Tour 8: Korsika

Die Herbsttour führte uns nach Korsika, damit wir noch etwas Sonne tanken konnten. Wir nahmen jedoch nicht die übliche Route über Italien unter die Räder (die häufigsten Fährüberfahrten werden von Genua, Savona oder Livorno nach Bastia gebucht).

Wir fuhren über die Westschweiz und Frankreich (Savoien und Provence) nach Toulon, wo wir die Fähre nach L’Île Rousse auf Korsika nahmen. Ab Nizza gibt es im Sommer auch Fährverbindungen nach Korsika, der Betrieb ist in der Nebensaison allerdings stark eingeschränkt.

 

Unsere Route:

Wil – Uznach Biel – Erlach – Neuchâtel – Yverdon – Lausanne – Genève Annecy – Grenoble – Sisteron – Dignes-les-Bains – Col des Leques – Castellane – Route Napoléon – Pas de la Faye – Grasse – Agay / St. Raphaël – Grimaud / St. Tropez – Toulon – Überfahrt mit Corsica Ferries nach L’Île Rousse – Calvi – L’Île Rousse – Corte – Aléria – Solenzara – Porto-Vecchio – Bonifacio Porto-Vecchio – Solenzara – Aléria – Bigugila bei Bastia – Bastia (Fähre nach Livorno)  – Pisa – Florenz – Bologna – Modena – Mantova – Verona – Lazise am Gardasee – Trient – Bozen – Lana – Glurns – Münstertal – Ofenpass – Flüelapass – Wil

Reisedauer:  6 Wochen, vom 16. September bis 27. Oktober 2019

zurückgelegte Strecke:  2'100 km

 

Erlach

Nachdem wir uns von unserer Enkelin Gioia verabschiedet hatten, fuhren wir weiter nach Erlach. Bei schönstem Spätsommerwetter erreichten wir den Campingplatz der Gemeinde http://www.camping-erlach.ch/, direkt am See. Wir spazierten durch die alte Altstadt und fuhren mit unseren Velos zur Petersinsel.

Blick vom Schloss auf die Altstadt von Erlach und den Bielersee

Schloss Erlach

Unterwegs mit dem Fahrrad zum ehemaligen Kloster auf der Petersinsel

Am Seeufer beim Campingplatz Erlach

Annecy (Haute Savoie)

Schöne Fahrt entlang dem Neuenburgersee und an den Chasselas-Reben am Genfersee. In Annecy (126'000 Einwohner) installierten wir uns auf dem Camping "Le belvédère", http://www.annecy-camping-municipal.fr/. Wir waren froh, dass wir früh einchecken konnten und noch einen Platz bekamen, denn der Platz war voll belegt. Nach einem Bummel durch die wunderschöne Altstadt genossen wir zum Abschluss des Tages ein feines Nachtessen in einem der vielen Strassenrestaurants.

Auf dem Campingplatz Annecy

Blick in die Altstadt von Annecy

Häuserzeile in Annecy

Am Lac d’Annecy

Kaffeepause am herrlichen Fahrradweg, entlang dem Lac d’Annecy

Blick auf das Schloss von Annecy

Durch Annecy fliesst überall Wasser und die Gassen sind mit Blumen geschmückt

Sisteron (Alpes-de-Haute-Provence)

Die Fahrt von Annecy nach Sisteron führte uns über die Autobahn A51 durch eine sehr schöne, hügelige Landschaft. Die Anfahrt von Sisteron (etwa 7'200 Einwohner) ist geprägt von der riesigen Zitadelle, welche schon von Weitem sichtbar wird. Bevor wir die Stadt mit ihrem Wahrzeichen besichtigten, fuhren wir zum Campingplatz «Les Prés Hauts» http://www.camping-sisteron.com/, der etwa 3,5 km vom Stadtzentrum entfernt liegt. Da die Réception nur noch morgens besetzt war, konnten wir uns selbst einen Platz aussuchen und uns installieren. Die Anmeldung wurde dann anderntags nachgeholt.

Vor der Altstadt gibt es einen schönen Blick auf den «Rocher de la Baume»

Blick auf die Altstadt von Sisteron

Zentrum von Sisteron mit der Kathedrale

In den Gassen von Sisteron

Am Eingang zur Altstadt

Von Weitem sichtbar, die Zitadelle von Sisteron

Zitadelle mit der Kapelle

Blick über die riesige Verbauung der Zitadelle zu den Flüssen Le Buëch und La Durance

 

Blick über die Zitadelle auf die Altstadt von Sisteron und die La Durance

Herrlicher Blick von der Zitadelle zum «Rocher de la Baume» und die La Durance

Grasse (Stadt des Parfums)

Wir erlebten eine Fahrt durch eine sehr interessante Hügellandschaft mit einigen Passübergängen – die Fahrt ging bergauf und wieder bergab, dies über die ganze Strecke. Unser Wohnmobil meisterte diese Fahrt wieder problemlos und wir genossen es. Am frühen Nachmittag erreichten wir den geplanten Campingplatz in Grasse http://www.campinglapaoute.com/. Glücklicherweise war der Platz nicht mehr voll belegt, denn die Stellplätze sind relativ klein und einige auch sehr schwierig anzufahren (steil und eng). Nach der Installation nahmen wir unsere Fahrräder und fuhren entlang der viel befahrenen Strasse in die Altstadt. Nach der Besichtigung einer der grossen Parfumfabriken (Parfumerie Fragonard) ging es nochmals gut drei Kilometer bergwärts zur Altstadt.

