Tour 1: Hauptziel Kroatien

Wir waren insgesamt 11 Wochen, vom 25. April bis 8. Juli 2016 unterwegs, schwerpunktmässig in Kroatien.

Route:

Wil – Dornbirn – Bregenzerwald – Oberstaufen – Bad Tölz (Stellplatz an der Isar) – Gmund – Miesbach – Rosenheim - Wasserburg – Bayerbach (Vital Camping) – Ruhstorf – Schärding – Salzkammergut – Bad Ischl – Bad Aussee – Aigen (Ennstal/Steiermark) – Wörschach (privater Stellplatz) – Schladming – Radstadt – Tauerntunnel – Spittal – Villach – Ossiachersee (Camping Parth) – Karawankentunnel – Ljubljana – Zagreb – Karlovac – Plitvicka Nationalpark (Camping Korana) – Zadar (Camping Borik) – Sibenik (Camping Beach Resort Solaris) – Krka-Nationalpark – Split – entlang der Küste bis Dubrovnik (Camping Solitudo) – Autobahn bis Split (Camping Split in Strobec) – Autobahn bis Zuta Lokva – Rijeka – Kraljevica – Insel Krk (Camping Krk) – Autobahn bis Rovini (Camping Polari) – Autobahn bis Lanterna bei Porec (Camping Solaris) – Autobahn bis Portoroz/Piran (Camping Lucia) – Autobahn bis Caorle (Camping Laguna Village) – Autobahn Vicenza – Brescia – Iseo (alle Plätze besetzt wegen Cristos Floating Piers) – Weiterfahrt Milano – Chiasso – Agno (Camping Muzzano) – Tenero (Camping Campofelice) – Bellinzona – Gotthardpass – Zürich – Wil

Reisedauer: 11 Wochen

Zurückgelegte Strecke: total 3'810 km

Währung in Kroatien:

Trotz EU-Mitgliedschaft hat Kroatien noch ihre eigene Kuna-Währung.

Wechselkurs:  1 CHF = 6.90 Kuna; 1 Euro = 7.50 Kuna

Tagebuch:

Bereits vor unserer Abfahrt war Schneeräumen angesagt

Am Montag, 25. April 2016 starteten wir zu unserer ersten langen Tour: Ziel war Kroatien. Die letzte Nacht war kalt und es hatte nochmals geschneit. Nachdem wir den Neuschnee auf unserem Wohnmobil entfernt hatten, konnte es losgehen. Die Strassen waren schneefrei und gut befahrbar. Wir fuhren auf der Autobahn bis Dornbirn in den Bregenzerwald. Nach Alberschwende begann es stark zu schneien und auf den Strassen lag Matsch. Es herrschte tiefer Winter und mit unseren Sommerpneus war Vorsicht geboten.

Fahrt durch den Schneematsch

So fuhren wir über Oberstaufen bis Bad Tölz. Auf dem ganzen Weg begleitete uns mehr oder weniger starker Schneefall. In Bad Tölz hat es einen schön gelegenen Stellplatz an der Isar. Leider lässt die Infrastruktur zu wünschen übrig. Kein Stromanschluss und kein Frischwasser, nur eine WC-Entsorgung; zudem ist der Boden bei Nässe sehr dreckig.

Heilig-Kreuz-Kirche auf dem Kalvarienberg

Dank geheiztem Wohnmobil hatten wir die erste Nacht gut geschlafen. Am zweiten Tag regnete es und wir wollten das Hallenbad mit Saunawelt in Bad Tölz besuchen. Leider hat dieses erst ab 14 Uhr geöffnet. So entschlossen wir uns für eine kleine Tour um den Tegernsee. Trotz schlechten Wetters war diese schön. Leider gab es in Tegernsee keine Parkmöglichkeit für unser Womo. So kehrten wir wieder nach Bad Tölz zurück zum Hallenbad-Parkplatz und dort verbrachten wir die restliche Zeit mit Spielen. Am Nachmittag genossen wir das Saunieren im erwähnten Hallenbad. Wir entspannten uns ausgezeichnet in der etwas veralteten Anlage. Am Abend gingen wir in der Altstadt fein essen und feierten Esthers Geburtstag.

Am dritten Tag fuhren wir weiter über Miesbach, Rosenheim bis Bayerbach (Nähe Passau) zum Vital Camping (5 Sterne). Bayerbach wählten wir, da dort ein Ferienbekannter von unserem Skiurlaub wohnt. Am Abend trafen wir uns im schönen und urigen Campingrestaurant Huckenhamer Stadl und genossen Haxen vom Grill.

Vital Camping Bayerbach

Am Folgetag unternahmen wir eine Radtour nach Bad Birnbach, dabei bewährten sich unsere E-Bike-Klappvelos bestens. Wir durchstreiften den kleinen Ort und Esther fand sogar weisse Sandaletten in einem Schuhgeschäft. Das schöne Wetter genossen wir bei einem feinen Apéro auf dem Campingplatz.

Der Campingplatz hat ein kleines Wellnesscenter mit einem Thermalschwimmbad und zwei Saunen sowie einem Dampfbad. Diese Einrichtung besuchten wir täglich.

Samstag, 30. April: Mit der Regionalbahn fuhren wir von Bayerbach nach Passau. Bei herrlichem Wetter bummelten wir durch die wunderschöne Stadt, besichtigten den eindrücklichen Dom und spazierten zum Zusammenfluss der Donau, dem Inn und der Ilz.

