Tour 6: Sizilien

Unsere Herbsttour führte uns nach Sizilien

Wir erlebten vom 29. August bis 22. Oktober 2018 schöne Wochen auf Sizilien. Der September war extrem heiss und wir hatten immer wunderbares Sommerwetter, während der Oktober einige unbeständige und auch regnerische Tage brachte. Bis zum letzten Tag konnten wir jedoch, bei angenehmen Wassertemperaturen, im Meer baden.

Unsere Route:

Route:

Wil – Gotthardpass – Locarno – Cannobio – Verbania – Alessandria – Genua (Fähre) – Palermo – Monreale – Calatafimi Segesta – San Vito Lo Capo – Erice – Mazara del Vallo – Selinunte – Agrigento – Caltanissetta – Piazza Armerina – Caltagirone – Ragusa – Modica – Noto – Siracusa – Catania – Ätna – Nicolosi – Acireale – Giardini Naxos – Taormina – Castelmola – Messina – Capo Milazzo – Tindari – Marinello – Cefalu – Palermo (Fähre) – Genua – Wil

Reisedauer:  total 8 Wochen

zurückgelegte Strecke:  2'800 km (Dadurch, dass wir die Strecke Genua – Palermo und zurück mit der Fähre zurücklegten, sparten wir uns die lange Fahrt auf dem Festland. Die Reisezeit beträgt pro Fährüberfahrt zwischen 20 und 21 Stunden)

 

Endlich war es soweit, unsere sechste Tour hatte am 29. August 2018 begonnen. Wir fuhren gemütlich über den Gotthardpass an den Lago Maggiore bis Cannero, wo wir auf dem Campingplatz übernachteten.

Kaffeepause auf dem Gotthardpass

Unsere erste Übernachtung: auf dem Camping in Cannero (Italien)

Im Hafen von Genua: Langes Warten, bis unsere Fähre ent- und wieder beladen war. Innert vier Stunden wurden unglaublich viele Sattelschlepper-Anhänger mit starken Zugfahrzeugen in die Fähre verfrachtet. Besonders eindrücklich war, wie die Chauffeure ihre mit Autos beladenen LKWS mitsamt Anhänger mit grosser Präzision rückwärts die steile Rampe in den Schiffsbauch hochfuhren. Erst dann durften die Personenwagen und Wohnmobile auch einfahren.

Unsere Fähre «La Suprema» der Fährgesellschaft GNV fuhr um 17 Uhr in den Hafen von Genua ein

Wir Wohnmobilisten mussten bis 20.30 Uhr warten, bis wir endlich einfahren konnten

Im Hafen von Genua

Neben unserer Fähre stand eine Fähre von Moby Lines (diese wirkte beinahe wie ein Spielzeugschiff), sowie das Kreuzfahrtschiff «Crown Princess»

Mit etwas Verspätung liefen wir um 21.30 Uhr aus dem Hafen von Genua aus

Die Konturen von Sizilien sind schon erkennbar

Palermo ist in Sicht – um 17.30 Uhr liefen wir in den Hafen ein (21 Stunden waren wir mit der Fähre unterwegs)

Wir freuen uns auf die Sizilien-Rundreise!

 

Palermo

Nach der Ausschiffung fuhren wir zum Stellplatz Idea Vacanze in Palermo. Mit dem Bus 107 erreicht man bequem die Altstadt von Palermo, welche wir ausgiebig besichtigten.

Chiesa della Martorana mit den wunderbaren Malereien und Mosaiken aus byzantinischer Zeit

Mosaike an Wänden und auf Böden in unglaublicher Detailpracht

Unmittelbar gegenüber der Chiesa della Martorana liegt die Kirche Santa Caterina d’Alessandria (Kirche der Hl. Katharina, Jungfrau und Märtyrerin) – ehemaliges dominikanisches Kloster (gegründet 1310). Beim Betrachten des reichlich ausgeschmückten Kirchenschiffes wir man beinahe von der Üppigkeit erschlagen.

Im Stadtzentrum von Palermo sind weitere Prachtsbauten zu entdecken

Die sizilianische Lebenskunst zeigt sich in diesem farbenprächtigen Untersatz

Die Kathedrale von Palermo: aussen mächtig und prächtig

Innen zeigt sich der Dom eher schlicht

 

Monreale

8 km westlich von Palermo, auf einer Anhöhe, liegt Monreale mit dem Dom des ehemaligen Benediktinerklosters von 1174. Im Innern sind über 6'300 m2 mit Goldmosaiken bedeckt.

Monreale

Der Dom von Monreale

Die prächtigen Goldmosaike im Dom von Monreale

Was beobachten diese Geistlichen wohl hinter dem Eisengitter?

Es ist dieses prächtige Portal in allen Einzelheiten, welches begutachtet und kommentiert wird!

Dom-Ansicht vom Hauptplatz aus

Typisches, sizilianisches Lädeli

Blick auf Palermo von Monreale aus – bei klarer Sicht ein herrlicher Ausblick, leider blieb uns diese verwehrt

 

Segesta

In der Einsamkeit des Berglandes, 41 km südöstlich von Trapani, liegen Theater und Tempel dieser sonst verschwundenen Elymerstadt, deren Bewohner die griechische Kultur und Lebensweise übernommen hatten.

Die griechischen Tempel von Segesta aus dem 5. Jh. v. Chr., die wohl nie vollendet wurden

 

San Vito lo Capo

Weil es immer noch weit über 30 Grad heiss war, verzichteten wir auf eine Übernachtung beim Segeta-Tempel und fuhren weiter nach San Vito lo Capo. San Vito ist ein beliebter Badeort und geprägt vom 659 m hohen Monte Cafano. Wir fuhren zum Camping La Pineta www.campinglapineta.it und fanden beinahe keinen Platz mehr – alles voll, wie in der Hochsaison.