 

Auf der Passstrasse zum Col des Leques

Hier gibt es eindrückliche Schluchten – das Begehen ist allerdings verboten

Zwischenhalt in Castellane, wo gerade ein lokaler Bauernmarkt stattfand

Besuch der Fabrikationsstätte der Parfumerie Fragonard

Aus diesen Parfumsubstanzen werden die verschiedenen Duftnoten produziert

Einblick in die Seifenproduktion

Das Jahr 2019 widmete Fragonard dem Lavendel

Blick auf die Altstadt von Grasse

Im Zentrum von Grasse

Nebst Parfum wird in Grasse auch feines Nougat angeboten

Die alte und schlichte Kathedrale von Grasse

Der ursprüngliche Produktionsstandort von Fragonard in der Altstadt

Agay (St. Raphaël)

Kaum hatten wir alle Sachen zusammengeräumt und waren abfahrbereit, da setzte starker Regen ein.

So war die landschaftlich schöne Fahrt der Küste entlang leider kein Genuss. Wir entschieden uns für den Camping Soleil in Agay, wo wir noch einen schönen Platz, nur wenige Meter vom Meer entfernt, erhielten. Mit einem Spaziergang dem Meer entlang, einem späten Mittagessen und Spielen im Wohnmobil verbrachten wir den Tag.

An der regnerischen Estérel-Küste Richtung St. Raphaël

Heute gab es einen grillierten Loup zum Mittagessen

St. Raphaël und Fréjus (Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur)

Nach dem regnerischen Sonntag schien am Montagmorgen wieder die Sonne, bei relativ starkem Wind. Wir pedalten mit unseren Fahrrädern der Küste entlang nach St. Raphaël und Fréjus (13,5 km). St. Raphaël besteht eigentlich – ausser der Basilika Notre-Dame de la Victoire – ausschliesslich aus Hotels und Ferienappartements. Der Küste entlang stehen viele Villen mit parkähnlichen Gärten und es gibt einige Yachthäfen mit vielen Luxusyachten.

Blick auf unseren Ausgangsort Agay

Ankunft in St. Raphaël

Basilika Notre-Dame de la Victoire (Frontansicht)

Die Basilika von der Seite

Im Innern ist die Basilika schlicht und dunkel

In Fréjus das gleiche Bild, Yachten, Hotels und Ferienappartements. In der Ortsmitte gibt es noch ein historisches Zentrum mit einem schönen Platz vor der Kathedrale Saint-Léonce.

Kathedrale Saint-Léonce von Fréjus

Auf dem Platz vor der Kathedrale genossen wir ein gutes Mittagessen

Im Zentrum von Fréjus

Auf dem Rückweg genossen wir nochmals einen Blick zurück nach St. Raphaël

Grimaud und St. Tropez (Var in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur)

Der Tag zeigte sich von seiner schönsten Seite, prächtiges Spätsommerwetter begleitete uns auf der Fahrt der Küste entlang. In Grimaud visierten wir den Campingplatz Les Mûres an und wir staunten nicht schlecht. Der riesige Platz war beinahe voll belegt und wir bekamen erst nach Intervention einen guten Platz. Es gibt aber zwei ebenbürtige Alternativen in unmittelbarer Umgebung: Camping de la Plage und Prairies de la Mer, welche aber auch sehr gut belegt waren.

Der schöne und sehr gut ausgebaute Campingplatz in Grimaud. Er verfügt über schöne, moderne und saubere Sanitäranlagen, ein Bistro und einen sehr gut sortierten Lebensmittelladen mit frischem Brot.

Ein Teil des Platzes liegt direkt am Strand (der Campingplatz ist durch die Küstenstrasse zweigeteilt) –

Es herrschte Ende September noch herrliches Badewetter

Wir pedalten auf einem schönen Fahrradweg ins 9 km entfernte St. Tropez

Im Hafen protzen die vielen Yachten vor sich hin

Dieser Gendarme sorgt für Belustigung der Passanten

In den Seitengassen von St. Tropez geht es recht ruhig her und zu – und feines Essen gibt es auch, wir assen im May Thai gut und preisgünstig

Im Hafen von Grimaud steht diese spezielle, nicht gerade attraktive Kirche

Blick vom Kirchturm auf Port Grimaud

Toulon (Hauptstadt des französischen Départements Var, 170‘000 Einwohner)

Mit der Fahrt von Grimaud nach Toulon brach der letzte Reisetag auf dem Festland von Frankreich an. Wiederum erlebten wir eine Fahrt durch eine Hügellandschaft, geprägt von Nadelwäldern und Rebbergen, wo vor allem Roséweine kultiviert werden. In Toulon angekommen, fuhren wir ins Zentrum und an den Hafen, in der Hoffnung, irgendwo einen Parkplatz zu finden. Leider ohne Erfolg. So versuchten wir unser Glück, in der Nähe der Seilbahnstation zum Mont Faron. Nach langem Suchen, fanden wir einen Platz am Strassenrand am Fusse des Mont Faron mit grandioser Aussicht auf die Stadt. Gut hatten wir für den Stadtbesuch E-Bikes, denn der 3 km lange Heimweg war sehr steil!

Toulon liegt zu unseren Füssen – unser Stellplatz am Strassenrand zum Mont Faron

Am Theaterplatz in Toulon

 

Kathedrale Sainte-Marie in Toulon

Die Hauptgassen von Toulon sind blumengeschmückt und laden zum Verweilen ein

Am folgenden Tag: warten auf unsere Fähre (Mega Express Four, im Hintergrund). Kurz vor 8 Uhr hatte sie geankert und um 08.50 Uhr legte sie bereits wieder los (10 Minuten zu früh) – Ende September war die Auslastung nur noch gering, deshalb ging alles so unglaublich schnell.

Auf der 6,5stündigen Überfahrt blieb viel Zeit zum Lesen

Sonnige (30 Grad), aber sehr windige Einfahrt in den Hafen von L’Île Rousse

Blick auf L’Île Rousse

Calvi (Korsika)

Nach der Ankunft der Fähre im Hafen von L’Île Rousse fuhren wir direkt auf unseren geplanten Campingplatz La Pinède http://www.camping-calvi.com/. Der Platz besteht aus zwei Bereichen für Camper (einer vorne bei der Reception und ein Bereich hinter den Bungalows), sowie einem grossen Bereich mit Mietbungalows. Wir haben uns für den vorderen Bereich entschieden und uns rasch installiert. Der Platz bietet eine gute Infrastruktur und an den Strand ist es auch nicht weit (einige hundert Meter durch den Pinienwald).