Dom St.Stephan in Passau

Herrlicher Barock

Am Sonntag, 1. Mai verliessen wir Bayerbach und fuhren über Schärding durch das Salzkammergut in die Steiermark. Unser Ziel: Aigen im Ennstal, wo wir meinen Cousin mit Familie besuchten. Wir verbrachten ein paar gemütliche Stunden und fuhren dann nach Wörschach weiter zu den Eltern meines Cousins. Unser Womo konnten wir in ihrem Garten für drei Tage abstellen. Leider war das Wetter immer kalt und regnerisch. Im TV erfuhren wir, dass Ende April/Anfangs Mai in Kärnten noch viel Schnee fiel und die Hagelnetze der Obstkulturen durch die Last zusammengedrückt und alles vernichtet wurde. Nach dem Schneefall kam zudem der grosse Frost und dann auch noch tagelanger Starkregen, der zu grossen Überschwemmungen führte. Die entstandenen Schäden waren immens.

Der wunderschöne Ossiachersee in Kärnten

An Auffahrt fuhren wir auf der Autobahn nach Kärnten über Villach zum Ossiachersee. Auf dem Campingplatz Parth richteten wir uns für drei Tage häuslich ein. Am Freitag wurden unsere Klappräder so richtig getestet. Der Drau entlang pedalten wir nach Villach und zurück auf wunderschönen Radwegen, so ca. 30 km - die Räder bewährten sich bestens!

Erste Wäsche auf dem Camping Parth am Ossiachersee

Am Sonntag, 5. Mai, ging es weiter durch den Karawankentunnel über Slowenien nach Kroatien direkt zum Campingplatz KORANA, Nähe dem Plitvicer Nationalpark. Der Platz ist sehr gross und toll in der Natur angelegt und erst noch preislich günstig. Wunderschöne und grosse Stellplätze! Wir genossen ein feines Abendessen im riesigen Campingrestaurant und kamen uns etwas verloren vor, da nur sehr wenige Gäste sich hier aufhielten. Vom Campingplatz gibt es einen Gratis-Shuttle direkt zum Eingang 1 des Nationalparks (morgens um 9 Uhr Abfahrt, abends um 17 Uhr Rückfahrt). Wir lösten eine 2-Tages-Eintrittskarte zu 180 Kuna pro Person und verbrachten einen schönen Tag im Park. Wir spazierten rund um den Park und fuhren auch mit dem Boot die drei Stationen auf dem See an. Der Folgetag war leider total verregnet, sodass wir auf einen weiteren Besuch verzichteten und mit dem Womo weiter Richtung Zadar fuhren.

Plitvicer Nationalpark

Sprung ins kalte Nass

Wir verliessen uns auf den ADAC-Campingführer und fuhren nach Novigrad, wo es einen schönen Campingplatz haben soll. Dort angekommen war alles menschenleer. Der Platz war wohl geöffnet, aber keine Menschenseele da und nur ein einziges Womo auf dem Platz. Mit etwas Mühe konnten wir unser Womo wenden und die steile Zufahrt wieder hochfahren.

Daher fuhren wir aufs Geratewohl nach Zadar weiter, wobei wir uns noch in einem grossen Shoppingcenter mit Lebensmitteln eindeckten. Wir entdeckten den Campingplatz BORIK direkt am Meer, am Rande der Stadt. Das Gelände ist schön eben, mit vielen Bäumen und Meersicht. Die Infrastruktur einfach und der Platz eher teuer, die Lage aber toll. Mit dem Fahrrad kann man wunderschön der Küste entlang bis in die Altstadt auf der Halbinsel fahren, ca. 3.5 km. Die Altstadt ist schön und sehenswert. Die wunderbare Promenade lädt zu einem Abendspaziergang ein.

Zadar, Altstadt

Strand Campingresort Solaris, Sibenik

Nach 2 Nächten verliessen wir Zadar und fuhren bei sehr schlechtem Wetter der Küste entlang bis Sibenik. Unterwegs mussten wir einige Zeit auf einem Rastplatz stehen bleiben, da es so stark regnete. In Sibenik entschieden wir uns für den Campingplatz im Beach Resort Solaris. Diese Anlage ist riesengross und beherbergt drei Viersternehotels, den Campingplatz und einen Vergnügungspark für Kinder. Auf der Anlage wurde noch fleissig gearbeitet, denn bis zum Saisonstart sollte alles bereit sein. Es scheint alles gleichzeitig aufge-frischt oder neu gebaut worden zu sein, die Anlage ist in jeder Beziehung einmalig. Wunderbare Bepflanzung, schöne Strandbars und Restaurants sowie sehr tolle Stellplätze. Die Sanitäranlagen sind superschön und ausgesprochen sauber. Campingtouristen können zudem die wunderschöne und sehr moderne Wellnessanlage im Hotel Ivan – gegen eine bescheidene Gebühr von 76 Kuna – benutzen. Wir genossen an einem Regentag die Anlage ausgiebig und ich liess mich bei einer entspannenden Massage verwöhnen. Esther wäre gerne noch lange auf dieser einmaligen Anlage geblieben – für 4 Nächte bezahlten wir 77 Euro.