Unser kleiner, aber feiner Badestrand mit Blick auf den Monte Cafano

Sauberes und klares Wasser, wie in der Karibik

Diese aufblasbaren Liegesäcke – für 10 Euro – waren der Verkaufshit am Strand

Sooo bequem – ein Schläfchen in Ehren

Wir genossen das Baden am schönen, glasklaren Badestrand von San Vito lo Capo eine ganze Woche lang, Die Tagestemperaturen überstiegen die 30 Grad-Marke merklich und nachts waren es immer noch 27 Grad und dies im September.

Der Monte Cafano im Abendlicht

Wir verliessen nach einer Woche Aufenthalt San Vito lo Capo in Richtung Trapani.

Kurz nach San Vito genossen wir diesen herrlichen Blick

 

Erice

Die steile, kurvige Anfahrt nach Erice hat sich gelohnt. Auf 700 m Höhe schwebt das mittelalterliche Städtchen mit seinen grauen Steinhäusern und den vielen Kirchen. Oft steckt Erice in den Wolken, auch wenn über ganz Westsizilien die Sonne brennt – hier geniessen auch viele Sizilianer übers Wochenende die frische Luft.

Die Burg von Erice

Der Real Duomo und der Torre di Re Federico von Erice

Das mit hellem, weissen Stein ausgekleidete Kirchenschiff des Real Duomo

Blick auf Die Altstadt von Erice mit der Kirche San Giuliano

Blick von Erice Richtung Süden

Blick von Erice Richtung Norden auf die Salzsalinen und Trapani

 

Mazara del Vallo

Leider ist die Campingplatzdichte in Sizilien nicht so gross. So verzichteten wir auf eine Besichtigung von Trappani und Marsala. Wir fuhren weiter bis Mazara del Vallo auf den Camping www.sportingclubvillage.com und waren überrascht, wie heruntergekommen der Campingplatz ist (diesen Platz können wir nicht empfehlen). Die Bungalowanlage und das Schwimmbad ist in Ordnung, jedoch der Campingbereich nicht.

Abends fuhren wir mit den Fahrrädern in die Stadt und bummelten durch das Zentrum. Besonders sehenswert ist der riesige Dom und der schöne Platz davor.

Dom von Mazara del Vallo

 

Selinunte

Auf einem Plateau über dem Meer stehen die griechischen Tempel weit sichtbar. Die Grösse der Akropolis der Ausgrabungsstätte kann nur geschätzt werden, denn das Gebiet ist sehr weitläufig. Erst beim abfahren der Stätte wird ein Eindruck der Grösse dieser antiken Stadt sichtbar, deren Blüte aus dem Weizenhandel gerade 300 Jahre überdauerte.

Der grösste Tempel der Ausgrabungen von Selinunte steht nahe beim Eingang zur Besichtigungsstätte

Das weitläufige Gebiet kann bequem mit diesen Gefährten erkundet werden

Dieses Bild gibt einen Eindruck der Säulendimensionen

Blick in das Innere des grössten Tempels

Gegen das Meer hin zeigen sich weitere Säulenüberreste

 

Agrigento und Valle dei Templi

Eine interessante Fahrt über Land führte uns nach San Leone bei Agrigento auf den Camping www.campingvalledeitempli.com. Trotz schlechterer Beurteilung im Campingführer, ein um Klassen besserer Platz, als der letzte in Mazara del Vallo.

Im Südosten der heutigen Stadt Agrigento erstreckt sich auf einem Hügel über dem Meer das «Valle dei Templi» mit den imposanten Überresten der einstigen griechischen Kolonie Akragas. Die Lage an den steil abfallenden Abhängen bot damals einen Schutz. Die teilweise noch imposanten dorischen Tempel, entlang der noch sichtbaren Stadtmauern, bezeugt die Blütezeit von Akragas im 5. Jh. v. Chr.

Dioskurentempel – im Hintergrund die Stadt Agrigento

Blick in die karge Landschaft der Umgebung von Agrigento

Herkulestempel

Byzantinische Arkosolgräber

Der Concordiatempel ist der am besten erhaltene Tempel der ganzen Anlage

Junotempel

Blick von der antiken Stätte zum modernen Agrigento

Uns gefiel es auf dem zentral gelegenen Camping «Valle dei Templi» so gut, dass wir fünf Tage blieben. Wir genossen vor allem den wunderbaren Strand, welcher in rund zwei Kilometern mit dem Fahrrad gut erreichbar war, sowie die perfekte Infrastruktur (Bushaltestelle, Einkaufsmöglichkeiten unmittelbar vor dem Camping). Der Küste entlang zwischen San Leone und Marina di Palma gibt es wunderbare Strandabschnitte, wie den herrlichen Punta Bianca mit den weissen Felsen (nur zu Fuss oder mit dem Boot zugänglich).

Wir genossen die wunderbare Badebucht von San Leone

Die Feigenkakteen tragen nun reife Früchte

Unsere neuen Haustiere; Esthers Lieblingskatze wurde ganz zahm

 

Caltanissetta und Enna

Nach der schönen Zeit in San Leone / Agrigento fuhren wir in das Landesinnere nach Caltanissetta Trotz engster Strassen fanden wir Mitten in der Stadt überraschend einen Parkplatz, so dass wir einen kurzen Altstadtrundgang machen konnten.