Blick vom Strand des Campingplatzes La Pinede nach Calvi

Die Altstadt Calvi mit der Festung bildet einen herrlichen Anblick

Zwischen L’Île Rousse und Calvi verkehrt ein Regionalzug

Wir genossen den Tag auf dem Campingplatz

Am folgenden Tag wollten wir eigentlich ein paar Stunden am schönen Strand verbringen. Das Wetter war sehr schön und warm, aber ziemlich windig und deshalb beschlossen wir einen Bummel durch Calvi zu machen.

Blick von der Zitadelle in der Oberstadt auf die Unterstadt und den Yachthafen

Die barocke Kathedrale Saint-Jean-Baptiste befindet sich inmitten der Festungsmauern

L'Oratoire Saint Antoine, das sich in der Zitadelle befindet, ist eine kleine und einfache Kapelle mit mehreren Wandfresken

Blick auf die belebte Hauptgasse von Calvi

Feiner korsischer Salatteller mit gebackenem Ziegenkäse, gebratenem Speck und Wurst, Feigenconfit, Birnen, Erdnussdressing und frischen Salaten – sehr lecker!

Blick von Calvi Richtung Berge

Am Sonntag ist Martin mit seiner Familie mit dem Wohnwagen eingetroffen. Ebenso Glorias Eltern, welche einen Bungalow gemietet haben. Sie sind mit der Fähre von Savona nach Bastia gefahren und so nach Calvi angereist. Nun verbringen wir gemeinsam zwei Wochen Ferien miteinander, den ersten Teil in Calvi und anschliessend in Bonifacio. Dadurch haben wir die Möglichkeit, Ausflüge als Passagiere in ihrem Auto mitzumachen, was für uns natürlich sehr bequem ist. Martin als Korsika-Spezialist (mit seiner eigenen Webseite http://www.paradisu.ch/) ist uns ein idealer Reiseführer.

Ausflug in die Balagne

Wir unternahmen eine Rundfahrt von Calvi über Lumio, Lavatoggio, Cateri, Montemaggiore, Lunghignano, zur alten Ölmühle U Fragnu, Cassano, Zilia (eine der drei Mineralwasserquellen Korsikas), Sainte-Restitude, Calenzana (Mittagsrast) und wieder zurück zu unserem Campingplatz.

Blick auf die Bucht von Calvi

 

Montemaggiore

In der alten Ölmühle U Fragnu, wo man wunderbare Olivenöle degustieren und kaufen kann

Diese alte Ölmühle wird alle zwei Jahre in Betrieb genommen. Der Antrieb geschieht durch die Muskelkraft der beiden Esel.

Cassano

Montemaggiore

Kirche von Sainte-Rastitude

Menhir in der Sakristei der Kirche von Sainte-Restitude

Lauschiger Sitzplatz unter alten Olivenbäumen vor der Kirche von Sainte-Restitude

Blick auf Calenzana mit dem Monte Grosso (1938 m)

Abendausflug zur Wallfahrtskapelle Notre-Dame-de-la-Serra über der Stadt Calvi.

Die Wallfahrtskapelle Notre-Dame-de-la-Serra mit der Marienstatue, der Schutzheiligen von Calvi, welche hoch über der Hafenstadt auf Granitfelsen thront

Ausgewaschene Granitsteine bei der Kapelle Notre-Dame-de-la-Serra im schönsten Abendlicht

Ausflug nach L’Île Rousse, Pigna und St’Antonino

Ein Tag war bisher wie der andere, schön und sommerlich warm, so dass wir wiederum einen Ausflug unternahmen. Zuerst fuhren wir zum Markt nach L’Île Rousse und dann nach Pigna.

L’Île Rousse – Blick auf den Fährhafen

Badestrand direkt im Zentrum von L’Île Rousse

Spaziergang durch die Hauptgasse von L’Île Rousse zum Markt

 

Am kleinen, aber feinen Markt werden allerlei korsische Spezialitäten angeboten, wie Oliven

Gemüse, u.a. verschiedene Tomatensorten

Korsische Wurstwaren

Langusten, verschiedene Fischsorten

und Seespinnen

Corbara, eines der vielen hübschen Bergdörfer in der Balagne

Das Kloster von Corbara (Couvent Saint Dominique) wurde 1456 durch Franziskaner gegründet. Ab 1861 gehörte es den Dominikanern und beherbergt heute eine Johannesgemeinschaft.

Agaven und Kakteen gedeihen besonders gut

Blick auf Pigna

Mittagsrast in Pigna

Eine der vielen hübschen Gassen in Pigna

Unseren Frauen macht es Spass in Pigna

Luana geniesst die schöne Aussicht

Wunderschöner Blick auf Aregno

Aregno: die romanische Kirche Trinità di San Giovanni

Kirchenraum der Trinità di San Giovanni

Blick auf St’Antonino

Hübsch anzusehen, aber unbequeme Wege führen durch St’Antonino

Weiterer Ausflug in die Balagne

Über L’Île Rousse fuhren wir nach Belgodère, Speloncanto (Mittagsrast), Nessa, Feliceto, Muro, Avapessa, Cateri und Lavatoggio zurück nach Calvi.