Aufgang zum Dom in Sibenik

Krka-Wasserfälle

Von hier aus besuchten wir die Krka-Wasserfälle mit dem Womo. Die Hinfahrt war problemlos, ca. 15 km und am Ort hat es ein riesiges Parkplatzangebot. Bis zu den Wasserfällen mussten wir ca. 1 km sehr steinigen und abschüssigen Weg ins Tal zurücklegen. Hier erstreckt sich ein langer, mit Holz angelegter Steg durch verschlungene Wege. Uns begegnete immer wieder Wasser in den verschiedensten Formen von still bis ohrenbetörend rauschend. Dieser Nationalpark ist sehr schön und etwas idyllischer als der Plitvicer-Nationalpark, auch etwas weniger überlaufen.

Fahrt über diese imposante Hängebrücke zur Halbinsel Lapad

Am 16. Mai fuhren wir weiter der Küste entlang bis Dubrovnik. Die Landschaft der Küstenstrasse entlang ist einmalig schön und grösstenteils fuhren wir mit Meersicht auf vielfach sehr guten Strassen. Die Fahrt beanspruchte jedoch viel Zeit, da die Durchschnitts-Geschwindigkeit nicht allzu hoch war. Bedingt durch viele Ortsdurchfahrten und unzählige Kurven, sowie viele Hügel rauf und runter. Abends erreichten wir den Campingplatz Solitudo auf der Halbinsel Lapad (Babin Kuk). Der Platz liegt schön und für einen Stadtbesuch in guter Lage, da in unmittelbarer Nähe eine Busstation der Linie 6 ist, welche direkt zur Altstadt führt. Die Plätze sind eher ungepflegt und teilweise sehr uneben. Die Infrastruktur sehr bescheiden und für das Angebot ist der Platz zu teuer (34 Euro pro Nacht).

Ausruhen auf dem Campingplatz Solitudo

Inselwelt um Dubrovnik

Am 17. Mai fuhren wir mit dem erwähnten Bus (dieser war proppenvoll!). Für 120 Kuna/Person lösten wir Tickets für den Rundgang auf der Stadtmauer – ca. 3.5 Std. für die ganze Umrundung. Das angesagte schlechte Wetter war glücklicherweise nicht eingetroffen – wir erlebten nur ab und zu dunkle Wolken. Dubrovnik ist eine sehr sehenswerte Stadt, was leider auch Unmengen Touristen vor allem aus Asien anzieht, dies bereits im Mai! Die Restaurant-Preise sind merklich höher.

Dubrovnik, Altstadt

Der 18. Mai war nochmals ein wunderbarer, sonniger Tag und wir beschlossen, in die Stadt zu fahren und eine Bootstour zu unternehmen. Von den marktschreierischen Angeboten am Hafen überhäuft, entschieden wir uns für eine 50minütige Rundfahrt mit einem nachgebauten Piratenschiff zu 75 Kuna pro Person. Eine relativ kleine Gruppe bestieg das «alte» Piratenschiff. Alle Personen hatten freie Sicht, da die Plätze so angeordnet sind. Das Schiff glitt der Stadtmauer entlang und umkurvte die kleine, vorgelagerte Insel, auf der einige Badegäste ein Sonnenbad auf den Klippen genossen.

Herrlicher Blick vom Restaurant auf dem 400 m hohen Mount Srd auf Dobrovnik

Nach der Hafeneinfahrt marschierten wir zur Seilbahnstation und fuhren zum 365 m hohen SRD. Von hier hat man einen wunderbaren Blick auf Dubrovnik und die vielen Inseln. Wir genossen im schönen Gartenrestaurant neben der Bergstation einen feinen Fisch und ein Glas Weisswein, einfach herrlich! Schade, dass der Wind so stark blies, dass eine Windjacke oder eine Wolldecke benötigt wurde. Wir fuhren mit dem Bus wieder nach Babin Kuk zurück und spazierten auf dem Höhenweg dem Meer entlang zu unserem Campingplatz.

Blick vom Mount Srd auf die Altstadt von Dubvronik

Donnerstag, 19. Mai: Wir brachen nach einem gemütlichen Frühstück auf zur Retourfahrt in Richtung Split. Wir diskutieren, ob wir in Omis, Togir oder Split einen Stellplatz suchen sollten. Nach rund zwei Stunden Fahrt und immer stärker werdendem Regen beschlossen wir auf der Autobahn nach Split zu fahren. Der Camping Split in Strobec (4 Sterne) ist gut beschildert und leicht zu finden. Wir stellten unser Womo auf Platz 184 ab – ein schöner grosser, ebener Platz mit grossen Pinien und Meersicht. Die Infrastruktur ist sehr gut, sehr schöne und saubere Sanitäreinrichtungen, ein kleiner Einkaufsladen und ein grosses Restaurant und alles zu günstigen Preisen. Das Wetter war noch recht ordentlich geworden, es blies aber ein sehr starker und kühler Wind. Im Hochsommer wird auf diesem Platz Hochbetrieb herrschen, da nebst der Stadtnähe auch der schöne Badestrand nur einige Schritte von den Stellplätzen entfernt ist. Zurzeit war eine Wellnessanlage direkt am Strand im Bau (Aussenpool, Sauna und Massage).