Zentrumsplatz von Caltanissetta mit der Kathedrale «Chiesa di Santa Maria la Nova» (oben)

Die wunderschöne Kathedrale «Chiesa di Santa Maria la Nova»

Auf der Fahrt von Caltanissetta nach Enna kamen wir am ehemaligen Castello Barresi von Pietraperzia vorbei

Der Friedhof von Pietraperzia (wie in Sizilien üblich weit weg vom Ortszentrum)

Leider gehört dieses Bild auch zu Sizilien (was denken die Leute bloss, wenn sie den Abfall einfach den Strassen entlang entsorgen – die Berge werden ja immer grösser, nicht kleiner)

Blick auf Enna

Mutig fuhren wir mit dem Womo hoch zur Stadt und durch die engen Gassen. Glücklicherweise gab es bei der Burg einen Parkplatz

Der von aussen unscheinbare Dom von Enna

Glücklicherweise wurden wir kurz vor Piazza Armerina in Valguarnera nach einem Stellplatz fündig. Hier gibt es kurz vor dem Ort den ganz neuen Agricampeggio Paparanza www.agriturismopaparanza.it, wo wir mutterseelenalleine übernachteten.

 

Piazza Armerina – Papa Francesco in Piazza Armerina

Ein Schuss nach dem Frühstück! Nur etwa 300 m von unserem Wohnmobilstandplatz entfernt erkannten wir einige Jäger mit ihren Hunden auf der Treibjagd 

Mystische Morgenstimmung auf unserem Stellplatz Agricampeggio Paparanza

Am 15. September wollten wir die Stadt Piazza Armerina und anschliessend die Villa Romana besuchen. Wir gerieten aber schnell vor ein total abgesperrtes Piazza Armerina und wunderten uns, alsdann uns erklärt wurde, dass die Zufahrt zur Villa Romana gesperrt sei. Der Grund: Papst Francesco war auf Sizilien-Besuch, zuerst in Piazza Armerina und dann in Palermo. Gegen die Anweisungen der vielen Hilfspolizisten fuhren wir dann doch in Stadtnähe – statt auf die offiziellen Parkplätze – und stellten unser Womo in einer unbelebten Seitenstrasse ab. Packten die Fahrräder aus und fuhren ins Stadtzentrum. Es begegneten uns immer grössere Menschenmassen und so stellten wir uns auch an den Strassenrand. Nach wenigen Minuten fuhr der Papst in seinem Papamobil an uns vorbei zum Helikopter-Startplatz und entschwand rasch in Richtung Palermo. Trotzdem, dass wir Papst Francesco nur Sekundenbruchteile zu Gesicht bekamen, war es ein einmaliges Erlebnis!

Der gross angekündigte Papstbesuch stand an

Auf dem Weg zum Helikopter-Startplatz in Piazza Armerina konnten wir einen kurzen Sichtkontakt zu Papst Francesco herstellen

Nach dem kurzen Papst-Besuch strömten Menschenmassen durch die Strassen von Piazza Armerina

Blick auf Piazza Armerina mit dem riesigen Dom

Dom von Piazza Armerina (er war leider geschlossen)

Zum Tagesabschluss zog noch eine Regenfront auf, auch das gibt es manchmal auf Sizilien. Wir durften uns aber am schönen Regenbogen erfreuen (Blick von unserem Stellplatz Agriturismo Paparanza, auf den wir wieder zurückgekehrt waren).

 

Villa Romana del Casale

Am folgenden Morgen fuhren wir nochmals nach Piazza Armerina und dann weiter zu den berühmten Bodenmosaiken der Villa Romana (heute war die Zufahrt problemlos möglich und der Eintritt erst noch gratis – als Geste des gestrigen Papstbesuches). Die Villa Romana ist eines der weltweit wichtigsten Monumente der römischen Zeit, weshalb es 1997 von der Unesco zum Welterbe erklärt wurde. Diese prunkvolle Villa, von der nur noch die wundervollen Reste der Fussbodenmosaike erhalten sind, wurde zwischen dem 3. und 4. Jh. n. Chr. erbaut.

Gang der Grossen Jagd

Detailszene aus der Grossen Jagd

Einfach meisterhaft, wie die kleinen Mosaiksteinchen zu detailreichen Bildern zusammengefügt wurden und nach Jahrhunderten immer noch eine grosse Faszination auf den Betrachter ausüben

Saal der Sportlerinnen (Turnhalle der Töchter des Hausherrn)

Die Mädchen sind mit «Subligar» (Höschen) und «Stropkion» (eine Art Oberteil) bekleidet und üben verschiedene Sportarten aus. Offensichtlich ist das Bikini keine Erfindung der Neuzeit!

Im oberen Teil: Spiel mit den Gewichten, Diskuswurf und Wettlauf. Im unteren Teil: von rechts Handballspiel, ein Mädchen mit Siegerpalme, das sich die Blumenkrone auf den Kopf setzt und zum Schluss die Szene mit der Siegerehrung.

Detailausschnitt der Siegerehrung (am Knie der Siegerin ist eine genähte Wunde zu erkennen)

Cubiculum des Eros und der Psyche (erotische Szene)

 

Ragusa

Auf der Fahrt Richtung Süden sahen wir grosse Plantagen Feigenkakteen, die zurzeit reife Früchte tragen und auf den Märkten angeboten werden.