Blick auf Belgodère

Blick auf den Friedhof von Belgodère mit der Ruine einer ehemaligen Kirche

Zuoberst im Dorf Belgodère steht diese Jesus-Statue und es gibt hier einen wunderbaren Blick über das Dorf und die Landschaft, bis zum Meer

Kirche von Ville-di-Paraso, zwischen Belgodère und Speloncanto

Herrlicher Blick auf Speloncanto

Auch von Speloncanto geniesst man eine wunderschöne Aussicht

Am Dorfplatz von Speloncanto steht diese Kirche

In den Gassen von Speloncanto gibt es eine weitere Kirche

Blick auf Cateri

In Cateri sieht man zwischen den Häusern hindurch auf die Dörfer Aregno und St’Antonino, welche wir am Vortag besuchten

2-Tages-Tour an die Calanche

Für die nächsten zwei Tage hatten wir uns eine grosse Tour – wieder als Mitfahrer – vorgenommen. Unser Ziel: Les Calanche, die wohl schönste Gegend Korsikas. Damit wir genügend Zeit hatten, planten wir eine Übernachtung in einem Hotel in Porto ein. Da die Gebirgsstrassen teilweise für Wohnmobile nicht geeignet sind, liessen wir unser Womo in Calvi stehen.

1.Tag:

Calvi, D81 zum Bocca di Marsolinu, Richtung Galeria, Überquerung des trockenen Flusses Fango, zum Col de Palmarella. Hier genossen wir die herrliche Aussicht auf den Golf von Girolata und zum Scandola Gebirge. Das gleichnamige Dorf Girolata am Golf ist nur per Schiff erreichbar.

Weiter ging es zum Col de la Croix, vorbei an den Dörfern Osani und Curzo, bis Porto (Mittagshalt und anschliessend Hotelbezug).

Kurzer Ausflug zum Ponte de Pianella. Am späteren Nachmittag fuhren wir durch die imposante Calanche zum sehenswerten Dorf Piana. Oberhalb Piana gibt es einen schönen Aussichtspunkt zum Golf von Porto. Nach einem Apéro fuhren wir nochmals zur Calanche, um diese bei Sonnenuntergang zu erleben – einfach ein einmaliges Erlebnis!

Schöner Blick auf den Golf von Girolata vom Col de Palmarella

Das Dorf Girolata ist beim genaueren Hinsehen zu erkennen, rechts das Scandola Gebirge

Auf dem Col de Palmarella: ein Blick zurück

Unterwegs kamen wir an diesem Felsen vorbei: links oben ist die Form Korsikas auszumachen

Durch schmale, kurvige und felsige Strassen erreichten wir Porto

Blick auf Porto

Spaziergang durch Porto – mit Blick auf den Genuesenturm

Der Fotoapparat ist immer dabei

Das Meer war ziemlich unruhig, so dass eine Bootstour nicht möglich war

Fahrt zur alten Brücke Ponte de Pianella

Blick auf das Dorf Ota

Vom Aussichtspunkt oberhalb Pianas hat man dieses Panorama vom Golf von Porto im Blick

Das schöne Dorf Piana (Luftaufnahme Martin Lendi, http://meintoggenburg.ch/toggenburg-luftaufnahmen/)

Hinter der Kirche von Piana spielen die Männer Boule

Auch so lassen sich Früchte und Gemüse verkaufen

Der wohl bekannteste Felsen in der Calanche, mit dem Herz-Loch

Die Calanche in der Abendsonne

Alina und Luana, sowie ihr Grosi versuchten die Sonne aufzufangen (Bilder Martin Lendi, http://www.paradisu.ch/)

Wir erlebten einen wunderbaren Sonnenuntergang in der Calanche

2. Tag:

Ab Porto nahmen wir die D84 nach Évisa, durch den Forêt d’Aitone, weiter zum Col de Vergio, durch den Forêt de Valdu-Niellu zum Ponte Altu bei Albertacce, nach Calacuccia, durch die wilde Scala die Sta Regina und nach Corte (Mittagsrast). Von Corte fuhren wir auf der Schnellstrasse zurück nach Calvi.

Es waren zwei herrliche Tage an denen wir die wunderschöne Gebirgslandschaft etwas näher kennen lernten.

Auf dem Weg nach Évisa begegneten uns immer wieder Tiere auf der Strasse: Ziegen, Schweine und Rinder

Luana schloss die Schweine in ihr Herz

Évisa

Auf dem Col de Vergio, mit 1477 m höchster Passübergang Korsikas

In Korsika benutzen die Jäger häufig die Strassenschilder als Zielscheibe

Die alte Brücke Ponte Altu bei Albertacce

Corte, einzige Universitätsstadt Korsikas

Sichtbare Spuren der korsischen Unabhängigkeitsbewegung

Heute war ein Ruhetag

Wir verbrachten den Tag bei Lesen und am Strand. Das Wetter war wiederum sehr schön, jedoch immer wieder sehr windig. Trotzdem wagten wir es mit einem Bad im glasklaren Meerwasser.

Am Strand von Calvi – eine schönere Kulisse kann man sich kaum vorstellen

Unsere Enkelinnen Alina und Luana genossen es am Strand mit dem feinen Sand zu spielen

Dank Grosis Motivationskünsten wagten Alina und Luana, zusammen mit Grosi und Opa, den Sprung in die Wellen

Letzter Tag in Calvi

Fahrt zum Strand Algaio bei Lumio. Dieser Strand besteht vorwiegend aus Granitfelsen und wenigen, kleinen Sandbuchten. Wir spazierten dem Strand entlang und bestaunten die verschiedenen Gesteinsformationen.

Am Strand Algaio

Die Granitbrocken lockten, um sie zu besteigen

In Lumio steht die Saint-Pierre-Saint-Paul-Kapelle, ein Juwel aus dem 12. Jahrhundert. Ehemaliges Eigentum des Benediktinerklosters San Bartolomeo del Fossato, präsentiert es einen romanischen Stil korsischen Pisan (leider ist die Kapelle nicht zugänglich).

An der westlichen Fassade sind zwei Löwenköpfe zu bewundern, die den monolithischen Sturz der Tür umrahmen. Umgestaltet im 17. und 18. Jahrhundert, wird die Kapelle jetzt von einem Glockenturm überragt.