Split

Freitag, 20. Mai: Wir fuhren mit dem Bus (Haltestelle direkt beim Campingplatz) bis zur Altstadt von Split (Linie 26, 13 Kuna/Person – ca. 7 km). Wir besichtigten zuerst den riesigen Gemüse- und Früchtemarkt. Hier präsentierten die Kleinbauern ihre bescheidenen Ernteerträge. Wir schlenderten durch die Stadt und bestaunten die Überreste der ehemaligen stolzen Stadt im Altertum. Heute ist Vieles dem Zerfall geweiht, eigentlich schade. Das kühle und wechselhafte Wetter war ideal für einen Stadtbummel. Esther und ich suchten bei dieser Gelegenheit nach einem geeigneten Frisiersalon. Bald fanden wir einen für Männer und die einzige Coiffeuse war froh um Arbeit. In 10 Minuten war alles erledigt und das für 40 Kuna – sehr gut gemacht! Etwas später fanden wir auch einen modernen Frauensalon und wir konnten einen Termin auf

14 Uhr vereinbaren. Die Wartezeit verbrachten wir mit einem schmackhaften Mittagessen (Spaghetti, Cesarsalat, ein grosses Bier und eine Cola zu 158 Kuna). Nach zwei Stunden hatte auch Esther eine neue Kurzhaarfrisur (Färben und Schneiden zu 390 Kuna). Nun könnte eigentlich der Sommer kommen…

Die Wartezeit verbrachte ich mit einem erneuten Stadtbummel und der Ausschau nach einem Korallenschmuck für Esther. Das Angebot war sehr gross und ich fand bald schöne Ohrstecker. Zudem kaufte ich an der Strandpromenade einen schönen, handgemalten Seidenschal.

Blick auf Strobec

Samstag, 21. Mai: Heute schien die Sonne und es war ein herrlich warmer Tag! Nach dem Frühstück fuhren wir mit unseren Klapprädern und mit Badesachen bepacktem Rucksack ins Dörfchen Strobec. Wir suchten einen geeigneten Badeplatz, leider sind alle auf betonierten Steinplatten angelegt, so dass wir keinem Schatten fanden. So blieb unsere Suche erfolglos und wir fuhren, nach einem Apéro in der Hafenbar, wieder zurück auf unseren Platz und verbrachten den Nachmittag mit Spielen und Nichtstun.

Am Sonntagmorgen packten wir zusammen und fuhren über die Autobahn nordwärts, Richtung Rijeka. Die Autobahn führt übers Gebirge und ist sehr gut ausgebaut, sodass wir flüssig fahren konnten. Es war ein warmer Tag und wir begannen im Womo erstmals zu Schwitzen – die Klimaanlage des Fiats war etwas überfordert. In der Nähe von Zadar hatten wir von der Autobahn wunderbare Sicht aufs Meer. Bei der Ausfahrt Nr. 9 Zuta Lokva verliessen wir die Autobahn. Auf einer sehr kurvenreichen und abfallenden Strasse fuhren wir Richtung Meer bis Senj. Weiter der Küste entlang bis Krajlevica, wo es über die 1‘300 m lange Brücke auf die Insel Krk geht. Schon von Weitem ist der imposante Brückenbau zu sehen. Leider gibt es auf der rechten Seite nirgends eine Ausfahrstelle und die gut geeigneten Plätze meerseitig sind bedingt durch die Sicherheitslinie nicht anzufahren, sodass wir leider keine Foto schiessen konnten. Nach einer langen etwa 400 km weiten Fahrt erreichten wir am frühen Nachmittag den Campingplatz Krk.

Bei Regenwetter macht es sich Esther gemütlich im Womo mit Lesen

Am Montag war das Wetter leider wieder einmal sehr wechselhaft. Wir gingen trotzdem ans Meer zum Baden. Wir legten uns im etwas abseitigen FKK-Bereich ausserhalb des Campingplatzes auf die Steinplatten. Leider wurde der Himmel immer grauer und es blies ein frischer Wind. Es wurde ungemütlich und wir packten die Sachen zusammen und gingen zum Womo zurück. Es begann leicht zu regnen und wir zogen unsere Sonnenstore ein. Ein kleiner Spaziergang durch den Campingplatz zeigte, dass wir wohl auf einem der allerschönsten und modernsten Plätze weilten. Der Platz hat noch mehr Komfort als der Camping Solaris in Sibenik. Der dortige Platz beeindruckte vor allem durch die grosse und wunderschöne Anlage (Resort). Hier in Krk ist alles etwas kleiner. Wunderschöne Sanitäranlagen, v.a. das neue Haus 1 beeindruckte durch seine Anlagen, ebenso das Restaurant und die Strandbar, es gibt zudem einige kleine Spezialläden (teilweise noch geschlossen), der Market bietet alles Notwendige für den Tagesgebrauch. Natürlich gehört auch ein Pool zur Anlage, ebenso ein spezieller Kinderpool und eine Wellnessanlage (Sauna gegen Anmeldung und Bezahlung sowie Massagen).

Kleiner, aber feiner Strand direkt neben dem Camping Krk

Am Dienstag blieb das Wetter weiterhin wechselhaft und wir beschlossen mit unseren Fahrrädern nach Krk zu fahren. Es war nicht weit, aber durch das Auf und Ab doch noch ziemlich narhaft. Esther flizte mit ihrem Eflizzer regelmässig in grosser Lockerheit an mir vorbei und hat am Klapprad riesigen Spass. Mit meiner Grösse und meinem Gewicht ist das Rad etwas überfordert und auch nicht so leistungsfähig wie Esthers. Zudem läuft eine Pedale unrund und bei starkem Tritt in die Pedalen beginnt es zu quietschen. Wir bummelten durch die Stadt und genossen es.