Felder mit Feigenkakteen zwischen Piazza Armerina und Gela

Blick auf Caltagirone

Halt in der Altstadt von Ragusa (Ragusa Ibla)

Schöne Barockfassade – leider bröckeln diese bei vielen Bauten ab

Auf dem Spaziergang zum Dom von Ragusa

Detail eines barocken Balkons

Zentrumsplatz von Ragusa Ibla mit dem Dom

Die zwei beliebtesten Fortbewegungsmittel in den engen Gassen der sizilianischen Städte

 

Badetage in Punta Braccetto, S.Crocce-Camerina

Nach der Stadtbesichtigung von Ragusa wollten wir in Ragusa Marina zu einem Campingplatz fahren, aber weit gefehlt: unsere beiden Adressen existierten nicht mehr – anscheinend stehen jetzt an deren Stelle Ferienvillen. Nachdem wir unsere Unterlagen nochmals studiert hatten, entschlossen wir uns, weiter Richtung S. Crocce zu fahren. Hier fanden wir nun vier Campingplätze aneinandergereiht und entschieden uns für den Camping «Baia dei Coralli» https://www.baiadeicoralli.it/. Wir wurden äusserst freundlich empfangen und konnten uns einen schönen Platz mit Meersicht aussuchen. Wir staunten, wie viele deutsche Urlauber hier einen Platz zum Überwintern gebucht hatten. Die Gegend bietet ausser dem wunderbaren Badestrand nicht viel, denn hier wird vor allem Intensivkultur in Treibhäusern (Gemüse, Schnittlumen) gehalten.

Unser schöner Stellplatz auf dem Camping dei Coralli in Punta Braccetto

Der wunderbare Strand in Punta Braccetto (Sicht von unserem Stellplatz)

Unsere lieben Haustiere, welche schon ganz zahm waren – sie wurden von uns auch gut gefüttert

Auch der Geschirrabwasch gehört zum Camping-Alltag

Wunderbare Hibiscusblüten waren in allen Farben zu sehen

Granatäpfel – Frucht der Liebesgöttin – sind auch schon reif

Aber auch exotischere Pflanzen, wie diese Bananenblüte und die beinahe reifen Bananen gibt es auf Sizilien

Diese blühende Pflanze im Sand scheint ganz genügsam zu sein

Esther am Strand in ihre Lieblingsbeschäftigung vertieft

Ein Gewitter kündigte sich an, verzog sich aber wieder – die interessante Wolkenbildung aber blieb

 

Isola delle Correnti

Nach vier Nächten verliessen wir Punta Braccetto, da das Wetter eher nach einem Besichtigungs- statt Badetag aussah. Also nahmen wir uns vor, Modica einen Besuch abzustatten. Kaum in Modica angelangt und auf der schwierigen Suche nach einem Parkplatz, begann es in Strömen zu regnen. Sturzflutartig lief das Wasser die Strassen hinunter, dass wir beschlossen auf eine Stadtbesichtigung zu verzichten. Nun begann wiederum die Suche nach einem vernünftigen Stell- oder Campingplatz. Nach vergeblicher Suche in Marina di Modica fuhren wir weiter über Pozzallo (ab hier verkehren Fähren nach Malta) bis zur Isola delle Correnti, wo wir auf dem idyllischen und gut ausgebauten Camping www.campingcarratois.com landeten (ganz im Süden von Sizilien).

Isola delle Correnti: hier fliessen das Mittelmeer (vorne) und das Ionische Meer (hinten) zusammen

Schöner Badestrand Isola delle Correnti

Wunderbare Sanddünen direkt bei unserem Camping Carratois

Abendstimmung an unserem Strand beim Camping Carratois

Palmen im Mondschein – beinahe schon, wie in Afrika

Eine weitere schöne Abendstimmung an unserem Badestrand bei der Isola delle Correnti

In der Gegend von der Isola delle Correnti wird Intensiv-Gemüsekultur in Treibhäusern betrieben

Wir genossen nochmals einen Badetag, bevor wir weiter reisten

 

Modica und Noto

Modica (etwa 55'000 Einwohner) und Noto sind zwei Städte, welche ganz dem barocken Baustil verschrieben sind. Zuerst besuchten wir Modica, die etwas grössere Stadt, welche an den Steilhängen zweier Karstschluchten gebaut ist. Dementsprechend war die Fahrt in und durch die Altstadt mit dem Wohnmobil ziemlich herausfordernd.

Blick auf die Altstadt von Modica

Duomo S. Pietro von Modica in der unteren Altstadt

Der prächtige Altar des Duomo S. Pietro

In der oberen Altstadt steht das Wahrzeichen von Modica: der Duomo S. Giorgio, welcher schweisstreibend über 250 Treppenstufen erreicht wird

Das reichgeschmückte Kirchenschiff des Duomo S. Giorgio

Die Spezialität von Modica: Schokoladen in allen möglichen Aromen (zuckersüsse Kalorienbomben)

Etwa 50 km östlich von Modica liegt die Barockstadt Noto (24'000 Einwohner), welche zum Unesco-Weltkulturerbe zählt. In der Umgebung gibt es unzählige Olivenhaine und Limonenplantagen. Etwa drei km vor der Altstadt entfernt liegt der gut ausgebaute Stellplatz Noto Parking www.anticotrappetonoto.it, schön eingebettet zwischen Zitrusbäumen.

Noto gilt als schönstes Gesamtkunstwerk im Stil des sizilianischen «Nachbeben-Barock» von 1693, welches leider langsam aber sicher zerbröselt (Sandstein und Gips sind mürbe Baustoffe).

Der Hauptplatz mit dem Dom San Nicolò ist die Hauptsehenswürdigkeit

Aufnahme am Morgen vom Campanile des ehemaligen Frauenklosters

Der Dom im Abendlicht

Schlicht, aber eindrucksvoll: das Innere des Doms

Weitere, eindrucksvolle Barockbauten von Noto

Ein Prost von unserem Stellplatz in Noto auf unsere lieben Daheimgebliebenen!