Am Nachmittag Badeplausch im Pool des Campingplatzes La Pinède

Bonifacio

Nach zehn wunderschönen Tagen und spätsommerlichem Wetter erwartete uns der erste Regentag, dafür heftig und ausgiebig. Kaum hatten wir den Campingplatz in Calvi verlassen begann es stark zu regnen. Der Regen begleitete uns auf unserer über 200 km langen Fahrt vom Westen quer durch die gebirgige Insel von Calvi über Corte und Aléria. In Solenzara machten wir Mittagsrast und danach wurde es immer heller. In Bonifacio an der Südspitze Korsikas erreichten wir unser Ziel, den Campingplatz U Farniente http://www.camping-pertamina.com/ bei trockenem Wetter.

Der Camping U Farniente und Pertamina Village ist wahrscheinlich eine der schönsten Ferienanlagen Korsikas mit Restaurant, Bar, Fitnessraum und Wellnessangeboten – leider gibt es keinen Zugang zum Meer, welches zu weit entfernt ist

Für Kinder gibt es einen schönen Spielplatz, Wasserspiele und Wasserrutschen und in der Hauptsaison diverse Animationsangebote

Am Hafen von Bonifacio

Bonifacio und seine Zitadelle sind auf Kalksteinfelsen gebaut

Der Friedhof von Bonifacio hat eine besonders schöne Lage (im Hintergrund ist Sardinien sichtbar)

Der Unterschied zwischen reich und arm wird hier besonders sichtbar

Eine Bootstour um Bonifacio ist zu empfehlen

Bonifacio vom Meer aus betrachtet ist noch spektakulärer. Im oberen Bild ist die Treppe des Königs von Aragon mit seinen 187 Stufen zu sehen, welche 1420 durch die Truppen des Königs angeblich in nur einer Nacht gebaut wurde.

Einfahrt in die Grotte Sdragulinu – in der Öffnung nach oben sind die Umrisse Korsikas erkennbar

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Le Grain de sable (Sandkorn)

Nach der Bootstour gibt es ein feines Glacé

Die Eremitage de la Trinité ist eine spirituelle Ruheoase oberhalb von Bonifacio

Von den Granitfelsen bei der Eremitage de la Trinité hat man einen wunderbaren Blick nach Bonifacio und Sardinien

Nochmaliger Besuch von Bonifacio

Statt dem steilen und anstrengenden Fussmarsch in die Oberstadt machten wir es uns bequem und fuhren mit der Touristenbahn. Nach einem Bummel durch die sehenswerten Gassen nahmen wir den Abstieg der 187 Stufen der «Treppe des Königs von Aragon» unter die Füsse. Glücklicherweise war der Andrang nicht gross, so dass wir auf den schmalen Treppenstufen nicht oft kreuzen mussten. Unten angekommen gibt es einen kurzen Panoramaweg mit schönen Aussichten. Der Wiederaufstieg war dann doch ziemlich anstrengend, da die Treppenstufen eine unangenehme Höhe haben.

Mit dem Kombiticket kann auch die Bastion de l’Etendard besichtigt werden, worauf wir aber verzichteten. In der Nähe des Friedhofes ist noch ein Teil der ehemaligen Wehranlagen des Zweiten Weltkrieges zu besichtigen, was wir als nicht sehr lohnenswert empfanden.

Le Grain de sable im Gegenlicht und bei noch bewölktem Himmel

Die katholische Kirche Sainte-Marie-Majeure aus dem 13. Jahrhundert ist die älteste Kirche von Bonifacio

Gasse in Bonifacio – die Verbindungsbogen beinhalten Entwässerungsleitungen

Solche Treppenaufgänge sieht man hier zuhauf – die Steilheit und Länge des Aufganges kommt auf dem Bild nicht richtig zur Geltung. Wie junge Familien mit Kinderwagen oder alte Leute diese Aufgänge meistern sollen ist kaum vorstellbar.

In den Gassen gibt es viele Restaurants und Souvenierläden

Treppe des Königs von Aragon – für Kinder gibt es am Schluss für die Mühsal des Aufstiegs ein Diplom

Entlang der Klippen führt ein kleiner Panoramaweg mit schönen Aussichten

Die Kirche Saint-Dominique in der Nähe des Friedhofes ist die einzige gotische Kirche Korsikas

Ab Bonifacio gibt es eine Fährverbindung nach Santa Teresa Gallura auf Sardinien

Ausflug ins Alta Rocca

Die Alta Rocca ist ein gebirgiges Gebiet, welches von drei Seiten durch hohe Felsen eingeschlossen ist. Es ist ein abwechslungsreiches Gebiet, mit ausgedehnten Wäldern und vielen schönen Dörfern.

Am heutigen Tag war als Höhepunkt ein zweistündiges Eseltrekking geplant. So fuhren wir über Porto-Vecchio in die Berge, den Col de Punticella, Ospedale mit Stausee, Bocca d’Illarata, Zonza, Quenza und Serra-di-Scopamène. Kurz nach dem Dorfende geht es Richtung Campingplatz zur Eselfarm, wo für Alina und Luana Esel reserviert waren. Nun ging es auf einen zweistündigen Trek über Stock und Stein – die Esel liessen sich von Martin und Gloria gut führen. Die Mädchen hatten den Plausch und für uns war es ein gutes Fitnesstraining.

Nach der Eselstour fuhren wir weiter Richtung Ste-Luci-de-Tallano Richtung Bonifacio zurück zu unserem Campingplatz. Die ganze Rundfahrt dauerte etwa drei Stunden reine Fahrzeit.