Krk

Die nächsten drei Tage schien die Sonne und es war schön warm, sodass wir die Tage am schönen FKK-Strand verbrachten. Dieser liegt direkt neben dem Campingplatz und ist ein Überbleibsel des ehemaligen FKK-Campingplatzes Politin, welcher zum Textilcamping Krk um- und ausgebaut wurde. Die Abende waren immer noch kühl und wenig einladend, draussen zu sitzen. Am Donnerstagabend gingen wir zu Fuss nach Krk – es gibt einen wunderschönen Strandweg direkt vom Camping bis zur Altstadt (ca. 20 Minuten Gehzeit; gute Schuhe sind empfehlenswert, da einige Stellen mit Felsbrocken durchsetzt sind). Entlang des Weges gibt es schöne Strände und auch sehr schön gelegene Hotels. Wir genossen einen Apéro und schauten der Fronleichnamsprozession zu, welche um 20 Uhr durch die Altstadt führte. Zwischendurch besorgte ich in einem Schmuckgeschäft noch ein Korallencollier für Esther; wir feierten ja bald unseren Hochzeitstag. Heute Freitagmorgen entdeckten wir am Strand einen Schwarm Delphine unmittelbar vor unserer Küste. Wir schauten gespannt ihren Sprüngen zu, einfach faszinierend!

Strand auf dem Campingplatz Polari bei Rovinj

Sonntag, 29. Mai: Wir verliessen Krk und überquerten die Brücke zum Festland wieder (die Rückfahrt ist gebührenfrei). Wir fuhren über die Autobahn Richtung Rovinj, mit dem Ziel: Campingplatz Polari. Wir wählten diesen Platz, weil er der nächstgelegene Platz mit mindestens 3 Sternen zu Rovinj ist. Der Platz ist sehr gross und besticht durch seine schöne naturnahe Anlegung. Auch auf diesem Platz wurde noch intensiv gebaut; es wurde eine grosse Bungalow-Anlage mit Fertigcontainern installiert. Es war auffällig, wie intensiv überall in die Touristikanlagen investiert wurde – es herrscht ein riesiger Boom. Wahrscheinlich aber nicht wirklich immer zum Vorteil der Touristen. Die EU-Mitgliedschaft seit drei Jahren und die aktuelle Flüchtlingskrise beflügeln diesen Investitionsboom.

Wunderbarer Blick von unserem Platz

Wir wählten einen erhöhten, schönen Platz mit Meerblick und installierten uns. Leider war das Wetter wieder einmal wechselhaft und eher bedeckt – kein Strandwetter. Am Montag beschlossen wir, mit unseren Fahrrädern entlang der Küste, Richtung Rovinj zu fahren. Wir waren freudig überrascht ab dem wunderbaren Weg bis zur Stadt – wirklich einmalig schön (etwa 4-5 km). Wir bummelten durch die Stadt und genossen es in den engen Gassen zu schlendern. Die Hauptgasse, empor zur Kirche der Heiligen Euphemia ist gesäumt von schönen, kleinen boutiqueartigen Läden, welche Kunsthandwerk, Schmuck und Gemälde anbieten. Die Kirche zur hl. Euphemia hat eine wunderbare Lage, zuoberst in der Stadt und es bietet sich hier ein wunderbarer Blick. Am Abend kochten und grillierten wir auf unserem Platz. Der kleine, aber feine Grill Cadac Safari Chef 2 bewährte sich bestens – ideal für 2 Personen!

Rovinj, die Perle Istriens

Dienstag, 31. Mai: Heute genossen wir einen wunderbaren Strandtag. Der Camp Polari zeichnet sich durch eine lange Küste aus, welche über grosse Grasflächen und viele Bäume verfügt, so dass alle Sonnenanbeter ein schönes Plätzchen finden und der Strand sicher nicht überfüllt ist. Leider ist der Einstieg ins Meer eher mühsam und nur mit Badeschuhen zu empfehlen – viele, glitschige Steine, aber keine Seeigel.

1. Juni: Wir verbrachten den Tag wieder am Strand. Den Abend wollten wir bei einem feinen Essen geniessen – leider Fehlanzeige! Das Restaurant auf dem Campingplatz bietet nur eher durchschnittliche Kost an und es war abends sehr ungemütlich windig und kalt auf der Terrasse. Wir erfuhren bereits wiederholt, dass die Restaurants ausschliesslich auf Sommerbetrieb, d.h. Essen auf der Terrasse eingerichtet sind (Innenplätze gibt es – wenn überhaupt – nur sehr beschränkt und vielfach noch ungemütlich). Die Vorsaison bietet nicht nur Vorteile…

Donnerstag, 2. Juni: Bedeckt, so dass wir einen Spaziergang auf dem grossen Camp machten. Der etwas abgelegene FKK-Bereich präsentiert sich wie ein Campingplatz in früheren Jahren. Etwas chaotische Anordnung der Wohnwagen und Zelte (meistens Dauercamper) und offensichtlich kann jeder machen, was er will – es sind viele vernachlässigte Installationen zu sehen. Durch die Lage im ziemlich dichten Wald wirkt das Ganze eher düster. Die Touristenplätze sind aber mehrheitlich sehr schön und grosszügig, preislich aber im oberen Segment (40 CHF für Womo und 2 Personen, inkl. Strom). Die Angestellten an der Reception waren die Unfreundlichsten, welche uns bis anhin begegnet waren!