 

Siracusa (Syrakus)

Nach zwei Tagen in Noto fuhren wir weiter nach Siracusa auf den Camping Rinaura www.campingrinaura.it, etwa fünf Kilometer vor Siracusa (119'000 Einwohner) entfernt. Dieser Platz ist sehr einfach, obwohl in diesem Jahr ein neues Schwimmbad eröffnet wurde. Auf dem Platz stehen wir mutterseelenalleine zwischen alten Olivenbäumen.

Kaum zu glauben, dass Siracusa vor 2'300 Jahren über 1 Million Einwohner zählte und dass sie einst die mächtigste der griechischen Städte in Süditalien war – ein Brennpunkt des Handels, aber auch der Philosophie und Wissenschaft. Die wichtigsten Zeitzeugen der damaligen Zeit stehen in der Altstadt von Siracusa Ortiga und im Parco Archeologico Neapolis.

Wir stehen auf dem Camping Rinaura ganz alleine neben einem uralten Olivenbaum

Die Mandeln sind pflückreif: das Schälen ist jedoch sehr arbeitsintensiv

Ebenso sind die Limonen erntereif

Am Nachmittag fuhren wir mit unseren Velos 6 km auf der verkehrsreichen Strasse nach Siracusa Ortiga (Altstadt auf einer Halbinsel)

Ponte Umbertino in Siracusa Ortiga

Es war ein windiger Tag, deshalb war das Meer auch unruhig

Es gibt immer wieder schöne Details an den Barockfassaden zu entdecken

Der Domplatz von Saricusa Ortiga

Dom von Saricusa (Detailansicht)

Der Innenraum des Doms ist uralt und eher schlicht

Schöner Brunnen an der Piazza Archimede

Es gibt auch viel Kunsthandwerk zu bestaunen, vor allem Keramik: diese Keramikfische sind wunderschön

In Siracusa gibt es auch sehr moderne Bauten, wie die Kirche «Madonne delle Lacrime»

 

Parco Archeologico Neapolis

Von der antiken Neapolis ist einiges erhalten geblieben, wie das griechische Theater, eine Vielzahl von Katakomben, sowie die Grotte «Ohr des Dionysios».

Ohr des Dionysios: diese Grotte hat im Innern die Form einer Ohrmuschel und verfügt über eine aussergewöhnliche Akkustik – sie ist 65 m lang und 23 m hoch

Eingang zur Grotte

Im Innern war es zu dunkel für eine Aufnahme

Griechisches Theater und Katakomben

Oberhalb des Theaters gibt es einige Katakomben

Das griechische Theater mit ehemals 15'000 Sitzplätzen

Der heutige, bewölkte und erstmals kühle und windige Tag bescherte uns noch eine schöne Abendstimmung.

 

Catania

Nach zwei Tagen in Siracusa fuhren wir ins Landesinnere nach Sortino. Hier wollten wir zu den Necropoli di Pantalica (Kammergräber) fahren. Leider mussten wir im Ortszentrum – etwa 7 km vor dem Ziel – kapitulieren, da die Strassen zu eng wurden. Mit den Fahrrädern wollten wir nicht dorthin fahren, da der Rückweg doch sehr steil bergan ging. So fuhren wir dann weiter nach Catania (316'000 Einwohner) zum Camping Jonio www.campingjonio.com. Die Stadtdurchfahrt ging problemlos und wir staunten beim Eingang zum Camping über den bereits beinahe voll belegten Platz. Der Platzwart führte uns durch den Platz und wies uns einen der letzten Plätze in der zweitvordersten Reihe oberhalb der Meeresbucht zu.

Trotz schönem Wetter war das Meer unruhig und wir bekamen auf dem Camping Jonio einige Wasserspritzer ab und wir genossen den restlichen Nachmittag auf dem Camping

Ins Zentrum von Catania führt ein schöner Radweg und so fuhren wir die 6 km zu Altstadt mit den Fahrrädern und stellten diese beim Fischmarkt ab.

Am Fischmarkt von Catania wird alles angeboten, was das Meer hergibt, ebenso die Erträge der Landwirtschaft

Ein Stück von einem besonders schönen Thunfisch gefällig?

Cattedrale di Sant’Agata – der Dom ist der heiligen Agata geweiht (erbaut 1693)

Auf dem Domplatz steht dieser schwarze Lavaelefant

Weitere Impressionen von Catania

Das Castello Ursino in Catania ist das einzige Gebäude Siziliens aus dem Mittelalter. Es wurde aus grauem Lavastein errichtet.

 

Nach unserer ausgiebigen Stadtbesichtigung wollten wir unsere Velos am Fischmarkt abholen – welche Überraschung: sie waren weg! Obwohl wir diese mit einem stabilen Kettenschloss am Geländer festgemacht hatten, hielt das die Diebe nicht ab (es waren wohl geübte Diebe am Werk). So blieb uns nichts anderes übrig, als die Polizei aufzusuchen und einen Rapport erstellen zu lassen. Hatten wir doch bis anhin so gute Erfahrungen auf Sizilien gemacht und nun das!

Nach diesem Ärger fuhren wir mit dem Taxi zum Campingplatz zurück und hier erwartete uns die nächste Überraschung: Tosendes Meer und die Evakuierung der ersten Reihe der Wohnmobile war bereits im Gange.

Starke Brandung des Ionischen Meeres an unserem Camping

Evakuierung der vordersten Wohnmobile

Nun standen wir auf einmal zuvorderst und konnten nicht weg! Vorne und hinten eingeklemmt mussten wir die Nacht abwarten – Esther hatte grosse Angst. Heute war ein sehr unglücklicher Tag, hoffentlich kommt alles wieder gut.