Ausflug zur Eselsfarm im Alta Rocca bei Serra-di-Scopamène

Für unsere Enkelinnen Alina und Luana war dieser Ausritt ein besonderes Ereignis

Auf dem Höhepunkt der Eselstour gibt es einen herrlichen Blick zur Bavella-Gebirgskette

Auf dem Rückweg unserer Eselstour

Auf der Rückfahrt von Serra-di-Scopamène kamen wir an dieser renovierten, alten Mühle vorbei

Unter diesen Olivenbäumen sind die Netze für die Ernte im November bereits gespannt

Blick auf den Golf von Porto-Vecchio

Leider sieht man immer noch solche Entsorgungen in der freien Natur

Badetag

Heute fuhren wir zum Palombaggia-Strand zwischen dem Golf von Porto-Vecchio und dem Santa-Giulia-Golf, wohl einem der schönsten Strände Korsikas.

Am Palombaggia trafen wir einen feinen Sandstrand und kristallklares Wasser an und im Herbst mit viel Platz. Gleich daneben liegt der Plage de Tamaricciu, ebenfalls wunderschön, jedoch mit vielen, eindrücklichen Granitblöcken durchsetzt. Das Wetter lud zum Baden ein, es war immer noch sommerlich warm, zwischen 24-26 Grad – einfach traumhaft!

Der wunderschöne Strand Palombaggia

Martin vergnügte sich mit dem Stand Up Paddle

Esther bevorzugte noch die sitzende Variante

Solche Prachtsexemplare von Schirmpinien gibt es am Palombaggia zu sehen

Die Wassertemperatur war Mitte Oktober immer noch sehr angenehm

Der Strand Tamaricciu ist mit Granitblöcken durchsetzt, aber nicht weniger anziehend

Diese leider zwischenzeitlich abgestorbene Schirmpinie auf der Landzunge Punta di Colombra zählte jahrelang zu den beliebtesten Fotosujets von Porto-Vecchio

Wanderung zur Südspitze Korsikas

Das aus dem Kalkfelsen gebildete Cap Pertusato ist das südlichste Cap Korsikas und Frankreichs, nahe bei den Lavezzi-Inseln und Sardinien. Wir fuhren mit dem Auto südlich von Bonifacio bis in die Nähe des Leuchtturms, dorthin wo die Strasse endet. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz. Nun ging es zu Fuss ein Stück auf der ehemaligen Autostrasse und dann ein wenig durch die Macchia und den steilen, felsigen Pfad hinab bis zum Meer. Dort gibt es die kleine, wunderschöne Badebucht Plage de Saint-Antoine und interessante Kalksteinformationen, sowie eine Grotte zu besichtigen. Wer Lust hat, kann noch auf den grossen Felsen aufsteigen und eine schöne Sicht nach Bonifacio und Sardinien geniessen. Die Meerenge zwischen Korsika und Sardinien beträgt nur 12 km.

Blick zurück nach Bonifacio und zum Leuchtturm vom Cap Pertusato

Noch ein Erinnerungsfoto vom Martin und Gloria mit Alina und Luana. Martin war uns während zwei Wochen ein wunderbarer Reiseführer http://www.paradisu.de/.

Am Cap Pertusato, dem südlichsten Punkt Korsikas

Ausgewaschene Kalkfelsen bilden herrliche Formationen und laden zum Klettern ein

Grotte am Cap Pertusato

Die Führe von Sardinien (Sta Teresa-Gallura) nach Bonifacio passierte gerade die Lücke am Cap Pertusato

Für Alina und Luana gab es viel zu entdecken

Das Cap Pertusato von Norden, im Gegenlicht betrachtet

Blick vom Felsen zu den Lavezzi-Inseln, der Isola Maddalena und Sardinien

Oriu di Canni

Nach unserer Rückkehr zum Auto fuhren wir noch nach Canni (etw 20 Minuten ab Bonifacio, auf der D59 über Saparelli und Chera). In Canni gibt es ein ganz spezielles Oriu (ehemalige Hirtenhütte) zu besichtigen. Diese Hütte wurde sehr geschickt in einen Tafone (durchlöcherten Stein) eingebaut. Ab dem Ort Canni gibt es einen – eher schlecht ausgeschilderten – Pfad hinauf zu diesem Felsen (etwa 20 Minuten Fussmarsch).

Auf dem Weg zum Oriu di Canni trafen wir auf diese einfache, ehemalige Hirtenhütte

Der Oriu di Canni ist sehenswert, da es eine ganz spezielle, ehemalige Hirtenhütte ist

Im Innern gibt es nur eine kleine Feuerstelle

In diesen speziellen Felsbrocken (Tafone) wurde die Hütte integriert und diese ist nur von einer Seite sichtbar

Aufbruch zur Heimkehr

Für Martin und Familie, sowie Glorias Eltern mit Angela war heute der Tag zur Rückkehr. Wie bei der Herreise nach Bonficaio war es heute ein Regentag. Wir fuhren zum Camping San Damiano in Biguglia http://www.campingsandamiano.com/. Martin deponierte hier seinen Wohnwagen, um ihn am Abend für die Fährüberfahrt von Bastia nach Savona abzuholen (In Hafennähe von Bastia gibt es keine Parkplätze). Dieser Campingplatz wird häufig so genutzt, weil er nahe bei Bastia liegt (9 km) und sich so sehr gut eignet für Fährverbindungen am Tag oder über Nacht. Zwischenzeitlich suchten wir für uns einen schönen Stellplatz direkt am Strand und stellten hier unser Wohnmobil auf. Am Abend verabschiedeten wir uns von den Jungen und wir wünschten ihnen eine gute Fahrt nach Hause.