Freitag, 3. Juni: es war wieder einmal Aufbruch! Wir fuhren zum uns bekannten FKK-Resort Solaris in Lanterna bei Porec. Hier verbrachten wir bereits zweimal unseren Urlaub in einem Appartement. Das erste Mal vor drei Jahren mit dem Motorrad – wir waren von der Unterkunft, der Anlage und dem Buffet begeistert. Vor zwei Jahren waren wir nochmals hier, mit dem Auto – erlebten aber sehr wechselhaftes Wetter. Nun reisten wir erstmals als Camper an. Der Empfang an der Reception war sehr herzlich und überaus freundlich! So stellen wir uns eine Begrüssung als Touristen vor. Wir liessen uns freie Plätze in den Zonen A und B notieren und gingen zu Fuss auf Besichtigungstour. Wir entschieden uns nach einigem Hin und Her, zwischen Platz A41 und A25 für den letzteren (er bot etwas Schatten, hatte aber weniger Meersicht, da er zwei Reihen höher lag).

Auch auf diesem Platz wurde gebaut, allerdings ohne Beeinträchtigung. Wir wurden informiert, dass es sich um ein grosses 67,2 Mio.-Euro-Projekt des EU-Kohäsionsfonds handelte, mit dem Ziel das Trinkwasser zu schützen und die Abwasserreinigung zu fördern. Es handelte sich um das Projekt «Drainage System with Devices für Wastewater Treatment in the City of Porec».

Tolle Sanitäranlage auf dem Resort Solaris, Lanterna

Samstag, 4. Juni: es regnete leicht und es war sehr frisch. Wir genossen das Frühstück, geschützt unter unserer Sonnenstore. Nur wenige Schritte von unserem Platz entfernt gab es einen Brot-Verkaufsstand – leider war das kroatische Brot immer sehr schwammig, egal für welche Sorte wir uns entschieden.

Sonntag: es war regnerisch und wir beschlossen, einen längeren Spaziergang zu unternehmen. Wir gingen dem Meer entlang dem Resort Solaris zum Camping Lanterna (Textilstrand), welcher um einen Stern höher eingestuft ist. Der Platz ist sehr gross und bietet schöne Stellplätze sowie eine sehr gute Infrastruktur (mehrere Restaurants und Bars). Der Badestrand erinnert an Italien – schöne Bucht, mit künstlichem Sand angereichert und viele Liegestühle (jedoch unnummeriert). Wir genossen im Hauptrestaurant ein feines Mittagessen und marschierten wieder zurück. Gegen Abend legten wir uns noch an den Strand und schlenderten durch unseren Platz.

Montag, 6. Juni: Regentag! Es regnete stark und es blitzte und donnerte. Auf heute hatten wir einen Massagetermin abgemacht, das passte wunderbar. Esther und ich liessen uns verwöhnen. Am Nachmittag wurde es überraschend warm und schön, dass wir den Tag noch mit Strandgenuss abschlossen.

Porec

Dienstag: Wir richteten uns zur Busfahrt nach Porec, welcher um 10 Uhr direkt bei unserer Reception hält. Der Bus brachte uns direkt an den Hafen vor der Altstadt. Wir schlenderten durch die Gassen und genossen es. Wir verzichteten auf den Besuch der berühmten Basilika (UNESCO-Weltkulturerbe), da wir diese bereits einmal ausgiebig besichtigt hatten. Wir genossen am Hafen einen wunderbaren Latte Macchiato und schauten dem Treiben der Luxusboote zu. Am späteren Nachmittag genossen wir ein sehr feines Mittagessen (Chateaubriand zu 250 KN für zwei) in der Pizza Napoli. Wir wurden sehr aufmerksam und freundlich bedient! Um 17.20 Uhr fuhr uns der Bus wieder zurück zum Camping. Wir geniosen noch ein Bad im warmen Meerwasser. Dabei hatte Esther entdeckt, dass der Platz A31 frei geworden war (dieser liegt direkt am Strand). Da unser Platz A25 wohl sehr schön, aber etwas schattig war. Das störte uns vor allem Abends und so beschlossen wir, uns zu erkundigen, ob ein Wechsel möglich ist. Freudig kehrte ich mit der Botschaft zurück und sagte zu Esther: Komm, wir packen! In einer Stunde waren wir bereits wieder auf dem neuen Platz installiert und wir stiessen mit einem Glas Rotwein an.

Unser schöner Platz auf dem Resort Solaris direkt am Strand

Mittwoch, 8. bis Sonntag, 12. Juni: Leider war das Wetter immer wieder sehr unbeständig. Morgens war es meist sehr stark bewölkt und der Himmel grau. Vielfach wurde es im Laufe des Morgens recht sonnig, aber meist windig. Es war aber nie beständig, es regnete auch ab und zu. Dadurch blieben wir in Bewegung. Wir zogen die Store ein und wieder aus, packten Tisch und Stühle zusammen und wieder aus; gingen an den Strand, richteten uns ein und packten wieder zusammen usf.

Der Samstag war ganz verregnet, so dass ich mich auf einen langen Fussballtag einrichten konnte. Es spielte die Schweiz erstmals an der EM gegen Albanien und gewann das Spiel knapp 1:0. Bei schlechtem Wetter konnte auf unserem Campingplatz nicht viel unternommen werden. Wir spazierten durch den Platz, genossen eine Massage oder verbrachten die Zeit mit Spielen oder Lesen.