 

Ätna

Nach einer schlaflosen Nacht durch das stürmische Meer verliessen wir den Camping in Catania und fuhren rund 50 km zum Ätna (Rifugio Sapienza, Ätna Süd). Hier gibt es einen grossen Parkplatz und man kann bequem mit der Seilbahn von 1'900 m auf 2'500 m gelangen und von dort mit Spezial-Allradbussen nochmals 550 Höhenmeter zurücklegen bis zum Torre del Filosofo (64 Euro kostet die Hin- und Rückfahrt pro Person, welche sich lohnt). Von diesem Punkt aus kann man bequem rund um den Krater spazieren.

Der Ätna ist mit einer Oberfläche von etwa 1'250 km2 und einer Höhe von etwa 3'350 m ü.M. der höchste Vulkan Europas. Er ist weltweit einer der aktivsten Vulkane, was er in den letzten Jahren durch seine vielen Ausbrüche bewiesen hat.

Schon auf der Bergfahrt zum Ätna kann man erahnen, welche Lava-Massen der Berg ausspukte (letzmals 1983, 1985, 2001, 2002, 2006 und im Sommer 2018).

Diese Geländebusse bringen die Touristen auf den höchsten Punkt, wo noch eine freie Besichtigung des Berges möglich ist

Touristen spazieren um den Kraterrand – im Hintergrund der höchste Punkt des Ätnas (es sind auch austretende Schwefelschwaden sichtbar)

Der höchstgelegene Krater, welcher noch frei zugänglich ist (es gibt bei der Talbahnstation zwei weitere Krater, welche begangen werden können)

Wir hatten Wetterglück! Der Ätna ist vielfach im Nebel – auch heute waren viele Nebelschwaden, welche dank des starken Windes rasch wieder weggeblasen wurden – es war auch kalt!

Unglaubliche Mengen von Lava-Ergüssen sind über Kilometer verteilt

Es grünt auch im noch so kargen Lavasand

Einer der unteren Krater. Bei klarem Himmel mit unglaublicher Fernsicht, welche uns leider verwehrt blieb

 

Acireale, Giardini Naxos, Taormina

Nach einer kalten, ruhigen Nacht auf dem Camping in Nicolosi fuhren wir Richtung Acireale. Unser Navi führte uns über hundert Ecken durch enge Dörfer schlussendlich ans Ziel. Weil Sonntag war, fanden wir problemlos einen Parkplatz im Zentrum der Altstadt. Nach einem kurzen Bummel tranken wir auf dem Domplatz einen Kaffee und genossen das wunderbare Spätsommerwetter.

Die Basilica Cattedrale Maria S.S. Annunziata von Acireale

In der Kathedrale fand gerade eine Messe statt

Der wunderbare Altar der Kathedrale von Acireale

Lido von Giardini Naxos – am 30. September war immer noch herrliches Badewetter

In Giardina Naxos fuhren wir auf den Parking Lagani www.parkinglagani.it – Top-Lage, alles zu Fuss erreichbar

Wir hatten noch nie einen solch tollen Stellplatz angetroffen: wunderbare Parzellen mit bereitgestelltem Tisch, Stühlen und Sonnenschirm, eigener Dusche und Waschbecken am Stellplatz – super! Zudem ein sehr zuvorkommender Platzwart!

Lido von Giardini Naxos mit Blick auf Taormina

Sehr schöne Exemplare sizilianischer Keramikkunst

Der heutige, wiederum sommerlich warme und schöne Tag war ausgefüllt mit dem Besuch von Taormina, dem wohl populärsten Ort von Sizilien. In 20 Minuten war der Bus die vielen engen Kehren hochgefahren und mit wenigen Schritten waren im Zentrum. Schon hier konnten wir die traumhafte Lage und die wunderbare Aussicht geniessen.

Blick von Giardini Naxos auf Taormina (oben rechts) und Castelmola (das Dorf links ganz oben auf dem Hügel)

Blick von Taormina auf den bekannten Badestrand von Letojanni

Das ehemalige antike Amphitheater dient während der Saison als Bühne für Musik- und Theateraufführungen mit einer traumhaften Kulisse

Bei klarer Sicht mit Blick auf den Ätna

Hier oben beim Amphitheater geniesst man einen wunderbaren Blick:

in Richtung Giardini Naxos und Catania (im Gegenlicht)

sowie Letojanni und Messina

Taormina und Castelmola haben wohl eine traumhafte Lage – der Alltag hier oben ist aber beschwerlich und verkehrstechnisch schwierig

Platz von Taormina mit dem Dom

Dieser Brunnen bietet frisches Trinkwasser

Schöne sizilianische Keramikkunst in den Gassen von Taormina

Die beliebte Badeinsel Isola Bella vor Taormina ist Naturreservat

Blick vom hoch über 500 m ü.M. gelegenen Castelmola Richtung Catania

und auf Taormina hinunter (etwa 200 m ü.M.)

Hier oben ist die Landschaft sehr karg

Im Hauptgässchen von Castelmola, wo die 1'100 Einwohner versuchen vom Tourismus zu profitieren

Die Spezialität von Castelmola: Süsswein mit Mandelaroma, welche natürlich degustiert wurde

 

Ausflug zur Alcantara-Schlucht

Bequem mit dem CityBySee-Bus fuhren wir von Giardini Naxos zur etwa 15 km entfernten Alcantara-Schlucht. Das kühle, regnerische Wetter eignete sich gut für diesen Ausflug und die grossen Touristenströme waren auch beinahe versiegt.