Für den folgenden Tag war starker Regen angesagt, was jedoch nicht der Fall war. Es war eher Aprilwetter im Oktober und so beschlossen wir, mit unseren Fahrrädern nach Bastia zu fahren. Teilweise gibt es einen separaten Fahrradweg, desto näher wir uns Bastia näherten, desto verkehrsintensiver und unangenehmer wurde es. Nach 11 km erreichten wir den alten Hafen und die Altstadt. Bars und Restaurants säumen den alten Hafen, hinter dem die Kirche Saint-Jean-Baptiste mit ihren zwei Türmen aufragt. Terra Nova, eine jahrhundertealte Zitadelle mit Festungsmauer, wurde von den genuesischen Herrschern erbaut. In der Nähe befindet sich die Kathedrale Sainte-Marie mit Gemälden und Marmorstatuen. Im Gouverneurspalast ist das Stadtmuseum von Bastia untergebracht. Die Stadt mit ihren 44'000 Einwohnern bietet sonst nicht allzu viel.

Unser Stellplatz direkt am Strand auf dem Campingplatz San Damiano in Biguglia

Zwischendurch schien immer wieder einmal die Sonne und es bildete sich ab und zu ein Regenbogen

In der Altstadt von Bastia sind nicht selten solche Wohnbauten zu sehen

Alter Hafen von Bastia

Von unserem Wohnmobil sahen wir am Abend (19 Uhr), wie die Fähre von Savona im Hafen von Bastia einläuft, zwei Fähren stehen bereits im Hafen

Zum Tagesabschluss erlebten wir einen schönen Abendhimmel

Badetage am Lido de Marana

Von unserem Stellplatz im Camping San Damiano in Biguglia bei Bastia sind es nur wenige Schritte zum Strand. Das Wetter lud nochmals zum Sonnenbaden und einem Sprung ins Meer ein, lediglich der leichte Wind frischte etwas auf. Am Nachmittag nahm die Bewölkung zu, so dass sich noch ein Ausflug mit dem Fahrrad in das neun Kilometer entfernte Bergdörfchen Furiani aufdrängte.

Sonnenaufgang an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, jeweils um 07.30 Uhr

Das Baden im Meer war Mitte Oktober immer noch herrlich!

Das Sonnenbaden ebenso

Blick von Furiani auf das Meer und den Étang de Chiurlinu bei Biguglia

Das Bergdörfchen Furiani

Im Zentrum steht dieses Kirchlein im Turm Paoline

Blick von Zentrum Richtung Étang und Meer

Ob diese Dorfschule noch in Betrieb ist? Vom Pausenplätzchen gibt es einen herrlichen Blick zum Meer.

Dorfzentrum von Furiani

Diese Dorfbewohner waren die einzigen, welche ich antraf

Letzter Badetag am Meer für dieses Jahr

Wir genossen unseren letzten Tag auf Korsika nochmals mit einem Strandtag. Ein menschenleerer Strand, immer noch angenehme Wassertemperatur und warme Sonnenstrahlen, was will man mehr. Am Abend galt es dann alles zusammenzupacken, um am frühen Morgen dann nach Bastia zur Fähre zu gelangen. Abfahrt um 08.15 Uhr nach Livorno mit der Corsica Ferries Mega Andrea. Wir hoffen, dass uns auf der Heimreise über das Südtirol weiterhin angenehmes Wetter begleitet.

Wir standen auf dem Campingplatz San Damiano in der vordersten Reihe, direkt am Strand

Der menschenleere Strand am Campingplatz mit Sicht nach Bastia

Nochmals genossen wir ein Sonnenbad

Unsere Fähre Mega Andrea von Bastia nach Livorno

Auf Wiedersehen Korsika

Um 6 Uhr früh war Tagwache und Duschen im Dunkeln, damit wir rechtzeitig zur Fähre im Hafen von Bastia gelangten. Die Einfahrt in den Hafen war dann sehr chaotisch, da praktisch gleichzeitig drei Fähren zur Abfahrt bereit standen und die Fahrspuren sehr spät gekennzeichnet waren. Bei schönstem Wetter nahmen wir Abschied von Korsika und in gut vier Stunden legten wir im Hafen von Livorno an. Nach zügiger Fahrt auf der Autobahn erreichten wir am frühen Nachmittag unser Ziel: Modena. Auf dem einfachen Campingplatz International hatten wir schnell installiert und unsere Fahrräder ausgepackt. Nach 6 km Fahrt erreichten wir die Altstadt von Modena. Dabei entdeckten wir rund 1,5 km vor der Altstadt einen grossen und schönen Wohnmobilstellplatz – das wäre für einen Stadtbesuch die noch bessere Wahl gewesen. Modenas Altstadt mit der prächtigen Kathedrale war einen Besuch wert gewesen. Zudem fand gerade ein schöner Markt mit viel sehenswertem Kunsthandwerk und natürlich mit feinsten Balsamicos zur Degustation statt.

Bastia im Morgenlicht

Ausfahrt aus dem Hafen von Bastia

Livorno ist in Sicht

Einfahrt in den Hafen von Livorno

Modena – Marktplatz in der Altstadt mit Kathedrale

Die sehenswerte Kathedrale von Modena

Die Kathedrale ist Innen durch das Gestein relativ dunkel, aber sehr schön gestaltet

Von Modena an den Gardasee

Am nächsten Tag fuhren wir weiter über Mantova und Verona nach Lazise an den Gardasee. Am Gardasee wimmelt es nur so von Campingplätzen, wobei im Oktober beinahe alle bereits geschlossen sind. Direkt neben dem Moviland-Vergnügungspark liegt der Camping Amici di Lazise. Dieser Platz eignet sich nur für kurze Zeit, da er – ausser der Lage – wenig zu bieten hat. Kaum angekommen, nutzten wir das schöne Wetter und fuhren mit dem Fahrrad in das etwa 2 km entfernte Gardaland http://www.gardaland.it/. Auf diesem Vergnügungspark herrschte Hochbetrieb, denn alles war auf Halloween ausgerichtet und so trafen wir viele Kinder und ganze Familien entsprechend geschminkt und gekleidet an, ebenso das ganze Personal.