Montag, 13.6.: Der Morgen war wiederum stark bewölkt und es war kühl. Rasch drang jedoch die Sonne durch die grauen Wolken und es zog blauer Himmel auf. Es wurde ein überraschend schöner, warmer Tag – wir konnten endlich wieder an den Strand. Am Abend gönnten wir uns nochmals ein feines Abendessen im Restaurant «Sidro» auf dem Camping (beim Pool). In diesem Restaurant isst man ausgezeichnet und zu sehr günstigen Preisen!

Sonnenuntergang auf dem Camping Solaris, Lanterna

Dienstag, 14.6.: Wir brachen auf Richtung Novigrad – Triest. Unser Ziel: Campingplatz Lucia in Portoroz (Slowenien). In Buljie – kurz vor der Grenze zu Slowenien – tankten wir und gaben unsere allerletzten Kuna aus. Kurz vor Mittag erreichten wir unser Ziel (es war wiederum ganztags bewölkt). Zu unserer Überraschung war der Campingplatz beinahe voll belegt. Wir wurden informiert, dass vom 16.-18. Juni ein grosses Harley-Davidson-Treffen in Portoroz stattfinden wird und deshalb die meisten Plätze belegt oder reserviert waren. Wir fanden jedoch noch einen schönen Platz mit Stromanschluss (Nr. 163) und Gratis-WiFi gab es auch (welches auch einwandfrei funktionierte – im Gegensatz zum letzten Platz Solaris). Die Sanitäreinrichtungen sind jedoch recht heruntergekommen und sehr einfach. Am Abend genossen wir im Campingrestaurant einen Apéro und wir wurden von einem heftigen Gewitter überrascht.

Piran (Slowenien)

Mittwoch, 15.6.: wir fuhren mit unseren Klapprädern nach Piran (c. 4 km, aber mit heftiger Steigung zwischendurch). Die alte Piratenstadt liegt wunderschön auf einer Meerzunge. Wir schlendertenen bei wunderbarem Wetter durch den Ort.

Unterwegs mit unseren E-Bike-Klapprädern eflizzer zu den Salzsalinen

Salzsalinen in Portoroz/Piran

Am Donnerstag fuhren wir mit unseren Velos in die entgegengesetzte Richtung zu den Salzsalinen. Schöne, flache Radwege – in den Salinen wird immer noch Salz gewonnen (ursprünglich waren die Salinen riesig und beschäftigten hunderte Familien). Am Nachmittag fuhren wir mit den Rädern nach Portoroz zum Harley-Treffen. Hunderte von Bikes säumten die Strassen und Hotelplätze, viele Marktstände boten Fanartikel an. Für die Restaurants und Bars eine willkommene Zusatzeinnahme.

Freitag, 17. Juni: Wir brachen morgens auf und fuhren auf der Autobahn über Triest nach Caorle. Wir fuhren zum Camping Laguna Village und stellten unser Womo auf den Platz 611 (Meerseite). Wir genossen ein feines Mittagessen im schönen und guten Campingrestaurant. Abends spazierten wir zum Strand und waren überrascht ab den vielen herumliegenden Muscheln. Leider gibt es keinen direkten Strandzugang vom Campingplatz; der Fussmarsch beträgt einige hundert Meter quer durch den Pinienwald.

Caorle (Italien)

Samstag, 18. Juni: Wir fuhren mit den Rädern zur Altstadt und bummelten durch die schönen Gassen und auf dem riesigen Strandweg auf der Mole. Kilometerlanger, sehr breiter Sandstrand – die Badenden können sich gut verteilen und je nach Belieben einen festen Platz mit Liegen und Sonnenschirm wählen oder sich frei im Sand niederlassen. Abends gingen wir wieder zu unserm Strand mit einem grossen Plastiksack; Esther sammelte viele schöne Muscheln. Mit Schrecken stellten wir riesige Ansammlungen von Quallen fest. Es lagen massenhaft angeschwemmte, tote Quallen herum.

Von Hand schwenkbare Brücke auf dem Kanal in Caorle

Sonntag: Wir hatten eine Bootsrundfahrt durch die Lagune von Caorle gebucht und fuhren mit den Rädern zum Fischerhafen in Caorle. Wir genossen die ruhige Fahrt durch Kanäle und die Lagune – diese ist zwischen 50 cm und 2 m tief und mit viel Schilf umgeben. In der Lagune (das Wasser ist ein Gemisch von See- und Meerwasser) wohnen immer noch viele Fischer in Schilfhütten (Casoni). In der Lagune leben viele Arten von Fischen und Vögeln. Wir konnten ein Casoni auch besichtigen – es sind einfache Hütten mit eine Feuerstelle mitten im Raum. Hier leben die Fischer vom Frühjahr bis in den Herbst.

Casoni (Fischerbehausungen) in der Lagune von Caorle

Montag: Wir fuhren wieder nach Caorle und suchten einen Coiffeursalon für Esther. Wir wurden schliesslich fündig und Esther bekam sofort einen Termin und wieder eine neue Haarfarbe und eine schöne Frisur. Ich verbrachte die Zeit mit einer Erkundungstour mit Rad und zu Fuss. Kaufte mir noch neue Shorts und ein schönes Badetuch. Nach dem Coiffeur bummelten wir noch zu zweit und genossen ein feines Essen in einem der zahlreichen Restaurants.

