gegend die typischen Fischerhütten mit ihren Netzvorrichtungen zum Fischfang

Christian und Sandra überraschten uns mit einem Besuch auf dem Camping in Lido di Spina – sie waren auf der Heimreise ihrer ersten Tour mit ihrem neuen Campingbus

Da der Campingplatz Mare e Pineta und die Gegend um die Lidi (di Goldenen Zeiten als vornehme Badeorte sind hier endgültig vorbei) für unsere Bedürfnisse eine Enttäuschung war, fuhren wir nach vier Nächten weiter nach Iseo.

 

Lombardei

Wir installierten uns auf dem Camping Punta d’Oro in Iseo www.camping-puntadoro.com direkt am gleichnamigen See. Hier wurden wir vom Betreiber-Ehepaar sehr freundlich empfangen und zuvorkommend eingewiesen. Am Lago Iseo war es sehr idyllisch und ruhig – kaum mehr wiederzuerkennen. Wir wollten bereits 2016 hier campen und Christos Installation «Floating Piers» besuchen, das war damals völlig aussichtslos.

Schöner, ruhiger und schattiger Camping Punta d’Oro in Iseo

Am Schiffssteg von Iseo

Iseo (ca. 6'500 Einwohner), der grösste Ort am gleichnamigen See. In diesem hübschen Städtchen lässt es sich gut verweilen

Lago di Iseo mit der Insel Monte Isola. Der erste Julitag war sehr schwül, dunstig und heiss, deshalb kein optimales Fotowetter

Sarnico erreichten wir mit dem Schiff

Predore am Lago di Iseo

Am Lago di Iseo gibt es ein Naturreservat «Torbiere del Sebino», welches wir mit dem Fahrrad erkunden wollten. Im Reservat ist es jedoch verboten, mit dem Rad zu fahren. Zu Fuss wollten wir zur Aussichtsplattform, fanden uns jedoch mit der Beschriftung nicht zurecht und eine detaillierte Karte hatten wir auch nicht.

In der Nähe des Torbiere del Sebino mit Blick Richtung Predore

So fuhren wir mit den Velos nach Clusane weiter, wo wir uns einen Apero gönnen wollten. Der verschlafene Ort bot jedoch keine Gelegenheit, so dass wir wieder nach Iseo zurückkehrten.

Die imposante Kirche S. Martino in Clusane

Ein letzter Abwasch, bevor unsere Tour zu Ende geht

Und zum Schluss erlebten wir am Lago di Iseo noch ein Gewitter, welches durch heftige Winde angekündigt wurde. Das hiess rasch alles zusammenräumen und sichern.

Kaum kam der Wind auf, waren unzählige Kite- und Windsurfer auf dem See zu sehen (die ganzen Tage vorher sahen wir keinen einzigen Surfer).

Nach fünf Tagen am idyllischen Lago di Iseo beendeten wir unsere Italienreise und fuhren heimwärts. Die Tage hier waren geprägt von grosser Schwüle und Hitze, so dass die Lust an Ausflügen nicht gross war. Wetterbedingt waren leider auch keine schönen Landschaftsbilder fotografisch festzuhalten.

Fazit:

Italien ist ein herrliches Reiseland, äusserst vielseitig und gastfreundlich. Landschaftlich voller Gegensätze: weite, fruchtbare Ebenen (Poebene), Hochgebirge (Dolomiten, Abruzzen), liebliche Hügellandschaften (Toskana) sowie wunderschöne Küsten (Cinque Terre, Amalfi) und herrliche Badestrände (z.B. Sorrento, Capri und Gargano). Geschichtlich und kulturell ist Italien einzigartig, nennen wir nur Städte wie Rom, Assisi, Ravenna oder Florenz, Siena usw.). Wir kommen ins Schwärmen!

Leider gibt es auch einige Besonderheiten, an die man sich gewöhnen muss, z.B. an das Chaos der öffentlichen Verkehrsmittel (z.B. in Rom) und teilweise miserablen Strassenverhältnisse (Schlaglöcher ohne Ende).

In den gut 10 Wochen erlebten wir so viel Interessantes und Schönes, dass wir uns jetzt schon auf unsere geplante Herbsttour nach Sizilien freuen!