Besuch im Vergnügungspark Gardaland, welcher bei unserem Besuch Mitte Oktober ganz im Zeichen von Halloween stand

Im Gardaland gibt es Bahnen nach jedermanns Geschmack, von klein bis gross, von einfach bis spektakulär

Der ganze Park zum Thema Halloween geschmückt, sogar die Pferde wurden in entsprechende Kostüme verpackt

Lazise am Gardasee

Vom Camping Amici di Lazise ist das Ortszentrum mit dem Fahrrad in 3 km gut erreichbar. Beim Bummel durch den belebten Ort kann man sich kaum vorstellen, dass hier jährlich über 3,5 Mio. Touristen verkehren. Gut waren wir in der Nachsaison hier, es war sonnig, gemütlich und beschaulich.

Zugang zum autofreien Zentrum von Lazise

Es sind immer noch einige gut erhaltene Überreste der ehemaligen Wehrmauer anzutreffen

Im Zentrum von Lazise

Lana (Südtirol)

Nach zwei schönen Tagen am Gardasee fuhren wir ins Südtirol, wo wir uns den Komfortcamping Schlosshof http://www.schlosshof.it/ in Lana ausgesucht hatten. Mit Erstaunen erfuhren wir an der Reception, dass der Platz praktisch ausgebucht sei, dies Ende Oktober! Schlussendlich bekamen wir doch noch einen recht schönen Stellplatz.

Wir hatten uns auf dem Campingplatz Schlosshof in Lana schnell gemütlich eingerichtet

Hier auf dem Schlosshof lässt es sich gut sein

Ende Oktober herrschten immer noch angenehme Temperaturen

Die Sanitäreinrichtungen im Schlosshof sind hervorragend

Ausflug aufs Vigiljoch

Auch im Südtirol genossen wir noch wunderschönes Herbstwetter, wobei hier doch die Nächte spürbar kälter waren und am Morgen alles taunass war.

Wir nutzten das schöne Wetter und fuhren mit der Seilbahn und einem Nostalgie-Sessellift auf den Hausberg von Lana, das Vigiljoch. Ganz oben steht eine kleine Kirche und es gibt viele schöne Rundwege an welchen es auch genügend Verpflegungsgelegenheiten gibt.

Kirchlein St. Vigil am Joch

Wir wanderten über den Nebelwolken und genossen das wunderbare Spätherbstwetter

An der Schwarzen Lacke steht der Gasthof Seespitz, wo wir eine zünftige Jause genossen

In der Nähe der Bergstation des Sesselliftes gibt es diese schöne Aussichtplattform mit Blick in den Talkessel von Meran

Radtour in den Obstgärten von Lana nach Meran

In Lana und Umgebung gibt es herrliche Radwege, z.B. den Radweg entlang der Etsch, vom Vinschgau bis nach Bozen

Blick auf Lana

Lana mit Meran im Hintergrund

Die meisten Äpfel wurden bereits geerntet. Die Spätsorten dürfen noch etwas Sonne bekommen, deshalb wurde das Laub abgeschnitten.

Die Traubenernte war vorbei, bis auf wenige Ausnahmen

Herbstfarben in ihrer schönsten Pracht

Schloss Braunsberg oberhalb Lana

Die Kapelle St. Magnus steht noch etwas weiter oben am Berg

Letzter Tag in Südtirol – Velotour nach Völlan

Es erwartete uns wiederum ein herrlicher Herbsttag und so beschlossen wir mit unseren Fahrrädern in den Luftkurort Völlan (700 m.ü.M.) hinauf zu fahren. Leider mussten wir die Autostrasse Richtung Gampenpass nehmen, da es keinen Fahrradweg gibt. Von der Bergstrasse gibt es viele schöne Ausblicke in das Etschtal. Durch das Tal führt zudem eine wichtige Verkehrsader der Alpen, welche schon die Römer mit der Via Claudia Augusta nutzten.

Im Dorfzentrum von Völlan steht die Kirche St. Severin

Von der Kirche St. Severin sieht man herrlich zur Mayenburg

Blicke in das Etschtal, dem grössten Apfelanbaugebiet Südtirols

Heimreise nach sechs wunderbaren Wochen

Am Sonntag, 27. Oktober, unserem Heimreisetag, war nochmals herrliches Herbstwetter. Wir wollten den Tag nochmals so richtig geniessen, deshalb wählten wir die landschaftlich schöne Route durch das Vinschgau, Münstertal, sowie den Ofen- und Flüelapass.

Die herbstlichen, gelb gefärbten Lärchenwälder am Ofenpass

Auf der Flüelapasshöhe

Den Flüelapass hinunter erwarteten uns nochmals viele Kurven

Unser Wohnmobil hat sich wiederum bestens bewährt und alle Herausforderungen bravourös gemeistert

Fazit unserer Reise:

Während sechs Wochen genossen wir herrliches Wetter (nur zwei Regentage). Die Anreise über Frankreich und die Verschiffung in Toulon war besonders schön. Beim Aufenthalt in Korsika hatten wir zwei besonders schön gelegene Campingplätze gewählt, denn Calvi und Bonifacio zählen zu den wohl meist besuchten Ortschaften Korsikas. Wir erlebten tolle Rundfahrten in der Balagne und einen besonders stimmigen Besuch der Calanche. Bonifacio, das schon durch seine einmalige Lage auf den Kalkfelsen herausragt, ist sowieso einen Besuch wert. Besonders schön ist auch die südlichste Spitze Korsikas am Cap Pertusato. Korsika – die Insel der Schönheit – bietet für jedermanns Geschmack einen herrlichen Urlaub, ob Entdecker, Wanderer oder Kletterer, Canyoningbegeisterte http://www.canyon.li/, Wassersportler, FKKler und Sonnenanbeter, Biker oder einfach Geniesser. Für Korsika-Interessierte sei die Webseite http://www.paradisu.de/ empfohlen.