Dienstag, 21. Juni: Frühe Tagwache: wir trafen um 07.30 Uhr im Fischerhafen ein und bestiegen das Ausflugsboot nach Venedig. In einer zweieinhalbstündigen Fahrt erreichten wir um 10.30 Uhr Venedig und wir hatten bis 16 Uhr Zeit in der Stadt zu bummeln. Da wir vor drei Jahren bereits zwei Tage die Stadt besichtigt hatten, bummelten wir einfach so und genossen es. Es war schön und warm, aber nicht so heiss, wie im Sommer. Es hatte natürlich wieder enorm viele Leute rund um die weltbekannten Sehens-würdigkeiten. In einer Osteria genossen wir ein feines Mittagessen und die Heimfahrt mit dem Boot war sehr erholsam.

Blick auf die Kirche Santa Marie della Salute

Venedig, Einfahrt in die Bucht San Marco, Blick auf Campanile und Dogenpalast

Mittwoch: Heute war ein Ruhetag am Strand angesagt.

Donnerstag: Nach dem Frühstück pedalten wir auf dem Radweg entlang der Lagune, wo wir nochmals einen schönen Blick auf die Casoni hatten. Der flache Kiesweg ist ohne Anstrengung gut zu befahren bis ins Zentrum von Caorle. Hier gönnten wir uns noch einen Apéro und fuhren dann zurück zum Camping. Den Nachmittag verbrachten wir am Strand. Gegen Abend zog sich das Meer sehr stark zurück (Ebbe). Abends genossen wir noch ein feines Essen im Campingrestaurant.

Freitag, 24. Juni: Wir räumten zusammen und fuhren um etwa 9.30 Uhr los Richtung Iseo. Auf der Autobahn kamen wir zügig voran, obwohl sich viele Autofahrer (Pkw und Lkw) sich unmöglich verhalten. Es kam dann auch tatsächlich zu einem Unfall und langen Stau. Um etwa 13.30 Uhr erreichten wir Iseo und wir wurden mit einem Fahrverbot ins Zentrum überrascht, die Polizei wies uns weg. Nach der dritten Anfrage für einen Übernachtungsplatz auf einem Camping versuchten wir einen Stellplatz zu finden. Iseo war hoffnungslos überlaufen. Offensichtlich zogen Cristos Floating Piers zusätzlich viele Leute an – wir waren ja auch erst durch die TV-Reportage auf die Idee gekommen. Trotz der enormen Schwüle und Hitze (bis 40 Grad), beschlossen wir umzudisponieren: wir fuhren weiter nach Agno (Tessin). Um 16.30 Uhr erreichten wir den TCS-Camping Muzzano, Lugano (Agno).

Samstag, 25. Juni: Am frühen Morgen begann es zu regnen und stürmen, so dass wir um 05 Uhr aufstanden und schnell die Store einzogen und alle Sachen regengeschützt verstauten. Später kam sogar noch ein Hagelschauer und es polterte unangenehm im Womo – es war glücklicherweise aber nichts passiert. Wir spazierten dann zur Migros und kauften ein, so dass unsere Rucksäcke und Taschen schwer wogen auf dem Rückmarsch. Um 15 Uhr sassen wir ins Restaurant, um den EM-Achtelfinale Schweiz – Polen beizuwohnen.

Von Sonntag bis Freitag verbrachten wir schöne Tage im Tessin. Gleichzeitig verbrachte Martin mit seiner Schulklasse sein Sommerlager auf dem gleichen Campingplatz. Wir genossen die gemeinsame Zeit.

Freitag, 1. Juli: Wir dislozierten nach Tenero zum Camping Campofelice.

Samstag, 2. Juli: Bewölkt, so beschlossen wir, mit den Fahrrädern nach Locarno zu fahren – dabei kamen wir in einen heftigen Gewitterregen! Wir bummelten durch die Stadt und auf der Rückfahrt schafften wir es gerade vor dem nächsten Gewitter auf dem Campingplatz einzutreffen.

Sonntag: Schön und warm – Badetag am Lago Maggiore.

Montag – Donnerstag: Schön und warm – wir genossen Baden im See und Dolce far Niente.

Am Dienstagabend schauten wir uns das Showprogramm im Zelt an. Mago René (mago-renato.ch) zauberte und jonglierte über eineinhalb Stunden und begeisterte vor allem die vielen Kinder. Esther wurde auf die Bühne gebeten und bekam einen Herzballon und meine 20er-Note zurück. Am Schluss der Show jonglierte Mago René noch viele schwere Gegenstände auf seiner Stirn, wie Fahrrad, Festbank, Festbanktisch und Absperrgitter.

Am Mittwoch- und Donnerstagabend schaute ich im Zelt die Halbfinalspiele der Fussball-EM 2016 (der TV-Empfang im Womo war denkbar schlecht).

Freitag, 6. Juli: Heute war unser Heimreisetag! Die 11 Wochen vergingen wie im Flug – ich hatte während dieser Zeit sechs Bücher gelesen (während meines ganzen Berufslebens hatte ich kein einziges Buch gelesen). Es war eine wunderbare Zeit, die wir erlebten und wir freuen uns schon jetzt auf viele, weitere schöne Reisen.