Mit diesen Bussen werden verschiedene Touren angeboten, so auch zur Alcantara-Schlucht

Schluchteingang: es bietet sich an, Wasserschuhe mitzunehmen (Rutschgefahr)

Die Schlucht kann auf etwa 400 m durchwatet werden – das Wasser ist jedoch eisig kalt

Es werden auch geführte Canyoning-Touren angeboten – das hatten wir jedoch sein lassen

Auch wir sind im Smartphone-Zeitalter angekommen

 

Milazzo – Liparische Inseln

Milazzo (32'000 Einwohner) liegt am Beginn der schmalen Halbinsel des Capo Milazzo im Nordosten Siziliens. Die Hauptsehenswürdigkeiten von Milazzo sind die spanische Burg und der barocke Dom.

Vom Hafen Milazzos aus gibt es verschiedene Schiffsverbindungen zu den Äolischen oder Liparischen Inseln (Lipari und Stromboli sind die bekanntesten der 7 Inseln).

Von den zwei Campingplatzen am Capo Milazzo ist nur noch der Riva Smeralda für Touristen geöffnet. Dieser Platz präsentiert sich leider in einem sehr heruntergekommenen Zustand – schade um die schöne Lage www.rivasmeralda.it.

Milazzo mit seinem Wahrzeichen, dem spanischen Kastell

Blick vom Castello zum Capo (unten der lange Badestrand von Milazzo)

Im Hintergrund sind schwach die Liparischen Inseln Vulcano und Lipari zu sehen

Schöne barocke Kirche in Milazzo

Abendstimmung am Capo von Milazzo

 

Schiffsausflug nach Panarea und Stromboli (zwei der Liparischen Inseln)

Wir buchten diese Fahrt, um abends die Vulkanausbrüche des Stromboli zu sehen. Dieser Vulkan ist sehr aktiv und speit mehr oder weniger täglich. Trotz schönem Wetter würden wir diese Fahrt nicht mehr machen, da diese doch total etwa sechs Stunden dauert und die Aufenthalte auf Panarea und Stromboli bieten nicht viel. Bei der Rückfahrt – etwa um 20 Uhr – sahen wir tatsächlich einige Vulkan-Eruptionen. Die Rückfahrt mit dem Schiff dauerte etwa 2.5 Std. und war im Dunkeln sehr langweilig und der starke Wellengang führte bei vielen Reisenden zu Übelkeit. Wir empfehlen die Trekkingtour auf den Stromboli, da die Vulkanausbrüche dann sehr spektakulär erlebt werden können (allerdings eine ziemlich strenge Wanderung von 3 Std. Auf- und 2 Std. Abstieg), was auch eine Übernachtung auf der Insel bedingt.

Blick auf die Inseln Vulcano und Lipari

Die schnellste Inselverbindungen bieten diese Tragflügelboote

Blick auf die Insel Panarea und Stromboli (ganz rechts am Bildrand)

Zwischen diesen Vulkangesteinen ist der Stromboli zu erkennen

Der Stromboli

Abends beginnt der Stromboli aktiv zu werden

Nach Sonnenuntergang sind spektakuläre Vulkan-Eruptionen zu sehen

 

Spaziergang zum Capo Milazzo

Von unserem Camping Riva Smeralda spazierten wir in etwa 30 Minuten zum Leuchtturm auf dem Capo Milazzo. Hier gibt es einen schönen Naturpark und wunderbare Spazierwege mit herrlichen Blicken in die Landschaft.

Capo Milazzo – das Meer ist hier ganz ruhig und wunderbar blau und klar

Der Blick in die Landschaft hat etwas Meditatives

Blick vom Capo nach Milazzo

Zum Tagesabschluss noch ein wunderbarer Sonnenuntergang

 

Nach vier schönen Tagen in Milazzo fuhren wir weiter Richtung Palermo zur Wallfahrtskirche Tindari.

Von Weitem sichtbar, die Wallfahrtskirche von Tindari

Im Innern besticht die Kirche von Tindari durch ihre Schönheit

Die Heilige Schwarze Madonna

Seitlich sind Darstellungen der Heiligen Schrift durch Mosaike abgebildet

Von der Wallfahrtskirche hat man einen wunderbaren Blick auf die Sandbänke von Tindari

Nach der Besichtigung der Kirche fuhren wir wieder zurück in die Ebene zum Meer und fanden in Marinello den schönen Camping https://www.villaggiomarinello.it/. Hier gab es nach längerer Zeit wieder saubere und funktionierende Sanitäreinrichtungen, sogar mit warmem Wasser zum Geschirrspülen, was hier auf Sizilien eher selten ist. Zudem liegt der Platz in Dorfnähe und direkt am Meer – von hier aus kann man auch gut zu der riesigen Sandbank von Tindari spazieren und ein ausgiebiges Sonnenbad geniessen.

Blick von Marinello zur Kirche von Tindari

Wir genossen im Oktober nochmals das Strandleben bei herrlichem und warmem Meer –traumhaft!

 

Laghetti di Marinello (Naturreservat)

Hier in Marinello gibt es einen kilometerlangen, schönen Badestrand. Man kann gut auf die Landzunge spazieren, welche von Tindari so schhön anzusehen ist.

Es gibt in diesem Reservat drei kleine Seen

Blick von der Landzunge unten auf die Wallfahrtskirche Tindari

Blick von der Landzunge auf Marinello

 

Capo d’Orlando – Agricampeggio Alessandra in Torrenova

Abschied von unserer Katzenfamilie auf dem Camping in Marinello

Nach vier erholsamen Tagen in Laghetti di Marinello fuhren wir weiter zum Capo d’Orlando. Leider war das Wetter stark bewölkt und die ellenlange Strandpromenade menschenleer – hier war im Oktober die Saison endgültig vorbei. So suchten wir den ausgewählten Agricampeggio Alessandra www.agricampeggioalessandra.it auf, wo wir sehr herzlich empfangen wurden. Der Camping zeichnet sich über eine sehr gute und äusserst saubere Infrastruktur aus und liegt direkt am Badestrand. Die einzige Einschränkung für Sommerurlauber – es hat wenig Schatten – sonst sehr empfehlenswert. Für Ausflüge laden die beiden Orte Piraino und San Marco d’Alunzio mit ihren Sehenswürdigkeiten ein, welche auf ihren Anhöhen wunderschöne Fernblicke freigeben. Uns wurde dies leider wetterbedingt verwehrt (Dauerregen).

 

Cefalù

Nach zwei Nächten beschlossen wir, weiterzufahren nach Cefalù, da wir mit dem Womo weder nach Piraino noch San Marco d’Alunzio fahren konnten (hoch am Berg und schmale Strassen).

Blick von der Autobahn zwischen Capo d’Orlando und Cefalù

Anfahrt nach Cefalù – herrlicher Blick auf die Stadt und den Berg Rupe

In Cefalù gibt es zwei Campingplätze unmittelbar nebeneinander, den Camping Sanfilippo www.campingsanfilippo.com und den Costa Ponente www.camping-costaponente.com. Wir entschieden uns für den Costa Ponente (deutsche Leitung, grössere Auswahl an Stellplätzen für grössere Wohnmobile, schöner Pool). Allerdings ist der sehr kleine Strand (für beide Plätze der gleiche) sehr, sehr klein und während der Hochsaison sicher überfüllt.

Schönes Plätzchen auf dem Camping Ponente mit Blick zum Pool und aufs Meer

Mit der Ankunft in Cefalù hatte sich das Wetter auch schlagartig verbessert, so dass wir nochmals ein Bad im Meer genossen.

Der kleine, steinige Badestrand vom Camping

Anderntags fuhren wir mit dem Bus (Haltestelle einige hundert Meter vom Camping entfernt) in die Stadt. Cefalù (14'500 Einwohner) eignet sich hervorragend für einen längeren Bummel – schöne Läden zum Einkaufen, gute Restaurants, z.B. das Ristorante Porticciolo www.alporticciolo.it können wir sehr empfehlen und natürlich Sehenswürdigkeiten, wie den Dom.

Der Dom von Cefalù (ältester Normannendom Siziliens, Baubeginn 1140 – vollendet einige Jahrhunderte später)

Wunderschönes Mosaik im Dom von Cefalù

Blick vom Rocca (Hausberg von Cefalù) auf die schöne Stadt

In der Nähe des Doms – eine eher bedrohliche Wohnlage, so nahe am Rocca

War heute Waschtag in Cefalù?

Wo gibt es denn einen solch liebevoll zubereiteten Cappuccino, ausser in Italien?

Mitte Oktober herrschte noch herrliches Badewetter in Cefalù

Arabisches Waschhaus mitten in Cefalù, in welchem bis vor wenigen Jahrzenten die Frauen noch die Kleider wuschen (mit kaltem Quellwasswer)

Blick von Norden auf die Altstadt von Cefalù

Den letzten Tag auf Sizilien genossen wir am Pool mit Lesen und diesem herrlichen Blick Richtung Cefalù

Um Mitternacht lief unsere GNV-Fähre vom Hafen Palermo aus und um 19.30 Uhr anderntags erreichten wir Genua

Den letzten Sonnenuntergang auf unserer Reise erlebten wir am 20. Oktober auf der Fähren-Rückreise, bereits um 17.20 Uhr

Ciao, schönes Sizilien!

 

Unser Fazit:

Sizilien ist anders als Italien – charmanter und gastfreundlicher! Viele Sizilianer führen ein sehr karges und bescheidenes Leben, strahlen aber eine grosse Herzlichkeit aus. Im Landesinnern und in den Städten war die Fahrt mit dem Wohnmobil – bedingt durch steile, enge und in den Städten vollparkierte Strassen – nicht immer einfach. Die Campingplätze waren vielfach sehr einfach und warmes Wasser war ein Luxusgut. Trotzdem gibt es einige Campingfreunde, welche auf solchen Plätzen den milden Winter verbringen – das können wir uns nicht vorstellen.

Das karge Land wird wo nur möglich bewirtschaftet. Unglaublich, was hier alles geerntet wird: Oliven, Mandeln, Limonen, Orangen, Trauben, Honigmelonen, Granatäpfel, Bananen und Gemüse aller Art. Wir waren überrascht über die Vielfalt und Qualität der Weine – auch die einfachen Tischweine waren immer ein Genuss.

Kulturell ist Sizilien ein Highlight! Wir können all die Sehenswürdigkeiten gar nicht aufzählen. Wir hoffen einfach, dass der Zahn der Zeit diese Zeitzeugen nicht zerstört, denn der Zerfall war vielerorts deutlich zu sehen.

Was uns schockierte: der viele Abfall den Strassen entlang – solche Sauereien haben wir noch nirgends gesehen. Wenn hier nicht bald ein Umdenken in den Köpfen der Bevölkerung stattfindet, wird das die Natur nicht verzeihen und dem Tourismus ist ein solches Verhalten auch nicht förderlich.

Wir hoffen, dass das wunderbare, klare Meerwasser so sauber ist, wie es aussieht und dieser Lebensader mehr Sorge getragen wird.

Wir können eine Reise nach Sizilien nur empfehlen!